Stellenanzeigen und Bewerber, Zeitarbeit, Job Multiposting, Mobile Recruiting, der HR Blog | Bewerbersuche über die Bundesagentur für Arbeit (Teil 1 / 2)
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Bewerbersuche über die Bundesagentur für Arbeit (Teil 1 / 2)

Jedem bekannt und zu Unrecht belächelt

 

Die Zeiten, in denen das Schalten einer einzigen Stellenanzeige in einer Tageszeitung reichte, um zahlreiche Bewerber zu erreichen, sind vorbei. In den letzten Jahren hat sich der Arbeitsmarkt immer stärker zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Unternehmen, die schnell und effizient geeignete Kandidaten finden wollen, sind darauf angewiesen, für ihr Recruiting alle verfügbaren Kanäle und Medien zu nutzen. Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit spielt dafür eine zentrale Rolle.
 

Kommt in absehbarer Zeit die Vollbeschäftigung?

 

In ihrem Monatsbericht veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) jeweils aktuelle Zahlen für den Arbeitsmarkt in Deutschland. Im Mai 2016 weisen ihre Experten darin aus, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und die Zahl der lohnabhängig Beschäftigten sowohl seit dem Jahresanfang als auch gegenüber dem Vorjahr (im Monats- und Quartalsvergleich) recht kontinuierlich angestiegen ist. Im April 2016 betrug die bundesweite Arbeitslosenquote sechs Prozent.

Ab einer Arbeitslosenquote von etwa vier Prozent ist aus Sicht von Arbeitsmarktexperten von Vollbeschäftigung die Rede – bei den dann noch verbleibenden nicht erwerbstätigen Personen liegen mehrheitlich Beschäftigungshindernisse vor, die eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf lange Sicht eher unwahrscheinlich machen. Dass Deutschland diesen Status in absehbarer Zeit erreicht, ist – auch unter Berücksichtigung des Zustroms von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt – nicht völlig unwahrscheinlich.
 

Voraussetzung für erfolgreiches Recruiting: Intelligentes Multiposting

 

Für Stellensuchende ergibt sich – natürlich abhängig von ihrer Qualifikation sowie von Region und Branche – aus der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung oft eine komfortable Situation. Fachkräfte können zum Teil zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen und sich für das attraktivste Angebot entscheiden. Die Unternehmen müssen dagegen mit höherem Aufwand für ihr Recruiting rechnen. Ohne intelligentes Multiposting von Stellenanzeigen in allen relevanten Kanälen und hohe Reichweiten für ihre Ausschreibungen von Vakanzen kommen Arbeitgeber heute nicht mehr aus. Zudem hat sich das Recruiting in den letzten Jahren in immer stärkerem Maße in den digitalen Raum verlagert. Viele Unternehmen greifen dabei auch oder sogar hauptsächlich auf die Online-Jobbörse der Bundesanstalt für Arbeit zurück.
 

Die Bundesagentur für Arbeit – für viele Arbeitgeber eine der wichtigsten Recruiting-Anlaufstellen

 

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – die Forschungsstelle der BA – veröffentlicht in jedem Quartal eine Erhebung über die Zahl der offenen Stellen in Deutschland sowie über die Recruiting-Kanäle, die Unternehmen für die Besetzung von Vakanzen nutzen. Grundlage der veröffentlichten Zahlen sind die Auswertung aller im Untersuchungszeitraum geschalteten Stellenanzeigen sowie eine repräsentative Umfrage in den Unternehmen.
 

Demnach resultierten im 4. Quartal 2015 29 Prozent aller Neubesetzungen aus persönlichen Kontakten. Hierzu zählen Personalempfehlungen der eigenen Mitarbeiter ebenso wie die beruflichen Netzwerke von Fach- und Führungskräften. Positiv für die Unternehmen: Mit dieser Quelle erreichen sie auch potentielle Kandidaten, die nicht aktiv auf Stellensuche sind. Den zweiten Platz unter den erfolgreich genutzten Recruiting-Kanälen teilen sich mit jeweils 14 Prozent Stellenanzeigen in Printmedien sowie die Recruiting-Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Im Hinblick auf die Recruiting-Dienstleistungen der Arbeitsagentur spielen sowohl die Online-Jobbörse der BA als auch direkte Kooperationen eine wesentliche Rolle.
 

Zwölf Prozent der offenen Stellen werden über andere Internet-Jobbörsen besetzt, elf Prozent der Unternehmen finden über ihre eigenen Karriereseiten neue Mitarbeiter. Weitere zehn Prozent der Vakanzen werden aufgrund von Initiativbewerbungen oder im Unternehmen gesammelte Bewerberlisten besetzt. Andere Recruiting-Kanäle – beispielsweise Social Media oder die Mitarbeitersuche über Personalberatungen – spielen dagegen eine vergleichsweise marginale Rolle.
 

Die Bundesagentur für Arbeit zählt für die Unternehmen – einmal abgesehen von persönlichen Kontakten – damit zu den wichtigsten Recruiting-Anlaufstellen. In der IAB-Erhebung konnte sie sich sogar geringfügig vor den „privaten“ Stellenbörsen im Internet platzieren. In einer effizienten Multiposting-Strategie besitzt die Kooperation mit der BA daher trotz der Vielfalt möglicher anderer Recruiting-Kanäle einen hohen Stellenwert.
 

Lesen Sie auch Teil 2 / 2 „Bewerbersuche über die Bundesagentur für Arbeit: Die JOBBÖRSE der BA optimal nutzen“.
 

Quellen:
BA – Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland Mai 2016
Statista.com – Arbeitslosenquote in Deutschland von Juni 2015 bis Juni 2016
IAB – Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 18.2.2016

 

Dr. Janine El-Saghir

Dr. Janine El-Saghir studierte Kultur- und Literaturwissenschaft. Nach ihrer anschließenden Dissertation, vielen Auslandsaufenthalten und der Rückkehr nach Deutschland arbeitete Frau El-Saghir als Marktforscherin. Bald auf einer Management-Position in internationalen Teams. Seit 2011 arbeitet sie als freiberufliche Texterin und Autorin.

1 Kommentar

  • Adam

    06.07.2016 at 13:15 Antworten

    Sehr interessanter Artikel! Hiermit möchte ich auf das Portal Dojczland.info aufmerksam machen, wo man kostenlos Stellenanzeigen erstellen kann. Es bietet einen Login über Twitter, Facebook, Gmail, Yahoo usw. an, was den ganzen Prozess schneller macht. Das Portal richtet sich an die in Deutschland lebenden Polen.

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