Jobsuchmaschine – Segen oder unnötiger Firlefanz?

Jobsuchmaschine – Segen oder unnötiger Firlefanz?

Starten wir die Analyse zur Jobsuchmaschine mit einem glasklaren Statement: All das, was die arbeitssuchenden Menschen in Lohn und Brot bringt, was den Mitarbeitern dabei hilft, glücklich zu werden und möglicherweise ihren Traumjob zu finden, ist gut, richtig und ein echter Segen! Viele/alle Wege führen nach Rom, so sagt das Sprichwort und so soll es sein. Werfen nun einmal einen intensiven Blick darauf, wie Jobsuchmaschinen funktionieren, was sie können und was sie bieten.

Die Jobsuchmaschine auch als Job Aggregator bekannt

Wie arbeitet sie, die Jobsuchmaschine? Im Grunde nicht anders als alle anderen Suchmaschinen auch, die im Netz nach Artikeln, Texten, Videos, Bildern oder Soundfiles suchen. Ein Crawler oder Spider tut den lieben langen Tag nichts anderes, als das Web nach Stellenangeboten zu durchforsten. Also er macht den Job, den wir an Google so sehr lieben, wenn wir nach dem besten Kochrezept, einem verschollenen Freund oder einem neuen Auto suchen. Hat der Crawler oder Spider nun etwas gefunden, was er als Jobanzeige identifiziert – und ja, das macht er mit tödlicher Sicherheit – schnappt er sich die Anzeige und packt sie auf seine Website – mit einem Link zur eigentlich veröffentlichenden Seite, was eine x-beliebige Jobbörse sein kann.

Und wieso existieren nun diese Jobsuchmaschinen, wenn doch die Stellenanzeige bereits auf einer Page steht? Ganz einfach: Pekunia non olet – Geld stinkt nicht. Auf den Pages wird Werbung platziert und da diese Jobsuchmaschinen einen weit höheres Jobangebot fahren als die normalen Jobbörsen, werden sie natürlich entsprechend oft angeklickt. Wieso? Nun, da hinter den Jobsuchmaschinen pfiffige Entwickler sitzen, schaffen sie es natürlich mittels geschickter SEO-Umsetzung, dass ihre Jobsuchmaschine vor den normalen Jobbörsen und Jobpages im Google-Ranking zu finden ist. Hoher Traffic, hohe Klickraten, tolles SEO, großes Angebot auf die via Google – eine Suchmaschine! – abgesetzten Jobsuchen und schon war es das. Nennt sich eine Jobbörse mit 50.000 Stellenanzeigen schon groß, ist die Jobsuchmaschine mit der zehnfachen Menge an Stellenausschreibungen – also 500.000 – eher klein zu nennen.

Schön, wenn „Maschinen“ die Arbeit übernehmen

Nun, der Crawler und der Spider kennen keine Arbeitszeitregelungen, sie sind nie krank, sie brauchen keinen Urlaub und kein Wochenende. 24/7 durchforsten sie also das Netz und greifen sich die Karriereseiten, die Unternehmenspages, auf denen Jobs offeriert werden und ja, sie sind sogar „Kannibalen“ im Netz, die auf anderen Jobsuchmaschinen nach Jobs suchen.

Hat der Crawler einmal etwas gefunden, was für ihn nach einer Jobanzeige riecht, dann macht er gnadenlos seinen Job: In die Plattform einfügen, kategorisieren, rubizieren und den Link zur Herkunftspage setzen. Erledigt! Nun geht das SEO-Spielchen los und so sorgt die Jobsuchmaschine dafür, dass ihre Stellenanzeige zum Job XYZ weit vor der Ursprungsanzeige steht. Das mehrt die Zugriffszahlen erheblich!

Den Traffic nutzen, den Jobsuchmaschinen haben!

Ja, die Suchmaschine erzeugt „monsterhafte“ Klickraten und das merken die Unternehmen oder Jobbörsen, die von einem Crawler oder Spider erfasst werden, der eine veröffentlichte Jobanzeige bei sich integriert. Die Jobsuchmaschine profitiert, die Firma, welche die Vakanz zu besetzen hat, die Jobbörse, bei der die Ursprungsanzeige „entliehen“ wurde und jeder freut sich, dass die Reichweite der Anzeige einen Rahmen angenommen hat, der eigentlich niemals für realisierbar gehalten wurde.

Doch wie finanziert sich nun das Ganze? CPC ist hier das Zauberwort: Cost-per-Click! Klickt der Bewerber auf der Jobsuchmaschine auf ein Stellenangebot, die ihn dann zur Seite der Jobbörse oder des ausschreibenden Unternehmens leitet, bringt das Geld. Centweise, aber es läppert sich eben, wenn man die Menge anschaut, die dort an Jobanzeigen zu finden ist. Läppert sich? Nein, das „scheppert“ schon, denn die Jobsuchmaschinen werden natürlich 24/7 frequentiert – und das von Millionen von Usern und Jobsuchenden weltweit!

Kostenlose Eintragung oder Premium Anzeige – was lohnt sich eher?

Wer von den Jobsuchmaschinen in vollem Rahmen profitieren will, der muss auf das Bezahlmodell zurückgreifen. Diese Premium Anzeigen, so sie angeboten werden, bringen massig an Reichweite ein und sorge für eine exponierte Stellung der eigenen Anzeige. Nicht wirklich schlecht, wenn man bedenkt, dass ähnlich gelagerte Jobs in Serie ausgeschrieben werden. Und da macht der das Rennen im War of Talents, der am lautesten schreit, denn er wird auch zuerst gesehen und wahrgenommen. Kann man die Jobsuchmaschine auch als Unternehmen nutzen?

Ja und nein. Es gibt Jobsuchmaschinen, die lassen Firmen die Möglichkeit, die Premium Anzeige zu schalten – aber es gibt eben auch Suchmaschinen, die richten sich ganz gezielt nur an Jobbörsen, mit denen sie kooperieren. Darum gilt, wenn man nach der richtigen Jobsuchmaschine forscht: Die Suchmaschine finden, die direkte Jobveröffentlichungen ermöglichen! Die Jobsuchmaschine, die das Unternehmen zulässt, das nach Personal sucht und auch Jobbörsen zur Kundschaft zählt, sind die sogenannten Hybrid-Modelle.

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Jobsuchmaschine – ist Masse auch gleich Klasse?

Beim war of Talents gilt: Gesehen werden, gesehen werden, gesehen werden! Und was gilt es zu riskieren? Man hat eine Vakanz zu besetzen und woher letztlich das Top-Talent kommt, spielt unter dem Strich keine Rolle. Gut ist, wenn das Ergebnis stimmt, der Rücklauf groß ist und man die Qual der Wahl hat.

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