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Sinn zählt für die Generation Y mehr als Status

Sinn zählt für die Generation Y mehr als Status

Christiane Strubel, HR-Chefin der Digitalagentur Razorfish, formulierte es in einem Interview mit dem Portal „lead digital“ klar und deutlich: Für die Generation Y zählt Sinn mehr als Status. Damit stellen die Millenials andere Ansprüche an einen potentiellen Arbeitgeber und damit auch an ein erfolgreiches Recruiting.
 

Der Arbeitsmarkt ist dabei, sich von einem Arbeitgebermarkt in einen Arbeitnehmermarkt zu wandeln. Aus Sicht der Unternehmen spielen der sich abzeichnende Fachkräftemangel und der „Kampf um die Talente“ dabei die entscheidende Rolle. Die jungen High Potentials, die seit einigen Jahren in die Firmen kommen, erhalten hierdurch die Chance, ihre eigenen Wünsche an Job und Arbeitgeber explizit zu formulieren und oft auch in der Praxis umzusetzen.
 

Selbstverwirklichung und Sinn – mindestens ebenso wichtig wie Geld und Status

In einer seinerzeit viel beachteten Präsentation auf der TEDx Youth Conference 2012 hat die junge ungarische Grafikdesignerin Orsolya Nemes die Ansprüche ihrer Generation an den „perfekten Arbeitsplatz“ beschrieben. Den aus ihrer Perspektive wichtigsten beruflichen Zielen früherer Generationen – materielle Sicherheit, die möglichst lebenslange Bindung an den Arbeitgeber sowie klassische Karrieren in hierarchischen Strukturen – stellt sie die Arbeits- und Lebenswelten ihrer eigenen Generation gegenüber. Demnach wurden die Millenials bereits in eine andere – globalisierte, digital geprägte und flexible – Welt hineingeboren. Gleichzeitig wissen sie, dass sie bis zum 70. Lebensjahr oder sogar länger im Arbeitsleben stehen werden, eine lineare Karriere eher unwahrscheinlich ist und ihre diversen Job-Stationen nicht wirklich kalkulierbar sind. Daraus ziehen sie ihre Konsequenzen: Geld und Status sind nicht alles, mindestens ebenso wichtig sind im (Arbeits-) Leben Selbstverwirklichung, Inspiration und Sinn.
 

Kurz: Die Generation Y will arbeiten, sie ist ebenso leistungsbereit wie leistungsfähig – aber sie wünscht sich mehr als einen Job. Im Kern geht es dabei um die nahtlose Integration unterschiedlicher Bereiche: Beruf und privates Leben, Arbeit und Unabhängigkeit, Job-Anforderungen und persönliche Werte. Von attraktiven Arbeitgebern erwarten die Millenials, dass sie ihren Wünschen nach Selbstbestimmung und Flexibilität möglichst weit entgegenkommen. Formalen Hierarchien und Autoritäten stehen sie ebenso wie einem daraus abgeleiteten persönlichen Prestige eher skeptisch gegenüber.
 

Erfolgreiches Generation Y Recruiting: Der Bewerber steht im Mittelpunkt

HR-Expertin Strubel stellt heraus, dass Geld heute nicht die wichtigste Motivation ist, um sich für oder gegen eine Stelle zu entscheiden. Ihre Agentur kommt den Anforderungen der Generation Y durch eine Kombination aus fairen Gehältern, guten Arbeitsbedingungen und interessanten Entwicklungsperspektiven entgegen. Schwerpunkte der Personalarbeit von Razorfish sind Training und Development, zum entsprechenden Programm gehören beispielsweise interdisziplinäre Workshops mit Spezialisten aus dem Netzwerk der Agentur. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance bedeutet für das Unternehmen Flexibilität von beiden Seiten: In Pitch-Phasen arbeiten die jeweils engagierten Mitarbeiter auch zeitlich äußerst engagiert – im Gegenzug versucht Razorfish, auf ihre i Bedürfnisse mit verschiedenen Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodellen so individuell wie möglich einzugehen.
 

Ein solcher Ansatz hat auch Konsequenzen für das Recruiting. Im Vordergrund steht für Christiane Strubel und ihr Team, ob ein Bewerber als Person zum Unternehmen passt. Ihr Credo hierzu: Im Gegensatz zu einem Mangel an Fachwissen lassen sich vorhandene Charaktereigenschaften kaum verändern. Entscheidend ist vor diesem Hintergrund, was ein Bewerber wirklich sucht und in welchem Maß diese Wünsche dazu passen, was die Firma braucht. Ideal ist, wenn sich die Kandidaten spätestens im Bewerbungsverfahren die gleiche Frage stellen. Die Grundvoraussetzung dafür ist klare, ehrliche und vor allem verlässliche Kommunikation zwischen der Personalabteilung und potentiellen Mitarbeitern, um bereits im Bewerbungsprozess Vertrauen aufzubauen. Erfolgreiches Recruiting in der Ära der Generation Y bedeutet – natürlich unter Wahrung der Unternehmensinteressen – den Bewerber in den Mittelpunkt zu stellen.
 

Quelle: www.lead-digital.de/aktuell/work/razorfish_personalerin_fuer_die_generation_y_zaehlt_sinn_mehr_als_status
 

Team GermanPersonnel

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