Back to the roots – wie Recruiting Outsourcing 2.0 die Personalsuche verändert

„Back to the roots“ – wie Recruiting Outsourcing 2.0 die Personalsuche verändert

Stellenanzeigen, Headhunter oder Zeitarbeit – über dieses Instrumentarium hinaus hatte das klassische Recruiting lange Zeit nicht viel mehr zu bieten. Intercessio-Expertin Barbara Braehmer stellt eine Gegenthese auf: Recruiting Outsourcing 2.0 bringt die Personalsuche „back tot he roots“ – es ermöglicht eine gezielte Kandidatensuche, in der persönliche Kommunikation und Wertschätzung die wesentliche Rolle spielen.

Recruiting Outsourcing 2.0 – Schnittstelle zwischen sozialem Internet und Arbeitsmarkt

Recruiting Outsourcing 2.0 kommt wie viele andere Management-Innovationen aus den USA und gehört dort längst zum Mainstream. Dabei geht es um mehrere Punkte: Um die wirklich passenden Bewerber auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden, haben Unternehmen nur drei Möglichkeiten. Entweder vereinfachen sie eigene Prozesse und passen ihre Suchroutinen dem „Markt der guten Kandidaten“ an, finden einen Dienstleister, der ihre Anforderungen passgenau erfüllt oder begeben sich zusammen mit dem Dienstleister ihrer Wahl in einen Lernprozess.

Digitales Wissen ist in allen drei Varianten unverzichtbar. Durch ihre Spezialisierung und Kernkompetenz werden externe Dienstleister hier oft besser sein als die Personaler selbst – die Stellen- und Kandidatensuche hat sich inzwischen weitgehend ins Internet und hier vor allem in den Social-Media-Bereich verlagert. Ein „sozialer“ Ansatz – im Sinne von positiver, wertschätzender Kommunikation mit potentiellen Bewerbern UND den externen Recruitern schafft die Grundlage dafür, dass tatsächlich „A-Kandidaten“ in die Unternehmen kommen. Recruiting Outsourcing 2.0 besetzt eine Schnittstelle zwischen sozialem Internet und Arbeitsmarkt.

„Active Sourcing“ – Kommunikation statt Selektion

Unternehmen und Dienstleister agieren schon längst nicht mehr in einem Arbeitgebermarkt – die Crux dabei: Die Auswahlprozesse, Methoden und Verfahren in den Firmen und bei vielen Personalberatern sind auch heute „selektionsgetrieben“. Braehmer beschreibt die Mystifizierung ihrer Auswahlkompetenz als die Lebensgrundlage der gesamten Personalberatungsbranche. Dass zumindest die A-Kandidaten in sehr vielen Branchen de facto in einem Bewerbermarkt agieren, hat sich in den Personalabteilungen und bei den Beratern noch nicht endgültig herumgesprochen. Aus dem veralteten Prinzip der Suche – statt des Findens – kann schnell eine Abwärtsspirale resultieren. Die Personaler oder ihre Dienstleister orientieren sich an einem Massenmarkt, einigermaßen passende Kandidaten werden einfach durchgereicht.

Eine optimale Besetzung ist mit solchen Verfahren nicht erreichbar – die Alternative besteht in „Active Sourcing“. Ein solches „Active Sourcing“ lässt sich stark vereinfacht als eine Kombination aus Suchmaschinenoptimierung und digitalem Networking beschreiben. In jedem Fall geht es dabei um 360°-Beziehungsmanagement: Kandidaten sind keine austauschbaren menschlichen Ressourcen, externe Dienstleister erbringen mit ihrer digitalen Expertise eine Leistung, die die Recruiting-Möglichkeiten der Personalabteilungen oft immens erweitert. Ohne positive Kommunikation ist beides nicht zu haben.

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Zehn Thesen, wie Partnerschaft im Recruiting-Markt gelingt

„Back to the Roots“ ist in diesem Zusammenhang keine bloße Floskel. Traditionelle Unternehmen kannten den Wert von guten Mitarbeitern und ebenso guten externen Partnern. Um Partnerschaft geht es in beiden Dimensionen: Im Business-Alltag ist ein Unternehmen nur so viel wert wie seine Mitarbeiter. Ebenso ist ein guter (Recruiting-) Dienstleister kein „Subordinierter“, sondern ein Partner, der seine Kunden in professioneller Form im Markt vertritt und hierfür neben Zeit, Kraft und Kompetenz auch ein gut gepflegtes Netzwerk einbringt. Barbara Braehmer formuliert im folgenden Artikel zehn Thesen, wie eine solche Partnerschaft im Recruiting-Markt gelingt.

Dr. Janine El-Saghir studierte Kultur- und Literaturwissenschaft. Nach ihrer anschließenden Dissertation, vielen Auslandsaufenthalten und der Rückkehr nach Deutschland arbeitete Frau El-Saghir als Marktforscherin. Bald auf einer Management-Position in internationalen Teams. Seit 2011 arbeitet sie als freiberufliche Texterin und Autorin.

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