Stellenanzeigen und Bewerber, Zeitarbeit, Job Multiposting, Mobile Recruiting, der HR Blog | Employer Branding: Wie Arbeitgeber für Bewerber unwiderstehlich werden.
22085
single,single-post,postid-22085,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,vertical_menu_enabled,select-theme-ver-2.2,wpb-js-composer js-comp-ver-4.12,vc_responsive
Employer-Branding-unwiderstehlich-werden

Employer Branding: Wie Arbeitgeber für Bewerber unwiderstehlich werden.

Employer Branding – Wie Unternehmen eine starke Arbeitnehmermarke entwickeln können

 

Jedes Unternehmen ist darauf angewiesen, die richtigen Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden. Allerdings gestaltet sich die Suche nach qualifizierten, motivierten und verfügbaren Fachkräften immer schwieriger, denn der Arbeitsmarkt verändert sich nachhaltig und mit zunehmender Dynamik. Der demografische Wandel und der schon lange ausgerufene und zunehmend internationaler wirkende „War for Talents“ sorgen für einen stärkeren Wettbewerbsdruck auf Seiten der Arbeitgeber. Unternehmen müssen daher neue Wege beschreiten, um auch in Zukunft attraktiv für junge High Potentials zu sein – etwa, indem sie intensiv daran arbeiten, eine positive Arbeitgebermarke zu entwickeln und zu pflegen, um damit sowohl für Bewerber wie auch die eigenen Mitarbeiter attraktiv zu sein.
 

Die Marke als Alleinstellungsmerkmal

Wer als Unternehmen möglichst viele geeignete Kandidaten erreichen und zu einer Bewerbung motivieren will, muss sich von anderen Wettbewerbern abheben und über Alleinstellungsmerkmale differenzieren. Was im Marketing als USP, als Unique Selling Proposition, bekannt ist, lässt sich auch auf das Personalmarketing übertragen: Die Unique Employer Value Proposition (UEVP) signalisiert, welche konkreten Merkmale einen Arbeitgeber einzigartig und anziehend machen. Je genauer die UEVP definiert und positioniert ist, desto besser wird es dem Unternehmen gelingen, genau die richtigen Bewerber anzusprechen. Allerdings braucht eine Marke Zeit sich zu entwickeln, das gilt für Produkte oder Dienstleistungen und noch viel stärker für die Arbeitgebermarke: Employer Branding ist immer ein langfristig angelegtes Projekt.
 

Von der Theorie zur praktischen Umsetzung

Der erste Schritt zur Entwicklung der Arbeitgebermarke ist die Analyse des Ist-Zustandes. Unterstützen können dabei die folgenden Fragen:
 

  • Welche Bewerber wollen wir wo und wie erreichen?
  • Was ist unsere UEVP, was macht unser Unternehmen einzigartig im Wettbewerb um neue Mitarbeiter?
  • Was bieten wir einem Bewerber und was bieten andere?
  • Welchen ersten Eindruck vermittelt unser Unternehmen (bei Stellenausschreibungen, Pressemeldungen oder im Internet)?
  • Was motiviert qualifizierte Arbeitnehmer, möglichst lange in unserem Unternehmen zu bleiben?
  • Für welche Werte steht unser Unternehmen? Für welche Werte wollen wir stehen und für welche auf keinen Fall?
  • Was tun wir intern, um diese Werte zu leben und zu bewahren?

 

Je genauer die Antworten ausfallen, desto exakter lassen sich konkrete Maßnahmen für das Employer Branding definieren. Diese müssen möglichst genau auf die Zielgruppe und ihre Ansprüche und Erwartungen abgestellt werden um zu wirken. Das betrifft sowohl die Kommunikationskanäle wie auch die Ansprache der Bewerber.
 

Karriereseite des Unternehmens als Kommunikationsplattform

Ideal geeignet für die Kommunikation und Pflege der eigenen Arbeitgebermarke ist die Karriereseite des Unternehmens. Hier können nicht nur offene Stellen veröffentlicht werden, sondern die Seiten helfen ebenso beim Auf- und Ausbau der Marke, etwa durch Berichte und Interviews aus dem Unternehmen. Allerdings kommt es hier auf eine sinnvolle Differenzierung an – mögliche Interessenten für eine Ausbildung müssen anders abgeholt und angesprochen werden als berufserfahrene Fachkräfte.
 

Ein Blog aus dem und über das Unternehmen stellt eine gute Plattform dar, um authentische Informationen über die dortige Arbeitswirklichkeit zu vermitteln und mit den Lesern in Kontakt zu kommen, beispielsweise über die Kommentarfunktion oder über einen regelmäßigen Newsletter.
 

Direkter Kontakt per Social Media

Viele Unternehmen nutzen bereits eine Corporate-Fanpage bei Facebook, allerdings oft nur zum Zwecke des Marketings. Dabei bieten gerade soziale Netzwerke die Chance, mit Interessenten unmittelbar in einen Dialog einzusteigen. Um die Möglichkeiten von Facebook, Twitter, YouTube und Co. optimal zu nutzen, ist jedoch ein hohes Engagement notwendig – Anfragen oder Kommentare müssen zeitnah und individuell beantwortet und Updates regelmäßig veröffentlicht werden, das setzt entsprechende personelle Ressourcen voraus.
 

Öffentlichkeitsarbeit

Ob ein Tag der offenen Tür, die Teilnahme an einer Recruitingmesse oder die Präsenz beim örtlichen Stadtfest – für ein erfolgreiches Employer Branding ist Öffentlichkeitsarbeit unverzichtbar. Wer sich und sein Unternehmen dort präsentiert, wo sich potentielle Mitarbeiter aufhalten, hat gute Chancen, von diesen tatsächlich wahrgenommen zu werden und ihr Interesse zu wecken. Auch das gezielte Sponsoring von relevanten Veranstaltungen oder Wettbewerben unterstützt den Prozess der Markenbildung und hilft Unternehmen dabei, sich aus der Masse der Arbeitgeber abzuheben.
 

(Erfolgs-)Faktor Mensch

Zufriedene Mitarbeiter, die positiv von ihrer Arbeitswelt berichten, sind die wichtigsten Botschafter für die Arbeitgebermarke. Daher richten sich alle Maßnahmen zum Employer Branding nicht nur auf den Bewerbermarkt, sondern ebenso an die eigenen Mitarbeiter: Wer gerne bei seinem Arbeitgeber ist, wird dieses auch außerhalb der Arbeitszeiten vermitteln und hat zudem weniger Ambitionen, ein attraktives Wechselangebot anzunehmen und das Unternehmen zu verlassen.
 

Team GermanPersonnel

Keine Kommentare bisher

Wir freuen uns über Ihren Kommentar