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Darum sind Recruiter die besseren Sales Mitarbeiter (Zusammenhang Candidate Experience und Marke)

Schützen Sie Ihre Unternehmensmarke – vor unzufriedenen Bewerbern

Die Marke und das damit verbundene Image zählen zu den wichtigsten und wertvollsten nicht-materiellen Assets eines jeden Unternehmens. Eine positive Markenwahrnehmung bei Kunden und Interessenten wirkt sich positiv auf Umsatz und Gewinn aus, zudem verringert eine starke Marke oft die Preissensivität der Kunden – für eine verlässlich hohe Qualität zahlt man eben gerne etwas mehr.
 

Eine Marke zu etablieren und in den Köpfen zu verankern, ist eine langfristig angelegte Aufgabe und erfordert neben Zeit auch finanzielle Investitionen – vor allem im Marketing und Vertrieb. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Unternehmen mit starken Marken zu wenig Wert darauf zu legen scheinen, ihre Marke auch im Personalbereich zu nutzen und zu pflegen.
 

Knapp 60 Prozent aller Bewerber sind mit den Erfahrungen beim Bewerbungsprozess, die sie während ihres Bewerbungsprozesses gemacht haben unzufrieden. Besonders alarmierend hieran ist die Tatsache, dass 90 Prozent aller Bewerber angaben, mit anderen über ihre Erfahrungen zu sprechen – sie wirken also als Multiplikatoren.
 

Markenpflege beginnt beim Recruiting

Darum müssen sich besonders Unternehmen mit starken Marken darüber bewusst werden, dass Markenpflege nicht alleine eine Aufgabe des Marketings ist, sondern vielmehr auch das Recruiting und der gesamte Bewerbungsprozess – angefangen von unpersönlichen Kontakten potentieller Interessenten über die Karrierewebseite oder eine Stellenanzeige bis hin zum persönlichen Kontakt des Bewerbers mit Personalern aus dem Unternehmen – dabei berücksichtigt werden muss.
 

Denn während in Marketing und Vertrieb investiert wird, um die Marke strahlen zu lassen, kann dieser Erfolg durch eine missglückte Candidate Experience in Frage gestellt werden – je positiver die Markenwahrnehmung, desto höher die mögliche Fallhöhe. So gaben 29 Prozent, also weniger als ein Drittel aller befragten Bewerber, an, sie hätten während des gesamten Bewerbungsprozesses das Gefühl gehabt, wie Kunden behandelt zu werden – ein erschreckend geringer Anteil. Das wirkt sich entsprechend negativ auf die Markenwahrnehmung aus: Wurden die Unternehmen vor Beginn des Bewerbungsprozesses im Durchschnitt mit einem Wert von 5,8 auf einer Skala von 1-7 bewertet, sank dieser Wert danach auf 5,0 und zeigt damit deutlich, dass negative Erlebnisse nicht nur auf den möglichen Arbeitgeber, sondern auch auf dessen Produkte, Dienstleistungen und Marken ausstrahlt.
 

Dieser Verlust an Image und Markenwert lässt sich auch mit höheren Marketingbudgets nur schwerlich ausgleichen, vielmehr müssen Unternehmen ihren Bewerbungsprozess kritisch hinterfragen und ihn in Bezug auf die Kohärenz mit ihren Marken und den damit verbundenen Kundenversprechen optimieren. Die Candidate Experience muss – in allen Stufen des Kontakts – mit der Marke übereinstimmen, sie transportieren und vermitteln, um die Marke zu stärken und nicht zu schwächen.
 

Quellen:
http://www.esch-brand.com/blog/wenn-bewerber-leiden-leiden-marken/

Christian Praetorius war nach seiner Ausbildung zum Controller (IHK) lange Jahre im Controlling verschiedener Unternehmen tätig.
Studium an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Logistik und seit 2012 als freiberuflicher Autor, unter anderem zu HR- und BWL-Themen.

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