Alternativen zu Gehaltserhöhungen – Teil 1/2

Alternativen zu Gehaltserhöhungen – Teil 1/2

Der Staat freut sich über Gehaltserhöhungen – dabei gibt es via Benefit lohnende Alternativen

Die Gehaltserhöhung steht für ein Mehr an Geld bei identischer, gleichbleibender Arbeit und als Anerkennung für erbrachte Leistungen in der Vergangenheit. Im Prinzip also ein Grund, dass der Arbeitnehmer sich freut. Doch ist es wirklich so, dass die Gehaltserhöhung alternativlos ist und sie sich immer in Euro und Cent auszahlt? Natürlich nicht, denn die kalte Progression lässt die Bruttogehaltserhöhung schnell dahin schmelzen und der Staat freut sich.

In ganz schlechten Fällen kann es sogar passieren, dass der Arbeitnehmer nach einer Gehaltsanpassung weniger auf dem Konto findet als vor der Erhöhung. Doch wie können Unternehmen und Arbeitnehmer sicherstellen, dass ein Mehr auch vollständig beim Mitarbeiter ankommt? Gibt es Alternativen, die sich für beide Seiten rechnen? Ja, die gibt es: via Benefit.

Benefit – steuerfreie Anerkennungen für Mitarbeiter steigen im Kurs

Das Grundlegende vorab: mit jeder Gehaltsanpassung steigt auch die Abgabenlast beim Arbeitnehmer. Gerade dann, wenn Gehälter nur um ‚Kleinbeträge‘ angepasst werden, kommt wenig von der Erhöhung dort an, wo sie ankommen soll: beim Arbeitnehmer. Rein rechnerisch sieht es so aus, dass eine Gehaltserhöhung von 100 Euro monatlich der Arbeitgeber mit 120 Euro belastet, aber nach Abzug der Abgaben nur rund 50 Euro beim Arbeitnehmer landen. Das bedeutet, der Staat freut sich über 70 Euro an Mehreinnahmen. Doch es gibt sie tatsächlich, die Alternativen zur Gehaltserhöhung, die für beide Vertragspartner lukrativ ist: Sachbezüge.

Ein Sachbezug oder Benefit wird in der Regel nicht oder nur sehr gering besteuert. Darunter können Karten für das Fitnessstudio bei sportaffinen Mitarbeitern fallen, Smartphones, Tablets, Kreditkarten mit einem Prepaid Guthaben, die Beiträge zur Kita und so weiter. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: von 100 Euro kommen über den Benefit auch 100 Euro netto beim Mitarbeiter an und die Bindung ans Unternehmen wird zudem verstärkt, da der Mitarbeiter sofortiger Nutznießer der Mehrleistung ist. Das Unternehmen kümmert sich!

Alternativen zur Gehaltserhöhung – Benefit Bausteine als Wirkungspaket

Gerade basierend auf der Tatsache, dass sich ein Benefit bausteinartig kombinieren lässt, stellen Unternehmen sicher, dass auch hochpreisige Elemente in voller Höhe beim verdienten Mitarbeiter ankommen. In der Geschichte der non-pekuniären Gehaltserhöhungen stand einmal der Firmenwagen hoch im Kurs. Doch gerade die Generation Y (zwischen 1980 bis 2000 geborene Mitarbeiter), entscheiden sich immer häufiger gegen den Pkw aus der Firmenflotte. Hier hat sich das Firmenrad – vorzugsweise in der Variante als E-Fahrrad – als erstklassige Alternative erwiesen, die dazu noch gesundheitsfördernd durch das Mehr an Bewegung gerade bei sitzenden Tätigkeiten ist. Doch das Fahrrad bringt einen weiteren Vorteil mit: die Privatnutzung des Rades ist, anders als beim Pkw, kostenfrei umsetzbar. Einzig der geldwerte Vorteil, zehn Prozent oder 100 Euro je Tausend Euro Anschaffungspreis, ist zu entrichten.

Gerade im mobilen Zeitalter stehen jedoch auch leistungsfähige – und somit oft sehr teure – Smartphones oder Tablets hoch im Kurs. Da wäre zuerst die Option, dem Mitarbeiter ein solches Gerät als Firmen-Smartphone zukommen zu lassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter sein Wunschtelefon über das Unternehmen leasen kann. Und nein, dem verdienten Angestellten das Telefon einfach so zu schenken funktioniert nicht, da es einen geldwerten Vorteil darstellt, auf den Steuern zu entrichten wären. Doch das wird mit dem Überlassungsvertrag elegant umgangen. Der Mitarbeiter hat das technisch neuste Equipment, einen Bonus auf seine Leistung und die Unternehmensbindung wurde generiert.

Beim Leasingvertrag vom exklusiven Smartphone oder Tablet oder Rechner bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass der Mitarbeiter Verantwortung dafür trägt, wenn das Gerät entwendet wird oder es repariert werden muss. Das Gute: nach zwei Jahren kann der Mitarbeiter das Gerät zum angegeben Restwert erwerben. In diesem Zusammenhang lassen sich auch weitere Zuwendungen generieren: die Firma überweist dem Mitarbeiter steuerfrei und ohne Sozialabgabenpflicht die Handyrechnung, nachdem der Angestellte sie vorher selbst bezahlt hat. Auch das ist statthaft, wenn eine (Teil)Nutzung fürs Unternehmen motiviert wird.

Tankgutscheine, Fitnessstudio, Kita – die Möglichkeiten beim Benefit sind breit aufgestellt

In der Vergangenheit wurden gerne Tankgutscheine – 44 Euro im Monat brutto für netto – in das Portfolio der Sachbezüge aufgenommen. Das gestaltete sich aus dem Grund schwerer, da nur die exakte Summe auftauchen durfte. Schon bei der Übertankung von einem Cent war die Rechnung nicht mehr einreichungsfähig. Das wurde dahingehend verändert, dass der Gesetzgeber eine Tankpauschale von 44 Euro zulässt. Doch Vorsicht: zahlt das Unternehmen bereits ein Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr, werden die 44 Euro damit verrechnet!

Eine Variante, die sich für beide Seiten rechnet, ist die Übernahme der Kosten für das Fitness-Studio. Der Mitarbeiter hält sich fit, tut etwas für die Gesundheit und reduziert damit zum Beispiel die Ausfallzeiten. Hierfür fallen pro Jahr rund 500 Euro je Mitarbeiter an, welche nutzbar sind, um die Gesundheit des Angestellten nachhaltig zu fördern. Absolut angesagt sind auch die Betreuungszuschüsse bei Kindern. Je nach Stadt und Region ist es möglich, hier bis zu einem Mitarbeitervorteil von 500 Euro monatlich zu kommen – eine starke Entlastung, ohne Sozialabgabepflicht und steuerfrei – als Benefit fürs Familienbudget.

Alternativen zur Gehaltserhöhung – Benefit statt Bargeld

Die Beispiele zeigend deutlich auf, dass Unternehmen und Mitarbeiter, wenn Flexibilität vorhanden ist, viele Benefit-Alternativen haben, um Leistungen Anerkennung zu gewähren. Auch ohne dass der Staat sich über die Abgabelast bedient. Über die Bausteinregelung beim Benefit lassen sich auch höhere Gehaltsanpassungen so flexibel gestalten, dass die Summe brutto für netto dort ankommt, wo sie landen soll: beim Arbeitnehmer.

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