Die verführerischsten Männerberufe der Welt

Die verführerischsten Männerberufe der Welt

Ins Studio gehen. An der Hantelbank sein Letztes geben. Im Denim-Stil rumlaufen. Offenes Auto fahren. Diese Verhaltensweisen entspringen der fehlgeleiteten Denkweise eines nicht unerheblichen Teils der männlichen Bevölkerung. Wir sprechen von Männern, die zu viele Filme mit Helden gesehen haben, die eine Bar betreten, sich einen Drink bestellen, den Bizeps spannen, den Undercut schütteln und mindestens fünf Frauen umwerfen.

Ist schon klar: Große Jungs wünschen sich, dass die Welt einfach wäre. Ist sie aber nicht! Die Welt oder besser gesagt die Frauen, die sie bewohnen, werden nicht durch Fitness und Designerjeans erobert. Jedenfalls nicht dauerhaft. Mag sein, dass der gedachte Sunnyboy das erotische Feld in einem Handstreich erobert – nur halten wird er die Stellung nicht. Irgendwann wird die Belle de Jour ihren Helden fragen: „Und was machst du sonst so?“ Wenn dann herauskommt, dass er in einem Drogeriemarkt Regale einräumt, wird die Leidenschaft nachlassen.

Frauen denken anders, als große Jungs es sich wünschen. Starke Muskeln und tolle Klamotten gefallen ihnen – aber noch mehr gefällt es ihnen, wenn das Designer-Jackett die Schultern eines Akademikers bedeckt. Held ist gut, gut ausgebildeter Held ist besser. Es ist eine gemeine Wahrheit, ein Vernichtungsschlag gegen Romantiker: Auch im Krieg der Liebe setzen sich nicht die Schönen, sondern die Erfolgreichen durch.

Was finden Frauen sexy? Untersuchungen zu diesem Thema werden üblicherweise in Boulevardblättern und Teenagerzeitschriften publiziert. Und in der Wirtschaftswoche! Deutschlands renommierteste Wirtschaftszeitung, Pflichtblatt an der Frankfurter Börse, hat keine Zeit und Mühe gescheut und die zehn sexiest Männerberufe ausgemacht. Wenn Sie einen davon haben, freuen Sie sich. Wenn nicht, gehen Sie weiter ins Studio.

Dem Ingenieur ist bekanntlich nichts zu schwer: darum ist er auf Platz 10 des Wirtschaftswoche-Rankings gelandet. Wer schon als Junge Omas altes Röhrenradio auseinander genommen hat, steht heute mit Sicherheitshelm vor einem Gewirr unverständlicher Gerätschaften und lässt die Frauen auf sich fliegen. In der Liste der 100 begehrtesten Zukunftsberufe schraubt sich der Ingenieur auf Platz 3.

Platz 9 gebührt den Betriebswirten, den Grauen Eminenzen solider Wirtschaftsführung und solventer Kontostände. Geld macht sexy: diese traurige Erkenntnis gilt seit Jahrtausenden.
Mit Platz 8 steuern wir ins Fahrwasser des Idealismus zurück. Wir sehen Robert Redford unter Lebensgefahr Politikskandale aufdecken. Vorhang auf für den Journalisten! Sollte sich Ihr Enthüllungsjournalismus zur Zeit auf den Gemeinderat von Amelgatzen beschränken, bleibt immer noch der Berufstitel. Nur Mut! Die Laufbahn ist lang und verschlungen. Und von bewundernden Frauen begleitet.

Auf Platz 7 der sexiest Männer-Jobs rangieren die Juristen. Jawohl! Amtsgewalt, spitzfindiges Fachwissen und imposante Berufskleidung machen die Jünger der Jurisprudenz zu einem Attraktivitätsfaktor, gegen den keine Rechtsmittel einzulegen sind. Im Zukunftsberufe-Ranking belegen die Juristen, aufgespalten in Staatsbedienstete und Privatiers, Platz 4 und 5: die staubtrockenen Wüsten der Gesetzesbücher scheinen die Jugend nicht in Scharen anzulocken.

Weibliche Schulerinnerungen unterscheiden sich von männlichen. Der gütige, väterliche, kenntnisreiche Lehrer belegt Platz 6 jener Berufe, auf die Frauen fliegen. Und im Zukunftsranking steht er unangefochten auf Platz 1. Liebe Studienanfänger, überwindet eure Angst vor der aufsässigen Jugend und werdet Lehrer! Der Trost der Frauen ist euch gewiss.

Charismatische TV-Fahnder wie der Kriminalist scheinen ihre Strahlkraft auf den Berufsstand zu übertragen. Frauen begeben sich gern in Polizeigewahrsam: Platz 5 für den Polizisten im Sex-Appeal-Ranking der Männerberufe.

Platz 4, der wissenschaftliche Mitarbeiter, verdankt seine Popularität bei Frauen vielleicht der schwammigen Nomenklatur. Mag sein, das Beiwort wissenschaftlich verleiht dem akademischen Fußvolk der Universitäten seinen eigenen Glanz.

Wir erreichen die Medaillenplätze. Bronze geht an den Therapeuten. Schon Sigmund Freud konnte ein Lied von den vielen Gefühlsübertragungen während seiner Sitzungen singen. Außerdem haben die modernen Seelenpfleger ihren kirchlichen Vorgängern, den katholischen Beichtvätern, einen Sprung voraus: sie dürfen heiraten.

Platz Nr. 2, der Architekt, mag seinen Nimbus bei Frauen den Selbstinszenierungen von Baumeistern wie Le Corbusier und Oscar Niemeyer verdanken. Nebenbei bemerkt macht es immer Eindruck, wenn etwas steht und nicht gleich wieder umfällt.

Wir kommen zur Goldmedaille, jenem Beruf aller Berufe, der uns auf weißen Schwingen in das Herz aller Frauen fliegen lässt. Dieses Voting wundert uns nicht, denn wir wissen, wie viele Arztromane und Krankenhaus-Soaps im Umlauf sind. Haben Sie schon mal einen Juristenroman gelesen? Oder eine Vorabend-Serie über Betriebswirte gesehen? Ja, der Onkel Doktor …

Wenn Sie schon einer sind, können Sie jede sportliche Bemühung fahren lassen. Nennen Sie einfach Ihren Beruf. Das Ranking der 100 begehrtesten Zukunftsberufe sieht den Arzt übrigens auf Platz 2. Schon jetzt ist er Mangelware an deutschen Kliniken.

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Ein Kommentar

  1. Luisa

    Wenn wundert das? Der Arzt muss ja aber auch ein Jahrzehnt erst einmal studieren, bis er fertig ist. Das zeigt Ausdauer und Willensstärke…Ich denke diese Eigenschaften machen grundsätzlich sexy.

    Gruß
    Personaldienstleister

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