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Digital Natives – was muss man über sie wissen und werden sie die Welt verändern?

Jede Generation, die den Arbeitsmarkt bevölkert hat, verfügte und verfügt über Stärken wie auch Schwächen. Die aktuellen Schulabgänger sind sehr gefragt, denn sie sind die sogenannten „Digital Natives“ – auch Generation Y genannt – und damit die Generation, die eine Welt ohne vollständige Digitalisierung gar nicht mehr kennt. Smartphone, Notebook, Social Media, Blogs und Tablets gehörten von Kindesbeinen an zu ihrem Lebensumfeld. Und sie erleben, dass sie sich eben bei entsprechender Ausbildung nicht endlos bewerben müssen, bevor sie einen Job bekommen. Doch wer sind sie, die Digital Natives und haben sie das Rüstzeug, die Welt zu verändern?
 

Generation Y – die Revolution in der Berufswelt

Die Unternehmen stellen fest, es macht sich eine revolutionäre Stimmung breit. Im Jahr 2013 blieben fast 50 Prozent der offerierten Ausbildungsplätze unbesetzt oder mussten mit Personal aufgefüllt werden, welches nicht adäquat für die Stellenausschreibung aufgestellt war. Doch selbst dann, wenn die Vakanzen besetzt werden, stellen die Unternehmen fest, dass die Digital Natives schneller bereit sind, das Handtuch zu werfen, als noch die Generationen vor ihnen. Passt die Work-Life-Balance nicht, dann geht sie, die Generation Y.
 

Doch damit nicht genug. Auch die alten und unsichtbar festgeschriebenen Gesetze in den Unternehmen werden von den Digital Natives massiv hinterfragt. Ja, die Generation Y steckt voller Tatendrang und prallt dann auf Mitarbeiter im Unternehmen, die sich selbst schon aufgegeben haben. Sich in die Strukturen integrierten, dabei aber den Drive verloren haben. Das greift nicht für die Digital Natives. Probleme gibt es nicht, denn die Lösungen dafür sind bei den (Be)Herrschern der Virtualität nur Mausklicks entfernt. „Darauf gibt es keine Antwort“ ist für sie nicht akzeptabel. Omnipräsenz und der fehlerfreie Umgang mit dem allwissend Internet prägen. Aussagen, die einst nicht infrage gestellt wurden, lassen sich von der Generation Y schnell auf Sinn oder Unsinn durchleuchten. Darum muss die Führungsperson, welche den Digital Natives die Vorgaben macht oder machen soll, wasserdicht argumentieren.
 

Generation Y – sie will mitentscheiden

Ja, auch die Eltern – ob als Paar oder alleinerziehend – haben die Digital Natives entscheidend geprägt. Die Natives standen im Zentrum, erfuhren Lob, wurden bei Entscheidungen gefragt, waren stimmberechtigt. Die Devise „Der Druck kommt von oben nach unten“ wurde ad acta gelegt. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern ist die Generation Y sehr erwachsen, sehr selbstständig. Und man kann sie nicht mehr mit vermeintlichen Wohlstand ködern, denn verglichen mit den Generationen vor ihnen sind sie im Wohlstand und Überfluss aufgewachsen – ganz anders, als die beiden Nachkriegsgenerationen vor ihnen. Digital Natives lassen sich keinen Job „aufschwatzen“, nur um des schnöden Mammons Willen. Geld und Status sind zweitrangig. Es regiert der Sinn der eigenen Tätigkeit, der Spaß an der Arbeit, die Chance, sich selbst einzubringen und das in ein passendes Unternehmensklima. Wer die Digital Natives haben will, der muss weit mehr bieten, als nur ein hoch fünfstelliges oder sechsstelliges Jahresgehalt mit tollen Firmenwagen. Ohne die passenden Rahmenbedingungen wird die Generation Y nicht anbeißen!
 

Mit den Digital Natives, der Generation Y, gegen die Null-Bock-Generation

Ja, die Digital Natives haben Bock – Bock auf Leistung. Vorbei ist die Zeit der Null-Bock-Generation. Spürt die Generation Y, ihr Job macht Sinn, ihre Tätigkeit wird anerkannt, sie sind in Entscheidungsprozesse integriert, ihr Wort findet Gehör und lässt man ihnen die langen Zügel, sind die Rahmenbedingungen für sie schlüssig und sie rufen Maximalleistungen ab. Die aktuelle Kunst – und auch Herausforderung – der Unternehmen liegt darin, vier grundsätzlich verschiedene Generationen unter einen Hut zu bekommen. Vier Generationen, die den Unternehmenserfolg gestalten sollen und müssen. Größte Verantwortung liegt hier bei den „alten Eminenzen“ der Unternehmen. Schaffen sie es, die Digital Natives zu integrieren, Erfahrungen in der richtigen Tonlage weiterzugeben, den „jungen Wilden“ Verantwortung zu geben, was mit dem eigenen Zurücknehmen einhergeht und durch ihre Handlungen Kompetenz auszustrahlen, sind sie in der Lage, die Digital Natives, die Generation Y zu lenken. Zum Besten der Unternehmen.
 

Quelle: Meine eigene Recherche/Interviews für diesen Artikel, den ich verfasst habe http://xn--jrgenbock-q9a.de/generation-y-die-revolution-der-unternehmenskultur-ist-auf-dem-vormarsch/
 

Autor: Christian Ehrhardt
 

Team GermanPersonnel

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1 Kommentar

  • Stefan Nette

    28.06.2015 at 14:11 Antworten

    Vielen Dank Herr Beck dass sie endlich mal das Mantra des „faulen“ Yer bekämpfen, ich bin mit ihrem Artikel nicht zu 100% daccord, weil meine eigenen Erfahrungen als Yer und als Blogger mir teils etwas anderes nahe legen, aber im Großen und Ganzen sind wir uns doch einig. Den Status Quo zu akzeptieren hat den Baby Boomern auch nicht gelegen, die haben nur an anderer Stelle und mit anderen Mitteln gegen bestehende Strukturen aufbegehrt. Nur weil wir in der Arbeitswelt hinterfragen stempelt man uns zu gerne als Faul, Leistungsscheu oder uninteressiert ab. Aber fakt ist wir sind ein bisschen frecher, ein bisschen selbstbewusster als es die Vorgängergenerationen waren. Status, Position.. Sorry, das ringt mir keinen Kadavergehorsam ab. Respekt kriegt jeder, als Vorschuss, er behält ihn wenn er mir ebenso begnet und ich merke, dass die Person Dinge mit Hand und Fuß von sich gibt und Menschen (egal wen) anständig behandelt. Schön in diesem Zusammenhang ist eine Begebenheit von der ich auf Spiegel online gelesen habe. Beim diesjährigen Wettbewerb „CEO of the future“ (von dem ich eigentllich garnichts halte, aber gut) hat ein Teilnehmer von einem Juror (Irgendein namenhafter CEO, dessen Name mir aber nicht mehr einfällt) gesagt bekommen(übertragen): „Nehmen Sie das nächste mal die Hände aus der Tasche wenn Sie präsentieren“ daraufhin erwiederte der Teilnehmer „Sie tragen keine Kravatte, darauf weise ich Sie ja auch nicht hin“…. Genau so ist es, wer im Glashaus sitzt. Effektiv sind die Zeiten wohl vorbei in denen man allein wegen seines Ranges niederwürfigsten Respekt und duckmäuserische Gefolgsamkeit erhält und das ist auch gut so. Es gab genug schlimme Menschen in der Geschichte die genau so ihre furchtbaren Taten durchsetzen konnten.

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