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Sieht so die Zukunft beim Mobile Recruiting aus – Rekrutieren per Whatsapp

Das Personalmarketing der Diakonie Deutschland tut es, Daimler will es umsetzen und viele, viele Unternehmen – nicht zuletzt auch der Personaldienstleistungsbranche – stehen in den Startlöchern, es den „Vorreitern“ gleich zu tun: Rekrutierungen per Whatsapp. Doch was hat es damit auf sich, was kann man als Unternehmen und als Bewerber davon erwarten?
 

Diakonie Deutschland und Daimler im Echtzeitdialog mit Bewerbern

Bei der Diakonie Deutschland wird es schon länger praktiziert und zu Beginn des Jahres hat auch Daimler Whatsapp für sich entdeckt, wenn es um die Bewerberpflege geht. Ziel dabei ist es unter anderem, dass die Bewerber im Dialog mit dem Unternehmen Einblicke in den Berufsalltag gewinnen können und der Echtzeitdialog dabei hilft, Top Talente früh an sich zu binden. Daimler hat es so gehandhabt, dass probeweise 100 Bewerber, die sich für eine der begehrten Positionen im Trainee Sektor des Konzerns interessieren, via Whatsapp einen hautnahen Einblick in den Alltag nehmen konnten. Es wurden Aufgaben besprochen, Karrierepläne angerissen und Wege für den Jobeinstieg offeriert. Daimler selbst wertete das Pilotprojekt euphorisch als „vollen Erfolg auf ganzer Linie“ – zumal sich weit mehr als die wegen der technische Voraussetzung auf 100 Personen limitierte Gruppe für das Projekt interessiert hatte. Das hat bei Daimler dafür gesorgt, dass man dieses „Forum“ einmal monatlich anbieten und zur festen Einrichtung machen wird.
 

Und auch die Diakonie Deutschland weiß nur Positives zu berichten. So schlug auch dort die moderne Variante des Recruiting ein und mittlerweile weiß man bei der Diakonie, dass monatlich rund 150 Bewerbungen das Unternehmen erreichen. Zu verdanken hat man das einer breiten Streuung der Kommunikationsmöglichkeiten, bei denen Interessierte neben Whatsapp auch Facebook und die Soundcloud finden.
 

Doch wie gut ist beispielsweise Whatsapp in Bewerbungs-Portfolio zu übernehmen?

Whatsapp steht für eine sehr persönliche Art der Kommunikation. Hier überwiegt (noch) die Kommunikation „one on one“, auch wenn man kinderleicht Gruppen-Chats „anstoßen“ kann. Ja, im Zeitalter der Big Data sorgen natürlich Plattformen wie Whatsapp und auch Facebook dafür, dass Unternehmen wichtige Datensammlungen erhalten. Den Rest tun die genial intelligenten Algorithmen hinzu, über die sich Daten problemlos mit großer Systematik analysieren lassen. GPS-Ortung, Ortsangaben der User und so weiter lassen bereits bei Facebook Rückschlüsse darauf zu, wie mobil ist der potenzielle Bewerber. Hier sind beste möglichen bei Whatsapp und Facebook gegeben, ein sehr fein getuntes Targeting vorzunehmen. Dafür sorgt die dichte Datenbasis, die über diese Dienste erzeugt und hinterlegt wird.
 

Der frühe Vogel fängt beim Mobile Recruiting den Wurm

Ja, die Vorreiterrolle zu übernehmen, ist nicht immer ein leichtes Unterfangen und bietet dem Wettbewerb die Möglichkeiten, aus gemachten Fehlern zu lernen. Und doch lohnt es sich, wenn man die Schrittlänge vorgibt, weil beim War of Talents zählt es nun einmal, dass man auf vielen Positionen Vorreiter ist. Darum muss man sich schon jetzt vor Augen halten, dass es sehr wahrscheinlich ist, mit dem Recruiting via Whatsapp den „Stein der Weisen“ gefunden zu haben, welches dem Mobile Recruiting den finalen Durchbruch verschaffen wird. Mit einem aufgefeilten Business Profil, welches bei Whatsapp hinterlegt wird, lassen sich geeignete Bewerber – auch wenn sie noch in Lohn und Brot stehen – auf Knopfdruck finden und sofort kontakten. Ja, Whatsapp wird dem Mobile Recruiting die sprichwörtlichen Flügel verleihen und Dinge möglich machen, von denen man vor zwei Jahren nicht einmal zu träumen wagte.
 

Team GermanPersonnel

1 Kommentar

  • Eleftherios Hatziioannou

    29.07.2015 at 17:45 Antworten

    Der Einsatz von neuen Kommunikationsmedien macht sehr viel Sinn. Insbesondere im Kontext des mobilen Users, der sich beispielsweise über offene Stellen informiert. Messenger ersetzen Anrufe und E-Mails und machen auch im Recruiting-Bereich sehr viel Sinn. Nur WhatsApp scheint nicht das richtige Tool dafür zu sein, wenn es um eine nachhaltige Lösung geht. Es ist mit geltendem Datenschutz nicht vereinbar, was erst wieder durch das kürzlich getroffene Urteil des EuGH verdeutlicht wurde als das Safe Harbor Abkommen für nichtig erklärt worden ist. Es gibt demnach keine rechtliche Grundlage dafür, Daten von Nutzern ins Ausland zu übertragen, was beim Einsatz von WhatsApp der Fall ist. Es gibt allerdings bereits Alternativen, die erfolgreich eingesetzt werden. Sky Deutschland und auch die hier genannte Diakonie setzen, wenn es um sicheres und Datenschutz-konformes Messaging geht auf www.smoope.com. Hierzu wurde heute ein kurzes Interview mit Erfahrungsbericht veröffentlicht, das den einen oder anderen Leser interessieren könnte: https://smoope.com/de/smoope-im-gespraech-mit-daria-gierdosch-sky-deutschland/

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