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HR und Suchmaschinenoptimierung – Google Ranking Faktoren 2016

Ohne professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) kommt keine kommerzielle Seite aus – die Sichtbarkeit bei Google & Co. gibt den Ausschlag für Erfolg oder Misserfolg des digitalen Auftritts. Was für Onlineshops und Nachrichtenportale gilt, trifft auch auf Karriereseiten zu. Vor allem Unternehmen mit weniger bekannten Namen werden ohne SEO nur eine begrenzte Anzahl von potentiellen neuen Mitarbeitern auf ihre Seiten locken, weil ihnen die Präsenz in den Suchmaschinen-Rankings fehlt.
 

Die Crux dabei: Die Weiterentwicklung des Google Algorithmus – und dabei geht es nicht nur um die „großen Upgrades“ – führen dazu, dass sich die Anforderungen an wirkungsvolle Suchmaschinenoptimierung ständig ändern. Was gestern noch up-to-date war, ist heute möglicherweise völlig „out“ und kann dem Ranking einer Seite im ungünstigsten Fall sogar schaden. Die SEO- und Content-Plattform Searchmetrics legt einmal jährlich eine Studie zu den aktuellen Ranking-Anforderungen von Google vor.
 

Wir unternehmen den Versuch, die [Google Ranking Faktoren 2015] http://www.searchmetrics.com/de/knowledge-base/ranking-faktoren/ in die Anforderungen an HR-SEO zu „übersetzen“.
 

„Content is King“ – auch auf der Karriereseite

Searchmetrics beschreibt „holistischen Content“ als eine der wesentlichsten Voraussetzungen für ein gutes Google-Ranking. Wer immer noch in der Kategorie einzelner Keywords denkt, muss damit rechnen, dass seine Seite eher auf den hinteren Rängen landet. Im Kern geht es dabei darum, unterschiedliche Topics, die untereinander in Beziehung stehen, zu einem übergreifenden Meta-Thema zu verschmelzen. Das Resultat besteht darin, dass dieser Content für eine Vielzahl von Suchanfragen relevant ist, die sich auf das Meta-Thema beziehen. Im Hinblick auf die Keyword-Formulierung hat die Bedeutung sogenannter Proof Terms (mit dem Haupt-Keyword eng verwandte Wörter) sowie von Relevant Terms (semantisch entferntere Begriffe, die inhaltlich jedoch im Kontext bleiben) deutlich zugenommen. SEOs, die in der praktischen Umsetzung dieser neuen Strategie wirklich fit sind, haben gute Chancen, ihre Seite bei Google damit nach vorn zu bringen.
 

Der Proof Term der Landing Page einer Bewerberseite kann beispielsweise „Karriere bei Firma …“ lauten – mögliche Relevant Terms können „Ausbildung“, „Berufseinstieg“ oder „Einstieg nach dem Studium“ sein. Dagegen hat die Rolle der „Keywords im Body“ deutlich abgenommen. Sie müssen im Text also nicht mehr in möglichst großer Zahl erscheinen.
 

Dass es sich auch bei Content auf der Karriereseite um aktuelle, relevante Texte handeln sollte, versteht sich aus Google-Sicht von selbst. Der Trend bewegt sich dabei recht eindeutig zu längeren Artikeln. Die Texte auf den Top-10-Seiten bei Google wiesen 2015 im Schnitt 909 Wörter auf.
 

User Experience und professionelle Onpage-Optimierung

Insgesamt legt Google größeren Wert auf eine professionelle Onpage-Optimierung. Neben relevantem, strukturiertem Content spielt hier auch die User Experience eine immer größere Rolle. Unter diese Kategorie fallen ein responsives Design für die Nutzung einer Seite auf Mobilgeräten ebenso wie eine bessere interne Linkstruktur sowie strukturierter Content mit interaktiven Elementen. Indikatoren für eine entsprechende Performance sind aus Google-Perspektive die Click-Through-Rate (Anteil der Besucher, die in den Resultaten einer Google-Suche auf ein bestimmtes Ergebnis klicken), die Bounce-Rate (Absprungrate nach dem Besuch einer einzelnen Landing Page) und vor allem die Verweildauer der Besucher auf der Seite.
 

Im Klartext: Für ein gutes Google-Ranking geht es längst nicht mehr vorrangig um die Optimierung einer Seite für die Suchmaschinen-Bots, sondern um ihre Relevanz und ihre Benutzerfreundlichkeit für menschliche Besucher. Im Recruiting bezeichnen wir diesen Effekt gern als Candidate Experience. Positive Erfahrungen in dieser Hinsicht fangen bei einer Optimierung der Karriereseite nach den aktuellen Google-Standards an. Im Hinblick auf die Verweildauer auf der Seite kommt es darauf an, Stellenanzeigen, die einen potentiellen Bewerber meist nicht länger als 60 Sekunden auf der Seite halten werden, mit interessanten Artikeln, Hintergrundinformationen und Multimedia-Angeboten zu kombinieren.
 

Inhaltlich relevante Backlinks bleiben (vorerst) wichtig

Backlinks galten lange als das Herzstück jeder Suchmaschinenoptimierung – notfalls auch um nahezu „jeden Preis“. 2015 ist ihre Bedeutung jedoch leicht zurückgegangen, Searchmetrics geht davon aus, dass sich dieser Trend durch die stetig wachsende Bedeutung von Mobilgeräten und Social Media in Zukunft noch verstärken wird.
 

Unnatürliches Linkbuilding wird von Google bereits seit Längerem abgestraft, als „gute“ Backlinks gelten Verlinkungen von inhaltlich relevanten Seiten. Sinnvoll für Karriereseiten sind beispielsweise externe Links von digitalen Branchenpublikationen sowie Fachforen und -Portalen.
 

Social Media und Technik

Social Media Signale – FB-Likes, Tweets und Pins – können für ein organisches Ranking ein Bonus sein, werden von Google jedoch nicht als direkter Ranking Faktor angesehen. Allerdings verweisen sie unter anderem auf die Aktualität des Contents einer Seite
 

Die „SEO Visibility“ einer Seite – also die Wertigkeit einer Domain aus Google-Sicht – und vor allem die Ladezeiten einer Internetpräsenz auf verschiedenen Geräten sind für ein gutes Ranking ebenfalls eine Überprüfung wert. Die Searchmetrics-Studie zeigt, dass schnellere Seiten in der Regel auch mit einem besseren Google-Ranking rechnen können.
 

Dr. Janine El-Saghir

Dr. Janine El-Saghir studierte Kultur- und Literaturwissenschaft. Nach ihrer anschließenden Dissertation, vielen Auslandsaufenthalten und der Rückkehr nach Deutschland arbeitete Frau El-Saghir als Marktforscherin. Bald auf einer Management-Position in internationalen Teams. Seit 2011 arbeitet sie als freiberufliche Texterin und Autorin.

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