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Weihnachtseinkäufe- (1)

Eine Jobsuche zum Jahreswechsel aus der Sicht des Bewerbers

Weihnachtseinkäufe können entspannt oder herzinfarktverdächtig sein. Die Suche nach einem Job auch. Wie immer im Leben gibt es zwei Arten, die Sache anzupacken: kompliziert oder einfach. Werfen wir einen Blick auf die harte Tour. Und wenn wir diese Schreckensvisionen hinter uns haben, freuen wir uns darüber, wie einfach heute alles sein kann.
 

Anleitung zum Horrorshopping
Sie brauchen ein Weihnachtsgeschenk. Sie brauchen dringend ein Weihnachtsgeschenk. Sie hätten es längst kaufen sollen. Aber Faulheit und andere Gründe haben Sie davon abgehalten. Am vorletzten Wochenende vor Weihnachten laufen Sie los. Aber Sie wissen gar nicht, was Sie kaufen sollen. Gleichgültig! Einfach loslaufen und sich inspirieren lassen. In der City treffen Sie auf 20.000 Menschen, die sich in einer ähnlichen Lage zu befinden scheinen. Siegesgewiss besuchen Sie das erste überfüllte Kaufhaus. Sie scannen die Abteilungen nach Brauchbarem ab. Die nebulöse Idee eines perfekten Weihnachtsgeschenkes formt sich in Ihrem Gehirn und löst sich wieder auf. Ihr Kopf füllt sich mit munteren Weihnachtsliedern. Sie werden angerempelt, Sie rempeln zurück. Auf dem Weihnachtsmarkt erholen Sie sich mit drei Glas Glühwein von der Anstrengung. Danach sinkt Ihre Energiekurve auf Null. Also verschieben Sie die Weihnachtsgeschenksuche auf das letzte Wochenende vor Weihnachten. Sie gehen los, treffen in der City auf 40.000 Menschen, besuchen das erste überquellende Kaufhaus …
 

Mit Maximalkraft zum Minimalerfolg
Sie brauchen einen neuen Job. Der alte nervt sie. Der Chef meckert, die Kollegen mauern, die Bezahlung ist miserabel. Sie hätten sich längst nach etwas Besserem umsehen sollen, aber Bequemlichkeit und Zukunftsangst haben Sie in Ihrer alten Stellung gehalten. Nun sind Sie mit Ihrer Laune am Ende, es muss schnell etwas anderes her, besser gestern als morgen. Aber was genau suchen Sie? Und worin bestehen Ihre persönlichen Qualifikationen? Sie wischen diese Fragen beiseite, denn die Zeit drängt. Sie gehen in die Bahnhofsbuchhandlung und kaufen sich alle regionalen und überregionalen Zeitungen. Mit dem Kugelschreiber kreisen Sie alle interessanten Stelleninserate ein. Dann tippen Sie ein Bewerbungsanschreiben und einen tabellarischen Lebenslauf. In dem Anschreiben variieren Sie die Anrede und ein paar betriebsspezifische Floskeln. Sie tragen 20 C4-Umschläge zur Post und legen Ihre erschöpften Hände in den Schoß. Nach sechs Wochen haben acht Unternehmen Ihre Unterlagen zurückgesendet. Ein Unternehmen hat Sie zu einem Gespräch eingeladen, doch vor Ort haben Sie festgestellt, dass Ihnen weder die Art der Arbeit noch ihre Bezahlung gefallen. Die restlichen Unternehmen haben sich gar nicht gemeldet. Sie trinken mit Ihrem dauerarbeitslosen Freund Horst einen über den Durst und schimpfen auf den Kapitalismus. Am nächsten Tag kaufen Sie sich Tageszeitungen …
 

Altmodisch kann nett sein. Aber nur für Leute mit Zeit, Geld, Nerven und Planungsvermögen. Sie gehen an einem ruhigen Tag in die Stadt. Sie lassen sich in einem tollen Geschäft inspirieren, überdenken die Inspiration bei einem Latte Macchiato und kaufen dann das Weihnachtsgeschenk des Jahres. Oder Sie finden in einer renommierten Tageszeitung ein Stellenangebot, das Ihnen passen könnte wie ein Maßanzug, machen sich zu Hause an die Internetrecherche zum Unternehmen, verfassen ein relevantes Bewerbungsschreiben und bekommen den Job. Und sehen Sie: Schon im letzteren Fall haben Sie sich im Internet bewegt. Vieles könnte sich einfacher gestalten, wenn Sie das öfter tun würden.
 

Stressfreie weltweite Shoppingtour rund um die Uhr
Weihnachtseinkäufe können so schön sein. Sie sitzen auf Ihrem Lieblingsplatz, öffnen das Internet (rechtzeitig selbstverständlich, nicht zwei Wochen vor Heiligabend) – und dann tauchen Sie ein in die unendliche Welt der schönen, guten Waren, in einen Kosmos von Auswahl, Qualitätsabstufungen und Sonderangeboten. Mit wenigen Klicks ist die Sache so gut wie im Karton und sicher bezahlt. Jetzt müssen Sie nur noch auf den Paketboten warten. Sie haben Zeit gespart (zwei Stunden Surfen versus zwei Wochenenden Gedrängel), Sie haben Nerven gespart, Sie haben Ihre Gesundheit geschont und Ihr Portemonnaie. Und Sie haben, auf eine unendlich größere Auswahl zurückgreifend, ein wirklich passendes, ungewöhnliches, fantastisches Geschenk gefunden. So einfach kann Weihnachten sein. Jetzt dürfen Sie sich erheben, dem realen Weihnachtsmarkt einen Besuch abstatten und einen Glühwein trinken.
 

Nie mehr auf dem Trockenen liegen: Ein Ozean von Jobangeboten
Auch die Jobsuche wird plötzlich um so vieles einfacher. Sie setzen sich zuhause auf Ihren Lieblingsplatz, öffnen das Internet und besuchen ein magisches Portal namens Jobbörse. Die Augen gehen Ihnen vor Staunen über. Sie fühlen sich wie ein Schwachsichtiger, der zum erstem Mal in seinem Leben eine Brille aufsetzt: Während Sie sich bisher mühsam durch dürftig Kleingedrucktes gestochert haben, sehen Sie jetzt eine Welt von Möglichkeiten scharf vor sich. Sie haben den Zugriff auf Jobs regional, überregional, international. Sie haben täglich, stündlich die aktuellsten Stellenangebote vor sich, ohne zum Bahnhofskiosk rennen zu müssen. Sie können dank intelligenter Filterfunktionen aus diesem Ozean von Stellen genau den Job herausfischen, der Ihren Wünschen und Qualifikationen entspricht. Über Querverweise und Links holen Sie sich wertvolle Informationen zu den potenziellen Arbeitgebern ein, die Sie in Ihrer passgenauen Bewerbung unterstützen. Sie haben die längste Zeit C4-Umschläge gekauft und Briefmarken angeleckt. Das mürrische Gesicht des Postschalterbeamten ist Vergangenheit. Schauen Sie einmal im Portemonnaie nach, wie viel Geld Sie allein an Porto gespart haben. Ersparnis, Effizienz, Chancenpotenzierung. Schnelle Rückmeldung, wenn’s bei einer Stelle nicht klappt – und schon drei Einladungen zum Vorstellungsgespräch! Zur Belohnung dürfen Sie sich auf dem realen Weihnachtsmarkt einen Glühwein gönnen.
 

Das Internet ist das Sesam-öffne-dich. Mit der schnellsten weltweiten Kommunikation, die der Mensch jemals erfunden hat, lenken Sie vom Laptop aus Ihre Welt. Sie steuern Weihnachtspaketeströme und öffnen die Türen virtueller Personalabteilungen. Und irgendwann klingelt der Paketbote, und ein paar Klicks im Internetshop werden Wirklichkeit. Oder Sie binden sich eine Krawatte um und Sie fahren zu Herrn Schneider, der Ihre Online-Bewerbungsunterlagen so interessant fand. Viel Spaß mit dem schönen Geschenk! Viel Erfolg in Ihrem neuen Job!

 

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