Stellenanzeigen und Bewerber, Zeitarbeit, Job Multiposting, Mobile Recruiting, der HR Blog | Erfolgsfaktoren für Facebook-Seiten
21395
single,single-post,postid-21395,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,vertical_menu_enabled,select-theme-ver-2.2,wpb-js-composer js-comp-ver-4.12,vc_responsive

Erfolgsfaktoren für Facebook-Seiten

Studie ermittelt Erfolgsfaktoren für Facebook-Seiten

 

Der Facebook-Auftritt ist für Unternehmen schon lange ein Must-Have, doch der Marketingerfolg kommt nicht von allein. Unternehmen müssen für Fans und Likes auch die passenden Inhalte posten. Welches Timing beim Posting und welche Inhalte bei Consumern ankommen, hat die österreichische Agentur vi Knallgrau in Kooperation mit der FH Joanneum in der Facebook Studie ergründet.
 

Die Macher der Facebook Studie haben die Facebook-Seiten von 100 Consumermarken und 2.324 Postings ausgewertet. Für die Untersuchung ausgewählt wurden ausschließlich Seiten aus dem deutschsprachigen Raum. Das macht diese Studie besonders: Interkulturelle Unterschiede bei der Interpretation der Ergebnisse für den deutschen Markt spielen eine meist vernachlässigbare Rolle.
 

Timing und Frequenz sind Basis eines viralen Facebook-Auftrittes. Sowohl zu geringe als auch eine übertriebene Aktivität können nachhaltig für die Social Media Reputation und das gesamte Markenimage schädlich sein. Für das Timing liefert die Studie ein eindeutiges Ergebnis: Qualität geht vor Quantität. Facebook-Seiten, die jeden zweiten Tag oder besser jeden dritten Tag posten, punkten bei den Consumern eher als aktive Accounts mit täglichen Posts oder gar mehreren Posts am Tag. Ein Feintuning erlaubt der Zeitpunkt der Veröffentlichung von Posts. Beiträge, die während der Bürozeiten veröffentlicht werden, sind bei vielen Social Media Auftritten bisher gängige Praxis. Der Vormittag ist laut der Studienersteller in diesem Zeitfenster besser als der Nachmittag. Noch mehr Erfolg versprechen abends und am Wochenende veröffentlichte Facebook-Beiträge. In diesen Zeiten zeigten Postings in der Studie eine höhere Chance auf Viralität.
 

Emotionale Interaktionsfläche statt Showroom für neue Produkte

Der Inhalt muss passen. Eine Content Strategie, die mehr auf Interaktion mit den Facebook-Nutzern setzt als auf Produkte und Produktlinien, bietet allgemein hin den besseren Viralitätsfaktor. Das zeigt insbesondere der Erfolg, den die Studienmacher bei Consumer Brands auf Facebook ermittelten. Diese Brands schlagen in Sachen Marketingerfolg die meisten Retail-Händler. Retailer sind beim Posten oft zu eifrig und setzen stark auf das Waren- und Leistungsangebot. Themen des Alltags oder Beiträge über das Unternehmen versprechen mehr Erfolg.
 

Bilder und kurze Texte sind die Gewinner in der Studie aus Österreich. Konkrete und emotionale Texte beziehungsweise Grafiken, bei denen das Leistungsangebot eine untergeordnete Rolle spielt, kommen gut an und wirken viral. Das haben insbesondere einige Consumer Brands im Luxussektor erkannt und nutzen den positiven Effekt des Facebook-Marketing. Bis zu drei Zeilen reichen nach den Auswertungen für erfolgreiche Facebook-Postings. Die Texte sollten dabei einfach und verständlich geschrieben sein. Einfache Inhalte, egal ob als Bild oder als Text, zeigten eine um 92 Prozent höhere Viralität. Umfragen sind ebenfalls potenziell hochgradig viral. Die Viralität stuft die Studie bei 139 Prozent ein.

 
Ebenfalls sehr viral sind Bilder. Die Viralität liegt bei Bildern um 69 Prozent; Foto-Galerien bringen es sogar auf 73 Prozent und werden bisher noch selten genutzt. Bildmaterial in Postings ist kein Nice-to-Have, sondern Must-Have. Die Konkurrenz schläft nicht: Die Studie hat ermittelt, dass 2/3 der Postings mit Bildern erfolgt. Social Media Marketer, die auf Bilder verzichten, reduzieren entsprechend die Viralität des eigenen Auftritts auf Facebook.
 

Best Practice Leitfaden auf Basis der Studienergebnisse:
● leicht verständliche und kurze Inhalte (Texte max. 3 Zeilen lang)
● mit den Fans aktiv kommunizieren (zum Beispiel auch auf Fragen zeitnah antworten)
● mit Videos, Bildern und Text Emotionen erzeugen, Produkte und Angebote im Hintergrund halten
● gute Bilder oder Grafiken rege nutzen, Links nur gezielt einsetzen
● im Schnitt maximal alle zwei Tage ein Facebook Post, besser nur alle drei Tage
● außerhalb der Bürozeiten am Abend und am Wochenende posten („Scheduled Postings“ nutzen)

 
„Facebook Nischen“ mit guten Viralitätschancen
● Fotogalerien
● Umfragen
● Postings mit doppelter Breite
 

Autor: Mark Bohlen

Team GermanPersonnel

Keine Kommentare bisher

Wir freuen uns über Ihren Kommentar