Dauernörgelnde Kollegen ziehen dich runter?

Dauernörgelnde Kollegen ziehen dich runter?

7 Tipps, wie du dich vor negativer Stimmung im Büro schützt

Jeder hat mal einen schlechten Tag. Manche haben aber offensichtlich nur schlechte Tage. Das könnte man meinen, wenn man so manchen bei der Arbeit zuhört. Beschwert wird sich über jeden und alles. Egal, ob es um zu viel Arbeit, Fehler der Kollegen, unzufriedene Kunden, unnötig einberufene Meetings, „blöde“ Computerprogramme, den überfüllten Pausenraum, Mülleimer, Parkplatz, S-Bahn oder fehlendes Toilettenpapier geht. Du kennst das, wenn die Stimmung kippt? Es nervt dich und zieht dich runter? Hier kommt Hilfe.

Eigentlich, eigentlich ist alles gut

Du bist glücklich im Job. Deine Aufgaben machen dir Freude. Dir geht’s gut. Alles läuft. Aber – klar kommt jetzt ein „aber“ – dein Frieden wird ständig gestört und zwar von außen. Du sitzt nämlich nicht alleine im Büro, sondern da sind noch 1, 2, 3, 4 oder noch mehr Kollegen, die zur Fraktion Dauernörgler und Schwarzmaler gehören. Ständiges Nörgeln, Schimpfen und Lästern verpesten die Stimmung. Das ist so. Man spürt die angespannte Atmosphäre. Das ganze Büro kann dadurch geradezu verseucht werden. Dass das nicht auf einen abfärbt, ist ganz schön schwer. Aber was wäre das Leben, ohne Herausforderungen? Gute Stimmung zu haben, wenn alles toll ist, kann jeder. Deshalb kommen hier Tipps, wie du mit schlechter Stimmung von anderen umgehen kannst.

7 Tipps, um glücklich zu bleiben

 1. Tipp: Schweigen ist Gold

Geh nicht groß auf das Gesagte ein. Das führt nämlich nur dazu, dass das jeweilige Thema weiter in epischer Breite ausformuliert wird. So bekommt es mehr und mehr Raum. Je aufgebrachter dein Kollege oder deine Kollegin ist, desto weniger zugänglich wird er oder sie für deine noch so gut gemeinten Beruhigungsversuche sein.

Wenn du nicht auf das Genöle, Geschimpfe oder Gejammere eingehst, ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sich die Stimmung schneller wieder entspannt. Eine Flamme, die keinen Sauerstoff bekommt, geht schließlich auch aus.

2. Tipp: Mach die Probleme anderer nicht zu deinen

Sofern du nicht direkt in den Ärger involviert bist, halte dich einfach raus. Wahrscheinlich fehlen dir sowieso Informationen, um etwas Sinnvolles beizutragen. Es ist nicht deine Baustelle, also mach sie auch nicht dazu – nicht mal in Gedanken. Sonst wirst du nämlich sehr schnell von der schlechten Stimmung angesteckt und das hilft letztendlich auch nicht deinem Kollegen oder deiner Kollegin, sondern zieht dich nur ebenfalls runter.

Manche Menschen haben das „Talent“ immer Ärger anzuziehen – meist sind sie diejenigen, die sich dann auch lautstark und ellenlang darüber beschweren. Sie müssen oft einfach Dampf ablassen und brauchen die Bestätigung von außen, dass ihnen Unrecht geschieht.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du bei Ungerechtigkeiten oder Ärger, bei denen du wirklich helfen kannst, tatenlos bleiben sollst. Man arbeitet schließlich miteinander und nicht gegeneinander und sollte sich somit auch gegenseitig helfen und unterstützen. Das stärkt zudem die Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch das Betriebsklima insgesamt.

3. Tipp: Kümmere dich um dich

Wenn du merkst, dass sich mal wieder die Ärgerwolke um dich verdichtet und die Stimmung belastet, versuche bewusst bei dir zu bleiben. Lass deinen inneren Frieden nicht durch andere zerstören, sonst schadest du dir selber. Es ist wichtig, dass du lernst dich vor negativen äußeren Einflüssen zu schützen.

Hier hilft es, wenn du dir bildlich vorstellst, wie dich eine Schutzschicht umgibt, an der Negatives abprallt. Manchen hilft die Vorstellung einer schützenden Glaskuppel, die sie umgibt, anderen ein dicker Astronautenanzug. Finde deinen persönlichen Schutz!

4. Tipp: Denk an etwas Positives

Bei negativer Dauerbeschallung von anderen, rufe dir etwas Positives ins Gedächtnis, über das du dich freust und für das du dankbar bist. Indem du dich auf das Positive konzentrierst, bleibst du auf deiner positiven Frequenz. Das ist leichter gesagt als getan, aber wenn du das konsequent anwendest, wird es dir immer leichter fallen bei dir zu bleiben und dich eben nicht von der negativen Stimmung um dich herum anstecken und runterziehen zu lassen.

5. Tipp: Erfreue dich an Schönem

Hilfreich ist auch deinen Arbeitsplatz so zu gestalten, dass du dich wohlfühlst. Eine Blume, die dir gefällt, Fotos von deinen Liebsten oder Urlaubsmitbringsel, kleine Glücksbringer oder anderer „Nippes“, der dir Spaß macht. Wenn sich schlechte Stimmung ausbreitet, kannst du deinen Blick auf diese Dinge wandern lassen. Wenn du dich darauf konzentrierst, werden sie positive Gefühle in dir auslösen. Spüre ganz bewusst diesen damit verbundenen Gefühlen nach. Auch Düfte können in belastenden Situationen helfen. Es gibt stimmungsaufhellende Aromadüfte. Sie geben dir ein gutes Gefühl, sind jedoch kein penetranter Geruch, der andere stören könnte.

6. Tipp: Sieh es als Übung, bei dir zu bleiben

Ja, es nervt, wenn deine Arbeitsatmosphäre immer wieder verseucht wird und du unter der schlechten Stimmung anderer leidest. Sich darüber zu ärgern, bringt jedoch gar nichts. Du wirst deine Kollegin oder deinen Kollegen nicht ändern. Wenn dich dein Arbeitsumfeld so massiv beeinträchtigt in deiner Stimmung und somit wahrscheinlich auch in deinem Arbeiten, dann sieh es als Zeichen, dass du besser für dich sorgen solltest. Nimm es als Chance und nimm die Herausforderung an, der schlechten Stimmung zu trotzen.

 7. Tipp: Raum verlassen

Und wenn es mal wieder ganz besonders belastend für dich ist, dann verlasse den Raum. Dadurch kommst du aus der Situation raus und schützt dich. Geh kurz an die frische Luft und atme ein paar Mal tief ein. Stell dir vor, dass du dir mit dem Einatmen neue Lebensenergie holst und du mit dem Ausatmen Negatives abgibst. Das Verlassen des Büros ist zudem ein Zeichen an deinen Kollegen oder deine Kollegin, das er oder sie ja vielleicht wahrnimmt und erkennt: hier fühlt sich jemand massiv gestört.

Fazit: „Wenn das Leben dir Zitronen gib, mach Limonade draus.“ (Virginia E. Wolff) Werde kreativ und lass dir etwas einfallen wie du bei dir bleibst und schlechte Stimmung von dir fern hältst. Viel Erfolg!

Hast du weitere Ideen, teile sie uns mit, wir freuen uns über Kommentare und eure Erfahrungen im Umgang mit Spannungen bei der Arbeit.

 

 

Friederike von Hundelshausen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel seit Februar 2016 und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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