Übersicht Jobbörsen – Welche Jobbörse ist für wen geeignet?

Übersicht Jobbörsen – Welche Jobbörse ist für wen geeignet?

Jobbörsen spielen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz eine immer wichtigere Rolle. Die Online-Pendants sind schneller und flexibler als klassische Stellenanzeigen in Printmagazinen und erzielen eine deutlich höhere Reichweite. Dennoch ist es sinnvoll, sich genauer mit dem Markt zu beschäftigen, um aus Hunderten von Jobbörsen gezielt die zu nutzen, die die höchsten Aussichten auf Erfolg versprechen. Denn neben solchen großen Anbietern wie der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit oder dem Karrierenetzwerk XING, die beide mit mehr als 1.000.000 freien Stellen werben, gibt es am anderen Ende der Skala auch kleine und sehr spezielle Jobbörsen für Fachkräfte in bestimmten Branchen.

Sowohl Arbeitgeber, die qualifiziertes Personal suchen, wie auch Arbeitnehmer auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sollten diese beiden Portale auf dem Radar haben und dort Vakanzen einstellen bzw. nach offenen Stellen suchen. Während sich die Seite der Bundesagentur jedoch hauptsächlich auf Jobs in Deutschland beschränkt und das Karrierenetzwerk von XING sich ebenfalls auf die DACH-Region spezialisiert hat, bietet Linkedin weltweit Jobs.

Die Weisheit der Vielen

Meta-Jobbörsen wie kimeta mit über 2.200.000 aktuellen Stellenangeboten (Stand: November 2016), jobrapido, indeed oder Jooble bieten Jobs aus allen wichtigen Jobbörsen in ganz Deutschland, indeed und Jooble sogar international. Diese Suchmaschinen durchkämmen das Internet nach allen aktuell verfügbaren Jobs. Suchresultate beinhalten Stellen von Unternehmens-Karriereseiten, Jobbörsen und Personalvermittlern sowie Stellen, welche auf kimeta direkt veröffentlicht werden.

Sie bieten Bewerbern einen schnellen Überblick über die Angebote von verschiedenen Anbietern. Für Bewerber lohnt es sich in jedem Fall, auch bei diesen vorbeizusehen und zu prüfen, ob nicht hier der nächste Traumjob wartet. Die Meta-Jobbörsen greifen in der Regel auch auf die Angebote der bekannten Portale wie MONSTER, StepStone, backinjob oder JobScout24 zurück, die Jobs in allen Branchen und Positionen offerieren.

Jobbörsen speziell für Hochschulabsolventen

Wer ein langwieriges und kompliziertes Studium erfolgreich absolviert hat, erwartet in der Regel, einen entsprechend anspruchsvollen und gut dotierten Job zu finden. Im War for Talents bemühen sich die potentiellen Arbeitgeber daher, möglichst früh mit angehenden Absolventen in Kontakt zu treten und sie für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Eine sehr beliebte Anlaufstelle ist dabei das Printmagazin UNICUM, das in seinen Online-Auftritt natürlich auch eine eigene Jobbörse integriert hat. Hier können nicht nur Vollzeitjob, sondern auch Praktika, Ausbildungen und Nebenjobs gesucht und gefunden werden – wer also frühzeitig junge Talente an sein Unternehmen binden möchte, sollte auch hier nach Kandidaten suchen und diese etwa über ein studienbegleitendes Praktikum an die betrieblichen Prozesse heranführen.

Andere Jobbörsen für Studierende und Absolventen sind beispielsweise JOBBER.de oder ABSOLVENTA.de.

Vom Papier ins Internet

Früher wurden Stellenanzeigen in großen überregionalen Tageszeitungen abgedruckt, und auch heute noch sind die Jobbörsen der Zeitungen eine gute Adresse, speziell für Fach- und Führungskräfte. So bietet etwa Die Zeit eine Jobsuche mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Forschung, Öffentliches und Wirtschaft, während das gemeinsame Angebot von Handelsblatt und WirtschaftsWoche unter www.karriere.de/stellenmarkt wieder eine Meta-Jobbörse darstellt, die auf die Anzeigen in anderen Portalen und Tageszeitungen zurückgreift und diese bequem durchsuchbar macht. Die renommierte FAZ ist online unter stellenmarkt.faz  ebenfalls mit einem eigenen Angebot vertreten.

Auch die Computerwoche hat einen eigenen Stellenmarkt für IT-Fachkräfte, ebenso der IT-Fachverlag Heise. Beide bieten gute Aussichten für entsprechend qualifizierte Bewerber und Unternehmen, die diese suchen, denn durch die klare Spezialisierung und Fokussierung ist das Angebot an freien Stellen zwar nominell geringer, dafür finden IT-Spezialisten hier attraktive und lukrative Jobs im In- und Ausland.

Spezielle Jobbörsen

Wer auf der Suche nach ausgewiesenen Spezialisten ist, sollte nicht nur auf die großen Jobbörsen setzen, sondern gezielt auf die Suche gehen. Selbiges gilt für Fachkräfte, die nach neuen Herausforderungen suchen, denn in einer branchen- oder berufsspezifischen Jobbörse können bestimmte Anzeigen exklusiv oder schneller als woanders veröffentlicht werden.

Speziell für Jobs in der Finanzbranche ist das Portal BankJob24 entwickelt worden, das zahlreiche Jobangebote aus dem Finanzsektor auflistet. Für Ingenieure gibt es beispielsweise die Portale Ingenieur-Jobs.de und INGENIEUR24.de.

Wer nicht in einem großen Konzern arbeiten, sondern im Mittelstand Karriere machen will, sollte sich das Angebot von yourfirm.de ansehen, das sich vor allem an Hidden Champions und führende mittelständische Unternehmen richtet.

Speziell für ausländische Fachkräfte, die in Deutschland eine berufliche Perspektive entwickeln möchten, ist das Portal Blue-Card-Jobs gedacht. Namensgebend ist die Blue Card EU, die seit 2012 als Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis für internationale Fachkräfte aus Drittländern gilt. Für die Suche nach internem Personal aus der Zeitarbeit und Personaldienstleistung bietet zeitarbeit-nachrichten.de/jobboerse/ eine eigene Stellenbörse.

Fazit: Vergleichen lohnt sich

Wer nur eine einzige Jobbörse nutzt, verschenkt viel Potential – und das sowohl als Arbeitsuchender wie als Arbeitgeber. Wer sucht, sollte möglichst breit suchen, in allgemeinen Jobbörsen ebenso wie in branchenspezifischen, so sind die Chancen am höchsten, dass sich schnell ein passender neuer Job findet.

Für Arbeitgeber lohnt es sich ebenfalls sehr, „auf mehreren Hochzeiten zu tanzen“, denn entscheidend für den Erfolg ist schließlich, dass die Anzeige von möglichst vielen potentiell geeigneten Kandidaten wahrgenommen und im besten Fall beantwortet wird. Und das lässt sich eben am besten dadurch erreichen, dass die Anzeige möglichst breit gestreut wird und auf möglichst vielen, wenn auch sinnvoll ausgewählten, Jobbörsen veröffentlicht wird.

Christian Praetorius war nach seiner Ausbildung zum Controller (IHK) lange Jahre im Controlling verschiedener Unternehmen tätig. Studium an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Logistik und seit 2012 als freiberuflicher Autor, unter anderem zu HR- und BWL-Themen.

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