Chef und Kollegen verkleidet bei der Arbeit

Chef und Kollegen verkleidet bei der Arbeit

Was Euch das Karnevalskostüm über den Träger verrät

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen und spaltet die Gemüter, zum Beispiel bei der Frage: Verkleidung ja oder nein? In Karnevalshochburgen wird auch bei der Arbeit gefeiert und alles etwas lockerer genommen. Andernorts merkt man dagegen wenig bis nichts vom bunten Treiben.

Mit Verkleidung im Büro

Auch ohne Stimmungsmusik oder Luftschlangen und Konfetti kommen selbst in karnevalsfernen Orten viele am Schwerdonnerstag oder am Rosenmontag verkleidet zur Arbeit.
Durch die Verkleidung können wir für eine begrenzte Zeit in eine fremde Rolle schlüpfen. Man wechselt scheinbar das Ich – wobei Psychologen sagen:

Unsere Persönlichkeit steckt auch in der Verkleidung.

Welche Persönlichkeiten stecken hinter diesen Verkleidungen?

1. Pirat, Cowboy, Clown, Indianer – die Langweiler

Der Theorie nach werden diese Klassiker von absoluten Langweilern getragen. Sie sprechen für fehlende Kreativität und mangelnden Einfallsreichtum. Wird das Kostüm sogar jedes Jahr aufs Neue angezogen, traut sich der Träger anscheinend nicht mal zu Karneval Gewohntes zu verlassen.

Zugegeben, das ist ein hartes Urteil. Der Träger selber möchte vielleicht ganz anderes mit seiner Verkleidung ausdrücken: So könnten Pirat und Indianer sich als Womanizer fühlen, die aktiv und voller Energie nehmen, was sie wollen. Der Cowboy könnte Stärke und Dominanz zeigen, wenn diese auch wahrscheinlich am Aschermittwoch kläglich endet. Und der Clown? Er zeigt durch sein Kostüm eigentlich am ehrlichsten von allen, dass er feiern und lachen möchte – eigentlich sehr selbstbewusst.

2. Zombies, Hexen und Hässlichkeiten – die Selbstbewussten

Sich hässlich zu präsentieren beweist eindeutig Mut und Selbstbewusstsein. Wer sich mit Buckel, Warze, Wunden, etc. zeigt, definiert sich nicht über Äußerlichkeiten und ist nicht auf die Anerkennung durch andere angewiesen. Der Kostümierte hat einfach Spaß albern zu sein und steht tendenziell über den Dingen – auf jeden Fall ein interessanter Charakter!

3. Kätzchen, Häschen, Prinzessin – die Schutzbedürftigen

Liegt der Schwerpunkt auf hübsch und niedlich, drücken die Verkleideten ihr Schutzbedürfnis aus. Sie sehnen sich nach Anerkennung. Man könnte daraus schließen, dass sie im Alltag tendenziell überfordert sind und sich Unterstützung und Zuwendung wünschen.

Auch Männer können ihr Bedürfnis nach Schutz, Sicherheit und „Kümmerung“ im Kostüm ausdrücken, indem sie sich als Baby verkleiden. Wer diesen Eindruck weder bei seinem Chef, noch bei seinen Kollegen hervorrufen möchte, der wähle bitte ein anderes Kostüm fürs Büro. Das gilt für Männer wie für Frauen.

4. Sexbomben – die Unsicheren

Wenn der Fokus nicht auf der Schönheit, sondern auf den weiblichen Reizen liegt, dann lotst hier jemand seine Grenzen aus. Durch ein aufreizendes Äußeres mit tiefem Dekolleté, kurzem Rock, hohen Schuhen, roten Lippen, etc. möchte Frau endlich mal etwas erleben. Sexy Kostümierte experimentieren mit ihrem Sexappeal.

Im Alltag sind diese (nun als Krankenschwester, Engelchen, Teufelchen o.ä.) Verkleideten nämlich eher zurückhaltend und bescheiden. Meist sind sie unsicher bezüglich ihres Marktwertes und testen ihn so aus.

Fürs Büro ist diese Verkleidung nicht zu Empfehlen. Führt sie doch unweigerlich zu Gerede und bereitet anzüglichen Bemerkungen bis hin zu Handgreiflichkeiten den idealen Nährboden. Wer mit dieser Kostümierung experimentieren möchte, der macht dies besser nach Feierabend.

5. Do-it-yourself-Kostümierte – die starken Persönlichkeiten

Der Individualist kniet sich richtig in die Ideenfindung und Anfertigung eines eigenen Kostüms rein. Er ist kreativ und lässt seiner Fantasie freien Lauf. Möglicherweise ist hier auch mal der ein oder andere Fehlgriff dabei, aber das beweist nur seinen Mut Neues auszuprobieren. Auf jeden Fall wünscht er sich Anerkennung und Beachtung für seinen Einsatz. Wenn das Kostüm originell ist und Charme hat, dann gibt man sie ihm doch gerne, oder?

Also: Helau und Alaaf, aber treibt es nicht zu bunt. Und bitte lasst alle in Ruhe, die mit Karneval, Fasching, Fastnacht und Co. nichts am Hut haben.

Wer sich fragt, was man beim Karneval feiern im Büro beachten muss, der wird bestens informiert bei diesem Karnevals-Knigge.

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Friederike von Hülsen
Friederike von Hülsen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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