Die Candidate Journey der Zukunft

Die Candidate Journey der Zukunft

Den Bewerber da abholen, wo er ist – am liebsten autonom (Teil 1)

Zum Jahresende zeigen wir mal anhand einer kleinen Geschichte, was künftig unter einer erfolgreichen Candidate Journey verstanden wird. Die Moral von der Geschicht, gibt’s natürlich am Ende.

Autonom nach München

Paul ist leidenschaftlicher Fußballfan. Mit seinem Freund Ole hat er sich Karten für ein FC-Bayern-Spiel in der Allianz Arena besorgt. Die beiden Freunde fahren mit Pauls autonomen Auto aus dem Rheinland nach München. Durch GPS-Koordinaten und zusätzliche Sensoren erfasst das Auto während der Fahrt permanent in Echtzeit seine Umgebung. Neben der Fahrbahnerkennung müssen dabei zahlreiche Kriterien berücksichtigt werden.

Unzufrieden im Job

Unterwegs unterhalten sich Paul und Ole über Ihre Jobs. Paul ist mit seinem ziemlich unzufrieden. Er ist Softwareentwickler. Die Projekte, die er betreut, langweilen ihn mittlerweile und zwischenmenschlich passt es in seinem Team auch schon längst nicht mehr. Ob er einen neuen Job suche, fragt ihn Ole, aber das verneint er. Er hat immer viel zu tun und hat keine Lust, wenn er dann endlich Feierabend hat, auf Jobbörsen rumzuhängen und Inserate durchzuklicken. Aber seinen Lebenslauf, so Paul, hat er immer auf dem aktuellen Stand im Netz. Allzeit bereit eben. Nach und nach kommen sie auf andere Themen.

Eine Stellenanzeige als Werbebanner

Das Navi korrigiert unterdessen eigenständig die Route, weil ein Stau umfahren werden kann. Die beiden sind in ihr Gespräch vertieft und kriegen das nicht mit. Als sie über das bevorstehende Fußballspiel sprechen ruft Ole nebenbei auf seinem Smartphone die FC-Bayern-Seite und eine Seite für Fußballnachrichten auf. Als Werbebanner erscheint dabei auf dem Bildschirm eine genau zu Paul passende Stellenanzeige.

In ihr wird ein Software-Entwickler für München gesucht. Neugierig klicken die beiden die Anzeige an. Die Stellenanzeige spricht Paul an. Die Aufgaben reizen ihn, die Anforderungen erfüllt er, das Unternehmen macht einen sympathischen Eindruck. Paul überlegt nicht lange. Mit einem Klick bewirbt er sich während der Fahrt vom Smartphone aus auf die Stelle.

Kurze Wege bei der One-Klick-Bewerbung

Umgehend erhält Paul eine Eingangsbestätigung mit einem Dank für seine Bewerbung. Planmäßig erreichen die beiden Fußballfans das Stadion und erleben ein phantastisches Fußballspiel. Bei einem Blick auf sein Handy zwischendurch findet er in seinem Postfach eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Paul ist in Feierlaune und beschließt mit Ole den Münchenaufenthalt um eine Nacht zu verlängern, um am nächsten Tag das Bewerbungsgespräch wahrzunehmen. Paul freut sich, dass er zufällig dieses Stellenangebot gefunden und sich beworben hat.

Ungeplantes Vorstellungsgespräch

Am nächsten Morgen sitzt Paul im Vorstellungsgespräch. Hier lernt er seinen zukünftigen Chef und später auch seine neuen Kollegen kennen. Die Chemie stimmt. Der Reiz des Neuen entfaltet seine Wirkung. Das Unternehmen bietet Paul einen Arbeitsvertrag an. Paul freut sich und fährt mit einem Vertragsentwurf gemeinsam mit Ole zurück nach Köln – autonom versteht sich. 4 Wochen später, packt er seine Umzugskisten und zieht gen Süden. Er hat das Angebot angenommen und ist glücklich über eine neue berufliche Herausforderung. Was für ein Glück und was für ein Zufall, sagen später viele. Das war aber kein Zufall!

Und die Moral von der Geschicht:

Eine Stellenanzeige muss da veröffentlicht werden, wo sich die Zielgruppe – die potentiellen Bewerber – im Internet aufhalten. Damit werden Stellenanzeigen auch jenseits der Jobbörsen und Karriereseiten geschaltet, wie jede andere Werbeanzeige auch. Das beschriebene Münchner Unternehmen nutzt genau die richtigen Instrumente, um im immer knapper werdenden Bewerbermarkt an die gewünschte IT-Fachkraft zu kommen. Über eine normale Stellenanzeige hätte man Paul nie erreicht.

Durch eine umfangreiche Bewerber-Persona war bekannt: Wo holen wir unseren Wunschkandidaten am besten ab und wie sprechen wir ihn am besten an? Das stellenschaltende Unternehmen hat verstanden, dass dieses Wissen wichtig ist und hat es gezielt eingesetzt. So konnte es Paul erreichen und überzeugen. Die umgehende Antwort und die nachgelagerten schnellen Recruiting-Prozesse mit einem Vorstellungsgespräch innerhalb von weniger als 36 Stunden machen diese Erfolgsstory überhaupt erst möglich.

Die Journey der Zukunft ist autonom: egal ob wir autonom Auto fahren oder ob wir als Unternehmen autonom Stellenanzeigen ausspielen. Im Kern werden in beiden Reisen massenhafte Daten in Echtzeit verarbeitet und für eine angenehme und erfolgreiche Reise ausgewertet. Diese Intelligenz führt zum Reiseziel und damit zum neuen Mitarbeiter.

Selbstfahrende Autos und autonome Stellenanzeigen – alles Zukunftsmusik? In München testet BMW selbstfahrende Autos in der Innenstadt und GermanPersonnel, ebenfalls ein Münchner Unternehmen, testet gerade autonome Stellenanzeigen. In der bayrischen Hauptstadt scheint der Hotspot für Autonomie zu liegen. Lesen Sie deshalb nächste Woche unseren Blog-Artikel Die magische Stellenanzeige: autonom zum Bewerber.

Friederike von Hülsen
Friederike von Hülsen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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