Mobile Recruiting – Neue Mittel im War for Talents

Mobile Recruiting – Neue Mittel im „War for Talents“

Neue Kanäle warten auf ihre Erschließung

Das Spektrum der digitalen und mobilen Medien wächst im Grunde mit jedem Tag. Durch die fortwährenden Veränderungen und Erweiterungen wachsen die Anforderungen an Bewerber und Human Resources Manager gleichermaßen. So rückt beispielsweise das Mobile Recruiting immer stärker in den Fokus der Personalentscheider.

Doch was ist Mobile Recruiting? Wie sehen die notwendigen Maßnahmen aus? Welche Herausforderungen stellt MR für die Human Resources Manager dar und welche Voraussetzungen müssen mitgebracht werden, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden?

Wer den geeigneten Bewerber für eine Vakanz ansprechen möchte, muss in höchstem Maße flexibel sein. Flexibilität ist nicht nur die Grundvoraussetzung für passendes Personal, auch der Personalentscheider und sein Team müssen sich entsprechend positionieren.

Es ist sicherlich bekannt, dass der „War for Talents“ in voller Fahrt ist und dieser „Krieg“ auf allen Kanälen sowie allen Endgeräten geführt wird. Neue Potenzialträger wollen passend angesprochen werden – und das gilt nicht nur für mittelständische Betriebe oder Startups, sondern auch für die großen Konzerne, die Big Player. Die Zeiten sind vorbei, wo sich geeignete Bewerber darum reißen, beim „großen Namen“ unterzukommen, wenn junge, frische und kleinere Unternehmen perfekte Rahmenbedingungen liefern, modern sind und zeitgemäß arbeiten.

Gerade das Internet und die schier unerschöpflichen Möglichkeiten haben dafür gesorgt, dass sich die Wege des Recruiting stark diversifiziert hat – ganz besonders auf die jüngere Zielgruppe an Potenzialträger bezogen, die massiv umworben ist.

Mobile Recruiting – Neue Kanäle warten auf ihre Erschließung

Wo man hinschaut, der Terminus „Mobile“ ist in aller Munde. Gerade mobile Endgeräte – Smartphones, Tablets und Co – erfreuen sich größter Beliebtheit, erhalten zunehmend größere Relevanz in allen Lebensbereichen. Da ist es kein Wunder, dass auch der Bereich der Human Resources diesen Markt für sich entdeckt und bereits entdeckt hat.

Dadurch führt der Weg zum Potenzialträger weg von der gedruckten Stellenausschreibung und geht hin zu den neuen Kanälen im mobilen Zeitalter – die Jobsuche wird mobil gesteuert. Doch wie nutzt man diese Veränderungen im Sinne des eigenen Recruiting? Hinsichtlich der Informationen, wie Unternehmen, Human Resources Manager und Personalentscheider zielgerichtet operieren sollen oder können, fehlen vielfach geeignete Informationen. Dabei ist der Bereich des Mobile Recruiting, wenn auch noch in den Kinderschuhen steckend, kein Hexenwerk.

Wirft man einen Blick auf die Internetpräsenzen der Großunternehmen, so wird man ernüchtert feststellen müssen, rund 90 Prozent der Pages sind rein auf die Internetznutzung ausgerichtet und dadurch nicht für mobile Nutzung optimiert. Wer als Unternehmen oder Personaler aber mit seiner Seite lange Ladezeiten im Mobilbereich durch hohe Datenmengen generiert, hat im „War for Talents“ sehr schnell das Nachsehen. Gerade die digital ausgerichteten Startups haben hier ihren Vorteil, sind doch sie es, die sich an den Bedürfnissen des Bewerbermarktes ausgerichtet haben.

Was ist Mobile Recruiting und wo liegen die Vorteile?

Mobile Recruiting richtet sich, wie der Begriff bereits erahnen lässt, an einer Nutzbarkeit über das mobile Endgerät aus. Apps, Wlan, Bluetooth, GPS und ein mobiler Internetzugang sind die Eckpfeiler dieser Zugangstechnologie. Das Mobile Recruiting ist die logische Fortführung des E-Recruiting, das sich im Grunde in allen Bereichen der Arbeit der Human Resources Manager etabliert hat. Bewerberansprache, Bewerbersuche und alle Aktionen zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter sind so aufgestellt, dass sie problemlos, schnell und mit einem überschaubaren Datentransfer realisierbar sind.

Das MR setzt hierbei voll auf eine Push Strategie beim Bewerbungsmanagement. War es bisher eher so, dass wir in der Branche von einer Pull Strategie sprechen, bei der sich der Potenzialträger eigenständig geeignete Vakanzen sucht, setzt das Pushen darauf, geeignete Bewerber gezielt anzusprechen und sich dabei beispielsweise ortsabhängig zu orientieren. Der Vorteil liegt z. B. darin, dass auch „inaktive Potenzialträger“, die vielleicht gar nicht auf aktiver Jobsuche sind, auf die entsprechende Vakanz aufmerksam gemacht werden.

Über die Push Strategie werden sie animiert, ihre Daten zu hinterlegen, die dann abrufbar sind und mit denen der Human Resources Manager eine Prüfung hinsichtlich der Kongruenz auf eine offene Vakanz vornehmen kann. Es wird nachhaltige Aufmerksamkeit erzeugt, wenn das Bewerberpotenzial lokal spezifiziert angesprochen werden kann. Darüber hinaus findet – wenn die App nutzerfreundlich erscheint – der Branding-Effekt statt.

Recruiting im Wandel

Es reicht im Grunde nicht mehr aus, nur einen Job online zu stellen. Der Human Resources Manager hat die Aufgabe, Vakanzen an den Bewerbermarkt zu bringen, die Vakanz wie ein Produkt X zu vermarkten. Dabei helfen Apps und – sofern sie gut gemacht sind – sie haben darüber hinaus Signalwirkung. Eine gute App steht im neuen Markt des Mobile Recruiting für die digitale Kompetenz des Unternehmens, bei welchem man sich bewerben möchte. Doch wie setzt man als Unternehmen das Mobile Recruiting passend und effizient um?

Der Zugriff muss für den Potenzialträger kompakt und sehr direkt sein. Das gilt ganz besonders für die Karriereseiten der Webpräsenz. Zusätzlich müssen die zentralen Informationen zum Unternehmen zeitnah ohne große Ladezeiten abrufbar sein. Wer mobil rekrutieren will, der muss eine Verbindung zwischen den Online- und Printmedien schaffen. Das gelingt am besten durch gesetzte Tags, wie auch durch eigene Apps.

Wird dann noch dafür gesorgt, dass Xing-Profile oder LinkedIn-Profile verknüpfbar sind, hat sich den mobilen Erstkontakt quasi gesichert. Der mobile Kontakt muss also reibungslos stattfinden, denn jede Unterbrechung der Kette – z. B. durch fehlende Verknüpfungen – unterbricht den Ablauf und sorgt dafür, den Rekrutierungsprozess zu unterbinden. Effektiv und effizient – so muss Mobile Recruiting aufgestellt sein.

  • Komprimieren Sie Ihre Informationen und reduzieren Sie auf das Wesentliche
  • Die Navigation muss mobil-freundlich sein
  • Sorgen Sie für kurze Wege, indem Sie Xing oder Linkedin implementieren
  • Berücksichtigen Sie die unterschiedlichen Betriebssystem der Endgeräte (Android, iOs usw)
  • Gehen Sie die Zielgruppe punktgenau an
  • Sorgen Sie für Erinnerungsfunktionen, die auf SMS- oder Whatsapp-Versand basieren
  • Machen Sie Bewerbungs-Zwischenstände transparent

Berücksichtigt man diese Faktoren, ist man beim Mobile Recruiting angekommen und hat die Nase beim Potenzialträger die Nase vorne.

Mobile Recruitment

Mobile Recruiting ist eine sehr aktuelle Form, geeignete Bewerber zu erreichen. Dabei geht es darum, digitale Recruiting-Strategien inhaltlich und gestalterisch an die Rezeption auf Mobilgeräten anzupassen. Auch die Auswahl der richtigen digitalen Kanäle für die Ansprache von Bewerbern gehört zu diesem Arbeitsfeld.

E-Recruiting

E-Recruiting bezeichnet die Suche nach Arbeitssuchenden und Ausbildungssuchenden über das Internet. Beim E-Recruiting nutzen Unternehmen die Möglichkeiten des Internets, um Bewerber zu erreichen. Hierfür veröffentlichen Unternehmen Stellenanzeigen auf Online Jobbörsen, In Zeitungen, auf sozialen Netzwerken und auf ihrer eigenen Homepage, damit sie von Bewerbern gefunden werden. Sprechen Bewerber auf ein bestimmtes Stellenangebot an, können sie den gesamten Bewerbungsprozess online abwickeln.

Dies spart Unternehmen und Bewerbern Zeit und Geld, denn die Bewerbungen kommen online unverzüglich beim Unternehmen an und es entstehen keine Papier- und Versandkosten. Darüberhinaus können beim Unternehmen eingegangene Onlinebewerbungen schneller angesehen werden und durch Software gefiltert werden. Somit können gute Bewerbungen von schlechten Bewerbungen deutlich schneller getrennt werden als dies bei schriftlichen Bewerbungen der Fall ist.

E-Recruiting bringt demnach einen deutlichen Zeitvorteil für Unternehmen und Bewerber mit sich. Außerdem erreichen Unternehmen mit E-Recuriting viel mehr Arbeitssuchende. Andersherum wiederrum profitieren ebenfalls von E-Recruiting, denn sie finden im das Internet bedeutend mehr Stellenanzeigen als in Printmedien.

Bewerbermanagement

Das Bewerbermanagement ist der gesamte Umgang eines Unternehmens mit den Bewerbern und deren Daten. Es reicht von der Stellenausschreibung bis zur definitiven Auswahl des Personals. Dazu gehören die Erstellung eines Bewerberpools, das Abgleichen von Kompetenzen, die firmeninterne Kommunikation, der Datenschutz und das Entscheiden über Zu- oder Absage. Ein effizientes, systematisches Bewerbermanagement spart Kosten und Zeit und trägt zu einem guten Ruf des Arbeitgebers bei.

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