Digitale Transformation – und nun?

Digitale Transformation – und nun?

Mit welchen Änderungen im Arbeitsalltag müssen wir rechnen?

Unter dem Schlagwort „Digitale Transformation“ werden sämtliche Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft verstanden, die auf die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien zurückzuführen sind. Dieser Veränderungsprozess ist nichts Neues. Schon mit der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung vor mehr als 25 Jahren löste die Digitalisierung Veränderungen aus. Nicht ohne Grund fragst Du Dich vielleicht, warum die Digitalisierung zum aktuellen Zeitpunkt so in den Fokus rückt. Was ändert sich für Unternehmen im Allgemeinen und für Arbeitnehmer im Speziellen?

Informationen digital festhalten

Häufig ist in Zusammenhang mit Digitalisierung von Veränderung die Rede. Unzweifelhaft ist natürlich, dass sich diese Veränderung auf die notwendige Infrastruktur bezieht. Aktuelle Trends wie die Nutzung der Cloud und „Big Data“ sind nur möglich, wenn die Daten entsprechend erfasst und bereitgestellt werden können. Auch schnelle Internetverbindungen sind Pflicht. Dies stellt insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen häufig ein Problem dar.

Im Zuge dessen wird eine Dematerialisierung voranschreiten. Darunter wird verstanden, dass Informationen zunehmend nicht mehr physisch festgehalten werden. Das klassische Ausdrucken einer E-Mail wird immer häufiger der Vergangenheit angehören. Die Digitalisierung von Daten ist aber aus anderen Gründen interessant:

Durch die digitale Personalakte kann die Information über einen Bewerber oder Mitarbeiter jederzeit eingesehen werden – auch von unterschiedlichen Zweigstellen eines Unternehmens. Vielleicht bringt ein Angestellter Qualifikationen mit, die zunächst nicht relevant erscheinen, aber später einmal wichtig werden. Durch die digitale Personalakte stehen die Informationen jederzeit zur Verfügung. Es ist möglich, einen Bewerber noch einmal zu kontaktieren.

Informationen von überall an jedem Ort bereitstellen

Du warst bisher noch daran gewöhnt, jeden Morgen in Dein Büro zu fahren. Prinzipiell besteht dazu keine Notwendigkeit mehr. Durch schnelle Datenübertragungen spricht nur noch wenig gegen das Homeoffice. Moderne Anwendungen lassen sich direkt im Browser ausführen.

Eine schnelle Informationsübermittlung und die zentrale Speicherung auf einem Server sorgen dafür, dass die Arbeit von überall aus erledigt werden kann.

Auch Meetings könnten an Wichtigkeit verlieren, weil sich an einem Projekt in Echtzeit arbeiten lässt, selbst wenn sich die Projektteilnehmer nicht im selben Raum befinden. Abgesehen von den organisatorischen Erleichterungen verringern sich auch die Kosten für die Informationsübermittlung.

Was die sozialen Netzwerke verändern

Der Erfolg der sozialen Netzwerke sorgt im Zuge der Digitalisierung ebenfalls für Änderungen. Ihr Vorteil für Unternehmen liegt darin, dass sie so einen weiteren Marketing-Kanal haben. Über Social Media-Kanäle können sie direkt die User erreichen und mit ihnen kommunizieren. Der Kundenkontakt wird somit unmittelbarer, im Idealfall in Echtzeit.

Das oft vorgebrachte Argument Social Media sei günstig, ist dagegen ein Trugschluss. Die regelmäßige – und alles andere ist sinnlos – Pflege eines Accounts ist sehr zeitaufwendig und somit auch kostenintensiv. Wird die Mühe jedoch mit einer aktiven und großen Fangemeinde belohnt, profitiert das Unternehmen davon, v. a. in Krisenzeiten.

Die Furcht vieler Unternehmen, dass negative Inhalte über sie dann die mediale Runde machen könnten ist völlig unbegründet. Die Verbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken durch das Teilen der Nutzer kann man nicht beeinflussen. Es ist sogar von Vorteil, wenn sich der Frust oder die Wut von Kunden auf der eigenen Plattform abspielt, weil man dann immerhin noch reagieren kann. Selbst die größten Shitstorms haben noch kein Unternehmen in den Ruin getrieben.

Wenn man von einem Nachteil sprechen möchte, dann besteht dieser v. a. darin, dass neue Aufgabenbereiche entstehen, für die wahrscheinlich sogar neue personelle Kapazitäten geschaffen werden müssen.

Zunehmende Flexibilisierung

Die Frage, die sich für Dich als Angestellter stellt, lautet vermutlich: Wie werden sich die Arbeitsanforderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt ändern? Eine Entwicklung, die Du vermutlich selbst schon bemerkt hast, ist eine steigende Dynamik.

Die Veränderungen laufen immer schneller ab.

Mehr als jemals zuvor musst du nun stetig hinzulernen. In Unternehmen entstehen neue Prozesse. Neue Software wird eingesetzt. Weiterbildungen und zusätzliche Qualifikationen werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Diese Tatsache ist auch darauf zurückzuführen, dass sich durch die Digitalisierung viele Arbeitsprozesse automatisieren lassen, die vor einigen Jahren noch manuell durchgeführt wurden. Gegenstände werden „smart“, Sensoren und Algorithmen erkennen, wann beispielsweise eine Bestellung ausgelöst werden muss oder sonstige Kennzahlen nicht mehr dem Sollwert entsprechen.

Eine weitere Veränderung bezieht sich auf die zunehmende Flexibilisierung. Bereits erwähnt wurde, dass sich aufgrund der Cloud von überall aus arbeiten lässt. Du kannst davon ausgehen, dass immer mehr Arbeitgeber dies allerdings auch verlangen werden. Entsprechende Smartphone-Apps erlauben den Zugriff von unterwegs. Die ständige E-Mail-Flut ist schon seit Jahren ein schwerwiegendes Problem in vielen Unternehmen.

Digitalisierung wirbelt etablierte Branchen durcheinander

Hinzu kommt natürlich das Risiko, dass einige Branchen gänzlich obsolet werden: Uber macht dem Taxifahrer Konkurrenz, Airbnb den Hoteliers, und Fintech-Unternehmen den Banken. Eine weitere Neuerung der Digitalisierung besteht nicht zuletzt darin, dass innovative Startups ohne viel Kapital Bekanntheit erlangen und ihre Produkte vertreiben können – mit entsprechenden Folgen für die etablierten Anbieter.

Digitalisierung bedeutet also, dass durchaus neue Möglichkeiten geschaffen werden und sich Kosten in vielen Bereichen senken lassen. Sie bedeutet aber auch: Wir werden uns vor allem immer seltener zurücklehnen können.

Die Anforderungen an jeden Einzelnen dürften steigen.

Ausblick

Wenn künftig Autofahren autonom abläuft, wird es keine Autofahrer, Taxifahrer und Busfahrer mehr geben. Gewerbliche Helfer, die heute noch v. a. mit ihren Händen arbeiten, werden zunehmend von Robotern ersetzt. In Zukunft werden nicht mehr ihre Hände und ihre Kraft benötigt, sondern nur noch ihr Kopf. Sie müssen Maschinen bedienen, Prozesse überwachen und Computerprogramme steuern.

Die gesamte Arbeitswelt und auch der Arbeitsmarkt verändern sich immer schneller. Da stellt sich für uns als E-Recruiting-Software-Anbieter die Frage: Wie gehen wir gemeinsam mit unserem Bewerberklientel in diese Digitale Transformation?

Es gilt am Ball zu bleiben! Und wie kann man das besser, als sich z. B. regelmäßig fort- und weiterzubilden? Dies gilt auch und ganz besonders für die Zeitarbeit. Die Zukunft birgt – wie eh und je – große Chancen. Es ist unsere Aufgabe sie zu erkennen und wahrzunehmen. GermanPersonnel ist fleißig dabei. Einblicke in unsere Projekte gibt es unter: Die magische Stellenanzeige und Die Candidate Journey der Zukunft oder auf unserer Seite autonome-stelle.de.

Die Digitalisierung wird besonders an den neuen Kommunikationsmöglichkeiten und -gewohnheiten für jeden spürbar. Auch die Unternehmenskommunikation verändert sich zunehmend. Neue Kommunikationsmittel und -wege entstehen. Sie bringen neue Herausforderungen mit sich. Meike Leopold hat in ihrem aktuellen Blog-Artikel „Digitalisierung: Auch IT-Anbieter müssen mit der Zeit gehen“ dies zum Thema gemacht.

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