Die beste Zeit für ein Jobposting in den sozialen Netzwerken

Die beste Zeit für ein Jobposting in den sozialen Netzwerken

Wann erreichen Sie Ihre Kandidaten?

Stellenanzeigen werden zunehmend auch über die Social Media Kanäle verbreitet, um die gewünschten Bewerber zu erreichen. Die Halbwertszeit eines Posts auf Facebook und Co. ist jedoch extrem kurz, da ist die Frage unerlässlich, wann man ein Jobposting am besten veröffentlichen sollte. Und obwohl wir bereits vor zwei Jahren einen Artikel über die beste Zeit für Jobpostings in den sozialen Netzwerken veröffentlicht haben, wollten wir es nochmal wissen:

Hat sich etwas verändert? Sind die Zeitfenster identisch geblieben? Sind noch die gleichen Plattformen wie vor zwei Jahren relevant? Und wo findet man überhaupt seine potentiellen Bewerber, um sie mit einer Stellenanzeige in den sozialen Netzwerken anzusprechen?

Google+, Sie sind raus! – Herzlich willkommen, YouTube!

Hatten wir vor zwei Jahren noch angegeben, wann die optimale Zeit für ein Jobposting bei Google+ ist, so können wir diese Plattform nun streichen. Google+ hat mittlerweile keine Bedeutung mehr. Es konnte sich nicht wirklich durchsetzen. Doch wo sich eine Tür oder Option schließt, öffnet sich eine neue. Das ist in diesem Fall YouTube.

Sie als Unternehmen haben bereits einen Kanal bei YouTube? Perfekt! Der Videokanal ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Insbesondere die junge Bewerberschicht finden Sie genau hier. Doch wie können Sie Videos zur Personalgewinnung einsetzen?

So nutzen Sie YouTube für Ihr Recruiting

Sie können zum Beispiel Imagevideos posten, um sich als innovatives Unternehmen und attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Setzen Sie Ihr Unternehmen in Szene. Zeigen Sie die zu besetzende Arbeitsstelle, zeigen Sie Ihre Mitarbeiter und locken Sie mit Benefits.

Mit Videos kann man Emotionen leichter transportieren, als mit jedem (Stellenanzeigen)Text. Nutzen Sie das für sich! Ein YouTube-Video eignet sich hervorragend als Einstieg, um potentielle, vor allem junge Kandidaten mit Ihrer Unternehmensmarke vertraut zu machen und um Sympathiepunkte zu sammeln.

Ist das Interesse an Ihrem Unternehmen geweckt, kann der potentielle Bewerber zum Beispiel über die Karriereseite des Unternehmens alle weiteren Informationen über freie Stellen erhalten und eine Bewerbung in die Wege leiten.

Was ist besonders beim Recruiting über die Social Media Kanäle?

In sozialen Netzwerken wie Facebook wird nicht nach Jobs gesucht. Ihre potentiellen Bewerber bekommen Ihr Jobangebot einfach in Ihre Timeline gespült. Deshalb:

Das Jobposting muss so verfasst sein, dass es vom jeweiligen Netzwerk als relevant für die Person eingestuft wird.

Andernfalls zeigt das Netzwerk potentiellen Kandidaten Ihr Jobposting gar nicht erst an. Je genauer das Profil des für Sie interessanten Bewerbers definiert wird (Ihre Candidate Personas – hier finden Sie Tipps zur Erstellung) und je höher die Übereinstimmung zum tatsächlichen Kandidaten ist, desto größer die Aussicht ihn zu erreichen. Facebook bietet beispielsweise hervorragende Möglichkeiten für Ihr Targeting.

Je genauer Sie ihren Bewerber kennen, desto besser können Sie diese Targetingoption für sich nutzen. Der Algorithmus erkennt das Nutzerverhalten (Verharren auf einem Beitrag, Liken, Kommentieren, Teilen) und passt das Ausspielen von Posts diesem an.

Für Jobpostings auf Facebook empfiehlt es sich deshalb bezahlte Anzeigen zu schalten, um die Targeting-Funktion von Facebook zu nutzen und eine höhere Reichweite zu erzielen.

Die organische Reichweite von Unternehmen sinkt immer stärker. Die Anzahl der Fans einer Seite gibt letztendlich keinerlei Auskunft mehr darüber, wie vielen dieser „Fans“ die Posts der jeweiligen Seite überhaupt noch ausgespielt werden.

Erfolgreiche Stellenschaltung – wann sind die User wo aktiv?

Im ersten Artikel sind wir bereits auf die Zeitfenster eingegangen, in denen die User aktiv sind. Im Grunde gelten diese Zeiten auch heute noch unverändert, wie Digital-Agentur Adenion eruiert hat.

Twitter – Das Publikum auf Twitter hat laut Adenion und nach unseren eigenen Erfahrungswerten im Grunde drei eigene Zeitfenster im deutschen Markt. Wenn Sie Social Signals in hoher Frequenz erhalten wollen, ist bei Twitter die Zeitschiene zwischen 7 und 10 Uhr, 11 und 13 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr anzuspielen. Jeweils auf Werktage bezogen.

Facebook – Die besten Interaktionsraten lassen sich nach den Erhebungen von Adenion an Wochentagen über die Plattform Facebook zwischen 13 und 16 Uhr sowie zwischen 18 und 22 Uhr erzielen. Eine Sonderregelung greift für den Freitag und das Wochenende, denn in diesen Fenstern tobt das pralle Leben auf Facebook und das mit hohen Interaktionsraten.

XING und LinkdIn – Hier findet sich ein ähnliches Anforderungsprofil wie bei Twitter wieder. Zwischen 7 und 10 Uhr sowie zwischen 17 und 18 Uhr besteht die größte Wahrscheinlichkeit, Ihre potentiellen Bewerber zu erreichen. Das sind die Wege zur Arbeit, bzw. abends zurück nach Hause.

YouTube – Auf diesem sehr spannenden und extrem stark frequentierten Kanal, können Sie hervorragend jüngere Bewerber (auch Auszubildende) ansprechen. Das Zeitfenster liegt dabei eher in den Stunden am Nachmittag, am Abend und am Wochenende. Das liegt daran, dass sich in der Schule (angehende Azubis) oder am Arbeitsplatz schlecht Videos mit Ton anschauen lassen.

Für die Zeitangaben ist wichtig zu wissen: Hier sind Durchschnittswerte genannt. Sie müssen jedoch stets genau Ihre Zielgruppe im Blick haben. Forschen Sie nach, ob für Ihre Candidate Personas evtl. abweichende Zeiten gelten.

 

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