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Die richtige Stellenanzeige für Arbeitgeber Vol II – auf was kommt es wirklich an?

Sogar einleitend darf man es deutlich auf den Punkt bringen: Ein Großteil der geschalteten Stellenanzeigen sind eintönig, öde und es lässt sich nur selten ein Unterschied zum Einheitsbrei der Anzeigen feststellen. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf den Print-Sektor, sondern gilt ebenso für den Online-Bereich, wo sich standardisierte Anzeigen (leider) durchgesetzt haben. Zumindest kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dem so ist. Dabei ist die Personalkommunikation das A und O im War for Talents, bei dem man selbst bestrebt sein muss, die wirklich guten Kräfte anzusprechen und im besten Falle schon via Stellenanzeige zu überzeugen, eine Vakanz auch anzunehmen. Worauf kommt es jetzt an, wenn man einen gute Stellenausschreibung aufsetzen oder platzieren möchte? Wie schafft man es, dass die eigene Maßnahme im Bereich Recruiting die Bewerber nicht verschreckt, sondern magisch anzieht?
 

Bewerber sind anspruchsvoller geworden

Ja, die Erwartungen der Bewerber an die Stellenanzeige sind gestiegen und der Bewerbermarkt ist weit anspruchsvoller geworden, als er noch vor Jahren war. Das manifestiert sich auch in diversen Studien die aussagen, dass mehr als zwei Drittel aller Bewerber denken, es bei Stellenausschreibungen mit „Einheitsbrei“ zu tun zu haben, bei dem eine Unterscheidung kaum noch möglich sei. Die Kritik bezieht sich dabei zumeist auf die Textbausteine, die regelrecht abgespult werden: Platte Unternehmensbeschreibung, Anforderungen an den Bewerber, Leistungen des Unternehmens – fertig. Selbst im Online-Sektor, wo die Möglichkeit bestehen würde, mit Bildern oder Image-Videos zu operieren, dominiert nach dem Bewerbergeschmack viel zu sehr die Textlastigkeit bei den Stellenanzeigen. Kurz und gut: Der Bewerber erwartet Input, Informationsgehalt und ein ansprechendes Employer Branding!
 

Den goldenen Weg finden – Zwischen Kreativität und Content

Natürlich muss eine Stellenanzeige sich an den Hard-Facts ausrichten und die auch covern. Das bedeutet aber nicht, dass bei der Erstellung jede Kreativität auf der Strecke bleiben muss. Ganz im Gegenteil. Das Auge des Bewerbers isst mit und auch die Kreativität ist ein Indikator dafür, wie ist das Unternehmen in der Zukunft aufgestellt. Eher altbacken und konservativ oder doch auch offen für neue, kreative und innovative Wege? All das verrät die Stellenanzeige im Grunde schon auf den ersten Blick.
 

Ein solches innovatives Element ist es, dass die Videofunktionen, die im Online-Bereich angeboten werden, auch Nutzung erfahren. Interaktive Recruiting Tools sind ebenso gerne gesehen und erfahren große Akzeptanz. Natürlich entscheiden immer noch die „Hard-Facts“ wie Gehalt, Anforderungen, der Stand des Unternehmens sowie ebenso die Work-Life-Balance über den Erfolg einer Ausschreibung – aber die „weicheren Faktoren“ generieren Interesse beim Bewerber, sich die Anzeige überhaupt erst anzuschauen. Und wer zuerst kommt, der mahlt auch bekanntlich zuerst – ein wesentlicher Faktor, will man selbst die Top-Talente ansprechen.
 

Dos & Don’ts bei der Stellenanzeige

Wie sehen sie denn nun aus, die berühmten Dos und Don’ts bei der Ausschreibung einer Vakanz? Kann man sie einfach so benennen? Ja, kann man – auch wenn sie natürlich von Branche zu Branche wie auch von Vakanz zu Vakanz variieren. Beginnen wir darum mit dem, was Sie niemals tun sollten!
 

  • Vermeiden Sie es in der Anzeige den Eindruck zu vermitteln, Männer würden Frauen vorgezogen – oder auch umgekehrt. Jede Anzeige muss offen sein, was das Geschlechtsspezifische angeht
  • Die Ausschreibung muss mit dem AGG konform gehen
  • Der Eyecatcher, also das Layout, muss überzeugen und nicht „Masse statt Klasse“ rüberbringen
  • Zu viel an Text schreckt den Bewerber ab und hier liegt in der Kürze das Geheimnis des Erfolges. Kurz, prägnant, aber mit allen Inhalten, die für den Bewerber von Interesse sind und die Entscheidungshilfen dabei leisten, sich zu bewerben
  • Niemals eine Print-Anzeige 1 zu 1 für den Online-Bereich übernehmen

 

Bei den Dos verhält es sich natürlich so ähnlich

  • Vor dem Aufsetzen die fünf wesentlichen W-Fragen beantworten, damit die im Text deutlich werden – Wer ist man? Wen sucht man? Was erwartet man vom Bewerber? Was bietet man als Unternehmen? Wie läuft der Bewerbungsweg? Die Struktur an Hard-Facts muss erkennbar sein und das neben jeder Kreativität.
  • Selbst wenn gehobene Vakanzen zu besetzen sind, so gilt doch: Fremdwörter vermeiden und auf klare Sprache achten.
  • Eyecatcher platzieren, wenn es sich um Online-Bewerbungen handelt – Bilder (überschaubar und passend gehalten) oder Videos (maximal 45 Sekunden)
  • Im Online-Bereich Keywords optimieren, um so maximale Reichweiten zu generieren
  • Wenn kreativ, dann professionell und das über die Experten, die sich damit auskennen

 

Es wird auch weiter die Frage nach der „perfekten Stellenausschreibung“ gestellt werden. Aber gibt es die überhaupt? Es ist im Grunde nie etwas perfekt im Sinne von Allgemeingültigkeit. Aber für den eigenen Bereich muss es das Ziel sein, der perfekten Stellenanzeige nahe zu kommen, will man die guten Talente für sich interessieren.

 

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