Mobile Jobsuche – voll im Trend

Mobile Jobsuche – voll im Trend

Studie zum Thema Mobile Recruiting

Das Internet ist heute für die Stellensuche unverzichtbar. Seit der zunehmenden Verbreitung von Online-Stellenbörsen (Jobbörsen) ab den 1990er Jahren hat die klassische Zeitungsanzeige de facto ausgedient.

Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Bewerbungsprozesse lösen sich immer mehr von der stationären Aktion am heimischen PC. Das Mobile Web könnte einen erneuten grundlegenden Medienwechsel bei Stellensuche und -angeboten mit sich bringen.

Interesse hat deutlich zugenommen

Indeed – ein bekanntes Online-Jobportal, das weltweiten Zugang zu stellenbezogenen Unternehmensseiten und Jobbörsen bietet – hat sich in einer aktuellen Untersuchung näher mit diesem Aspekt befasst. Im Rahmen einer Online-Befragung wurden in Deutschland 1000 Jobinteressenten um Auskunft zu ihrem Vorgehen bei der Stellensuche gebeten. Dabei lag ein besonderes Schwergewicht auf der Nutzung von mobilen Endgeräten.

Die Ergebnisse sind in der ‚Indeed Studie zur mobilen Jobsuche in Deutschland 2014‘ veröffentlicht. Sie zeigen ein deutlich gewachsenes Interesse an mobilen Lösungen für die Stellensuche. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, bereits ihr Smartphone oder den Tablet-PC für die Recherche einzusetzen. 38 Prozent hatten dafür spezielle Apps installiert. 21 Prozent der Teilnehmer erklärten, Bewerbungen schon einmal mobil verschickt zu haben, noch viel mehr – nämlich 76 Prozent – würden es gerne tun, wenn dies bei den Unternehmen entsprechend unterstützt und auch akzeptiert würde.

Es ist also durchaus starkes Interesse an mobilen Bewerbungsprozessen vorhanden.

Unternehmen verzichten auf Chancen

Die Unternehmen selbst zeigen sich allerdings bislang eher zurückhaltend. Nur eine Minderheit bietet heute mobil optimierte Webauftritte an, eine nutzerfreundliche mobile Bewerbung ist praktisch kaum möglich. Viele Personalverantwortliche fürchten offenbar bei einer stärkeren Öffnung eine stark zunehmende Bewerbungsflut und gleichzeitig abnehmende Qualität.

Das würde letztlich die Bewerberauswahl aufwändiger und schwieriger machen. Die Befragung macht allerdings deutlich, dass sich die Unternehmen damit auch Chancen vergeben. Denn viele interessante Kandidaten suchen nicht systematisch nach einer neuen Stelle. Sie befinden sich häufig in gesicherten Arbeitsverhältnissen und halten nur sporadisch nach Karrierechancen Ausschau. Dies geschieht bevorzugt mit mobilen Endgeräten, die quasi nebenher oder zwischendurch zur Stellensuche genutzt werden. Über die herkömmlichen Wege für Jobangebote werden diese Interessenten oft gar nicht erreicht. Smartphone und Tablet-PC können daher geeignete Instrumente sein, um sich diese Zielgruppe zu erschließen.

Und noch ein Vorurteil entkräftet die Studie: dass mobile Medien vor allem etwas für jüngere Kandidaten sind. Zwar sinkt die Nutzung für Bewerbungszwecke mit zunehmendem Alter. Aber auch in der Altersklasse über 45 setzt immerhin fast ein Drittel der Bewerber inzwischen mobile Endgeräte ein. In allen jüngeren Altersgruppen liegt die Nutzung bei über 50 Prozent. Am höchsten ist sie naturgemäß bei den 18- bis 24jährigen mit 80 Prozent.

Entscheidender Vorsprung im Wettbewerb

Die Studie weist auf ein spürbar gewachsenes Interesse an mobilen Lösungen zur Stellensuche und für Bewerbungen hin – ein Trend, der auch in Zukunft anhalten dürfte. Der zunehmenden Nachfrage steht bislang nur ein beschränktes Angebot gegenüber. Unternehmen werden sich allerdings auf Dauer dem Trend kaum entziehen können. Denn angesichts des häufig festzustellenden Mangels an qualifizierten Bewerbern werden künftig diejenigen bei der Kandidatensuche am erfolgreichsten sein, die die mobile Bewerberansprache für sich optimal ausschöpfen.

 

Zum download der Studie Mobile Jobsuche

 

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