Stellenanzeigen und Bewerber, Zeitarbeit, Job Multiposting, Mobile Recruiting, der HR Blog | Change Zeitarbeit – einmal Liberalisierung und zurück!
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Zukunft-Zeitarbeit

Change Zeitarbeit – einmal Liberalisierung und zurück!

Die Zeiten, in denen in der Zeitarbeitsbranche zweistellige Zuwachsraten erwartet wurden, sind vorbei. Auch die Einschätzung, dass sich die Zeitarbeit auf einem Niveau von deutlich über fünf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland einfinden wird, ist lange überholt. Im Gegenteil, nach kontinuierlichen Zuwachsraten bis zum Jahr 2008 erreichte die Anzahl von Beschäftigten in Zeitarbeit 2011 ihren vorläufigen Höhepunkt und entwickelt sich seitdem jedes Jahr leicht rückläufig. Aktuell sind weniger als zwei Prozent aller Erwerbstätigen bei einem Zeitarbeitsunternehmen unter Vertrag.
 

Regulierung statt Liberalisierung

Unter der Regierung von Gerhard Schröder wurden mit den Hartz-Gesetzen und der Agenda 2010 die Weichen für eine Liberalisierung des Arbeitsmarktes und eine Deregulierung gestellt. Diese Weichenstellung wurde jedoch leider von Schröders Nachfolgerin Merkel nach und nach korrigiert und von der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD endgültig verworfen. Die Zeitarbeitsbranche ist damit zu einem Spielball der Politik geworden, die nach aktueller Lesart der politischen Programme aller Regierungsparteien vor allem die Absicht zu verfolgen scheint, den Faktor Arbeit in Deutschland zu verteuern.
 

Die Politik schafft damit für die Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland unangenehme Fakten: Der gesetzliche Mindestlohn erhöht die Personalkosten für Arbeitgeber und erhöht gleichzeitig die Attraktivität von anderen Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitskräften. So setzen Unternehmen verstärkt wieder auf befristete Anstellungsverträge und schaffen so die notwendigen Spielräume, um etwa Auftragsspitzen abzudecken, ohne ihre Personalkosten dauerhaft zu erhöhen.
 

Auch der zunehmende Fachkräftemangel sorgt für einen zusätzlichen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, denn viele qualifizierte Arbeitnehmer ziehen es vor, lieber direkt bei einem Arbeitgeber zu unterschreiben als vermeintlichen Umweg über die Zeitarbeit zu nehmen. Und das, obwohl eine aktuelle Studie belegt, dass Zeitarbeitnehmer oft sehr zufrieden mit der Betreuung, der Integration und dem Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten sind, ganz entgegen der oft einseitig geführten politischen Debatten rund um das Thema Zeitarbeit.
 

Konsequenzen für Zeitarbeitsunternehmen

Für Vermittler von Zeitarbeitskräften bedeuten diese politischen Schwenks vor allem, dass sie sich flexibel aufstellen müssen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Und das wiederum heißt konkret, die eigenen Prozesse immer weiter zu optimieren, um Potentiale zur Kostensenkung zu nutzen. Nicht nur Anbieter mit mehreren Standorten müssen dauerhaft versuchen, ihre Strukturkosten zu minimieren, auch lokale Anbieter müssen ihre Overhead- und Transaktionskosten kritisch hinterfragen und Lösungen entwickeln, wie sie kosteneffizienter und wirtschaftlicher agieren können, um im sich verschärfenden Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.
 

Gerade im Bereich Recruiting sind oftmals große Potentiale für Verbesserungen und Kostensenkungen nutzbar, etwa durch den Einsatz des Internets für die Personalakquise. Stellenanzeigen im Web erreichen viele Interessenten und sind vergleichsweise kostengünstig. Die Voraussetzungen für erfolgreiches E-Recruiting sind jedoch, dass Inhalt und Form den Leser neugierig machen und glaubwürdig wirken. Die Gestaltung muss zielgruppengerecht sein, schließlich will ein kaufmännischer Angestellter anders angesprochen werden als ein Handwerker und ein Ingenieur anders als ein Lagerhelfer. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Stellenanzeige nicht nur auf einem großen Monitor, sondern auf ihrem Smartphone lesen wollen – und da sollte sie ebenso beeindruckend und überzeugend wirken.
 

Alle relevanten Prozesse in einem Portal

Bei mehr als 2.000 Jobportalen alleine im deutschsprachigen Raum ist es für Zeitarbeitsunternehmen eine Herausforderung, die richtigen Portale auszuwählen und die Anzeige dort zu schalten. Dabei lässt sich diese Aufgabe ganz einfach lösen: Mit persy®, einer der führenden Softwarelösungen für schnelle Recruiting- und Besetzungsprozesse. Die einfach aufgebaute und intuitiv zu bedienende Lösung der GermanPersonel e-search GmbH bildet alle Prozesse – von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung – online ab. Mit nur einem Klick kann mit persy® eine Stellenausschreibung bei mehr als 250 Jobbörsen, allen relevanten Suchmaschinen, der Bundesagentur für Arbeit, in sozialen Netzwerken, der eigenen Unternehmenshomepage und diversen Premium-Jobbörsen veröffentlicht werden. Damit erreicht die Anzeige eine höhere organische Reichweite im Web als jeder andere Multiposting-Anbieter. Und das zu kalkulierbaren, minimalen Kosten.
 

Die Anzeige wird nicht einfach nur zur Veröffentlichung versendet, dank der intelligenten persy®-Technologie ist sie auf jedem einzelnen Kanal, ob Jobbörse, Portalen oder Suchmaschinen, optimal sichtbar und zu finden. So erreicht sie mehr potentielle Interessenten und damit mehr Bewerber. Dazu ist die Multiposting-Technologie nicht auf Deutschland beschränkt – persy® lässt sich auch für viele europäische Länder nutzen, und das einfach per Mausklick.
 

E-Recruiting mit messbarem Erfolg

Theoretische Reichweiten bringen keine Bewerber, soviel ist sicher. Daher lässt sich die tatsächliche Reichweite einer Stellenanzeige mit persy® Multiposting exakt und einfach messen: Wie viele Bewerber haben die Anzeige gesehen und wie viele haben sie angeklickt? Auf welchem Kanal wurden die meisten Bewerber erreicht? Diese Daten lassen sich nicht nur im Nachhinein ermitteln, sondern können in Echtzeit abgefragt und ausgewertet werden. Diese Transparenz sorgt dafür, dass Zeitarbeitsunternehmen den Erfolg von einzelnen Anzeigen oder kompletten Kampagnen einfach messen und beurteilen können. Um nötigenfalls schnell zu reagieren.
 

Mehr als eine halbe Millionen Stellenanzeigen werden jedes Jahr mit der Unterstützung von persy® erstellt und deutlich mehr als eine Millionen Bewerbungsprozesse werden betreut. Ob von einem einzelnen Mitarbeiter im Recruiting oder einem ganzen Team, ob zentral oder dezentral organisiert. Zu den zufriedenen Kunden zählen neben Zeitarbeitsunternehmen und spezialisierten Personaldienstleistern auch kleine und mittelständische Unternehmen.
 

Christian Praetorius war nach seiner Ausbildung zum Controller (IHK) lange Jahre im Controlling verschiedener Unternehmen tätig.
Studium an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Logistik und seit 2012 als freiberuflicher Autor, unter anderem zu HR- und BWL-Themen.

1 Kommentar

  • Marco Kainhuber

    05.05.2015 at 21:18 Antworten

    WAHRE WORTE!
    Agenda 2010, Hartz IV, liberalisierter Zeitarbeitsmarkt gehören langsam der Vergangenheit an! Wir fahren mit Volldampf auf eine faktische Vollbeschäftigung zu, Agenda 2020 sieht andere Inhalte vor, der Fachkräftemangel bestimmt die neuen Rahmenbedingungen im Recruiting…insbesondere für Personaldienstleister!!
    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Kainhuber

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