Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltigkeit im Büro

8 Tipps für mehr Nachhaltigkeit bei der Arbeit

Nachhaltigkeit – das hört man plötzlich überall. Doch was genau versteht man darunter und was hat das mit unserem Alltag im Büro zu tun? Die Nachhaltigkeit ist eigentlich ein ganz einfaches Konzept: du versuchst, durch dein Arbeiten, dein Tun und deine Aktionen die Umwelt nicht nur zu schonen, sondern zu schützen.

Jeder kann etwas dazu beitragen, denn es fängt mit dir und deinen Kollegen an. Du kannst mit Kleinigkeiten schon dafür sorgen, dass euer Büro nachhaltiger wird. Schritt für Schritt.

Weitreichender ist es natürlich, wenn der Arbeitgeber selber unternehmensübergreifend ein Nachhaltigkeitsmanagement betreibt. Zur erfolgreichen Umsetzung muss es intern kommuniziert und für alle mit Sinn belegt werden, denn alle zusätzlichen und insbesondere neuen Arbeitsabläufe und Prozesse bedeuten einen Mehraufwand für die Mitarbeiter. 

Es ist wichtig, dass die Führungsetage mit gutem Beispiel vorangeht. 

In vielen produzierenden Unternehmen werden bereits die Energieeffizienz und die Emissionen sowie ihre Umwelteinflüsse berücksichtigt. Bei Dienstleistern, Verwaltungen und kleineren Unternehmen stehen die Kosteneinsparungen durch Energieeffizienz und die Auswirkungen auf die Umwelt meist noch nicht im Vordergrund. Häufig fehlt eine Vision und die damit verbundenen Ziele, umzusetzenden Maßnahmen und Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit. 

4 Tipps für jeden Einzelnen

1. Reduziere deinen Papierverbrauch

Vieles lässt sich elektronisch bearbeiten und abspeichern, so dass auf Ausdrucken verzichtet werden kann. Das spart Papier. Beidseitige Ausdrucke verringern ebenfalls den Papierverbrauch. Fehldrucke oder bedrucktes Papier, das nicht mehr benötigt wird, kannst du zudem als Schmierpapier für Notizen nutzen.

2. Verwende Mehrwegbecher für deinen Coffee-To-Go

Ein Kaffee auf die Hand ist einfach praktisch, aber wer das (mehrmals) täglich kauft, produziert unnötigen Müll. Selbst bei vielen Bäckereien kann man mittlerweile schon Mehrwegbecher kaufen und befüllen lassen.

In München läuft aktuell die Kampagne „München hat´s satt“ gegen Einwegkaffeebecher, schließlich vermüllen 190.000 Kaffeepappbecher täglich München! In anderen Städten sieht´s bestimmt nicht besser aus.

3. Vermeide unnötige Verpackungen und trenne deinen Abfall

Viele kleine Mittagssnacks sind umweltunfreundlich verpackt. Ohne großen Mehraufwand kannst du auch die Zutaten einzeln kaufen und selber frisch zubereiten. Alternativ dazu kann man im Kollegenkreis miteinander oder abwechselnd füreinander kochen. Das spart Zeit, Geld und viel Müll, weil nicht einzeln verpackte Ein-Personen-Portionen gekauft werden. Gemeinsames Kochen im Team stärt zudem das Miteinander und somit auch das Betriebsklima.

Viele Materialien lassen sich zudem wiederverwenden, gerade bei Büromaterialien wie Ordner, Umschläge oder Kartonverpackungen. Dies reduziert den Müll, der im Übrigen getrennt werden sollte. Dies schärft auch das Bewusstsein dafür, wie viel Müll – insbesondere Plastikmüll – ständig anfällt.

4. Umweltfreundlich ins Büro kommen

Vielleicht kannst du dich mit Kollegen zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen? So verstopfen statt mehreren Autos nur ein Auto den Verkehr und pustet Abgase in die Luft. Die umweltfreundlichere Alternative zum Auto ist der öffentliche Nahverkehr. Gesundheitsbewusste steigen sogar aufs Fahrrad um. Die individuellen Begebenheiten und Bequemlichkeiten sind natürlich sehr verschieden. Es lohnt sich jedoch seine eigenen Gewohnheiten immer mal wieder kritisch zu hinterfragen.

4 Tipps für Arbeitgeber

1. Wählt eine umweltfreundliche Büroausstattung und –material

Mit einem bewussten Einkauf der im Büro verwendeten Möbel und Büromaterialien wird der Arbeitsalltag gesünder, umweltfreundlicher und sozialverträglicher. Für fast alle Verbrauchsmaterialien gibt es umweltbewusste Alternativen. Viele Produkte gibt es bereits aus recycelten Materialien oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Die memo AG hat sich auf nachhaltige Büroartikel spezialisiert. Auch recyceltes Papier oder Papier mit einem Siegel zur nachhaltigen Waldwirtschaft (FSC, EU-Ecolabel, Siegel – Blauer Engel) tragen zum Schutz unserer Umwelt bei. Wenn Büromaterial in größeren Mengen bestellt wird, reduziert man zudem Verpackungsmüll.

2. Bewusste Auswahl von Dienstleistern

Heutzutage können Druckaufträge für Werbematerialien, etc. sehr günstig vergeben werden. Die Frage ist jedoch zu welchem (sonstigen) Preis. Achte bei der Auswahl deiner Dienstleister auf die Erfüllung von Umweltstandards. Einige Druckereien produzieren bereits klimaneutral und verwenden ausschließlich umweltfreundliche Materialien. Als Leitfaden dienen Siegel wie beispielsweise Blauer Engel oder FSC.

Auf Nachhaltigkeit kann man auch beim Versand achten. Für Post, die verschickt wird, kannst du Dienste wie DHL Go Green wählen. Hier findet ein CO2-Ausgleich statt und deine Briefe werden „grün“ verschickt.

3. Spart Strom

Achtet bei Neuanschaffungen von Geräten auf ihre Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Mit der Anschaffung ist es jedoch nicht getan. Eine stromsparende Nutzung sollte ebenfalls eingeführt werden. So ist es besser Computer, Monitore und Drucker auszuschalten, als sie im Stand-by-Modus zu halten. Dies wirkt sich im Übrigen auch positiv auf die Lebensdauer von Computern und Co. aus.

Ausschalten sollte man natürlich auch unnötige Lampen. Meist merkt man erst, wenn man sein Bewusstsein für die Thematik schärft, wie viel Strom unnötigerweise verbraucht wird. Licht, das durch Bewegungsmelder aktiviert wird, kann z. B. in selten genutzten Gängen oder den Toiletten-Räumen dabei helfen Strom zu sparen.

4. Achte beim Kauf von Getränken auf Nachhaltigkeit

Mit dem Einkauf von fair gehandelten Kaffee und Tee unterstützt du Menschen in den produzierenden Ländern, verbesserst deren Lebensbedingungen und wirkst positiv auf die Umwelt. Kaffeemaschinen mit Kapseln sind dagegen eine große Umweltsünde, weil durch die Kapseln enorm viel Müll produziert wird. Indem diese Kaffeemaschinen gar nicht erst bei der Arbeit aufgestellt werden, kommt auch keiner in Versuchung sie zu benutzen.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten die Nachhaltigkeit im Büro zu steigern. Natürlich muss einiges – wie Neuanschaffungen – von der Unternehmensleitung kommen, aber auch die Mitarbeiter können in ihrem Rahmen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen – jeder einzelne! Wenn du damit anfängst, folgen deine Kollegen vielleicht schon bald und ihr tragt aktiv zu einer besseren Zukunft für unseren Planeten bei.

Nach dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ sollten die Bemühungen um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein intern wie extern auch kommuniziert werden. Außergewöhnliches Engagement fällt positiv auf (Stärkung der (Arbeitgeber-) Marke) und die Thematik dringt zunehmend ins öffentliche Bewusstsein, weshalb man sich als Arbeitgeber mit Bemühungen für Nachhaltigkeit auch durchaus  positiv vom Wettbewerb absetzen kann.

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist einer der Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software persy, unseren p1-Onlineshop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur pergenta haben.

Quelle zur Aktion: „München hat´s satt

Friederike von Hülsen
Friederike von Hülsen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.