Süßigkeiten bei der Arbeit

Süßigkeiten bei der Arbeit

Nette Geste vom Chef oder teuflische Verführung?

In vielen Büros gehören sie einfach dazu, die verführerischen süßen Kleinigkeiten in Form von Schokolade, Bonbons, Keksen, etc. Nicht nur zur Weihnachtszeit bieten viele Chefs ihren Mitarbeitern Süßes an. Auch in Meetings und Konferenzen werden die süßen Kalorienbomben gerne gereicht. Rechnet man noch das hinzu, was von Kunden und Geschäftspartnern gerade um Weihnachten herum in Form süßer Gaben in das Büro gelangt, kann man schon ins Grübeln kommen. Es scheint so, dass Süßigkeiten und Arbeit einfach zusammengehören. Ist das wirklich so? Ist das gesund?

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Unser Gehirn braucht Glukose

Tatsächlich empfinden viele Menschen einen regelrechten Heißhunger auf Süßigkeiten, wenn sie sich geistig anstrengen. Das hat durchaus einen physiologischen Hintergrund. Unser Gehirn benötigt Zucker, genauer gesagt Glukose, um entsprechende Höchstleistungen erbringen zu können. Würde man die Glukose in Bezug auf das Gehirn mit einem Auto und Benzin vergleichen, wäre Glukose der absolute Super Treibstoff. Der Appetit auf Süßes im Büro kommt also nicht von ungefähr.

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Zucker hilft nur kurzfristig

Auf der anderen Seite profitiert unser Denkorgan insbesondere von Glukosequellen aus der Ernährung, die Glukose langsam und stetig freisetzen. Das trifft auf Schokolade und Co. gerade nicht zu. Sie führen zu einem kurzen Anstieg der Glukoseausschüttung und entsprechend auch der Insulinfreisetzung, der schnell wieder abflaut. Insofern steigert die Aufnahme von Süßigkeiten die Gier auf weiteres Süßes häufig ins Unermessliche. Einer der Gründe dafür, dass man nach ein oder zwei Stück Schokolade häufig nicht mehr aufhören kann mit dem Naschen.

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Zucker als Belohnung?

Diesen Zusammenhang machen sich viele Menschen nicht klar. Sie genießen das angenehme Gefühl, das zunächst mit dem Verzehr und Süßem einhergeht. Das Gehirn ist kurzfristig zufrieden gestellt und man empfindet so etwas wie einen belohnenden Effekt. Hinzu kommen kulturelle Rituale, die wir mit Schokolade und anderen Süßigkeiten verbinden. Häufig werden bereits Kinder mit Süßigkeiten für Wohlverhalten belohnt. Das mag zum Beispiel einer der Gründe sein, warum viele Chefs der Auffassung sind, mit der Schale Pralinen zur freien Bedienung den Mitarbeitern etwas Gutes zu tun.

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Alternativen zu Süßigkeiten

Es ist heute vom gesundheitlichen Standpunkt aus weitestgehend unbestritten, dass der Verzehr von zu viel Zucker unserer Gesundheit schadet. Da überflüssiger Zucker in Fett umgewandelt wird, drohen nicht nur Übergewicht, sondern auch weitere Folgekrankheiten wie Diabetes 2 und Gefäßerkrankungen. Insofern steht die ständige Verfügbarkeit von Süßem im Büro ganz im Gegensatz zu unseren sonstigen Bemühungen um die eigene Gesundheit. So unterstützen immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Beispiel mit firmeninternen Sportmöglichkeiten oder einem Abo im Fitnessstudio.

Sind da nicht Obst, Gemüse und Mineralwasser zur freien Verfügung die bessere Alternative, um die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern auszudrücken und dabei keine gesundheitlichen Schäden in Kauf zu nehmen? Es geht nicht darum Süßigkeiten komplett zu verdammen, aber wie wäre es damit, das Angebot der Süßigkeiten mit Gesundem zu ergänzen? Entscheidend ist bei Süßem aller Art sicherlich das Maß: Wie schnell wird alles Weggefutterte wieder aufgefüllt? Aber egal was bei der Arbeit angeboten wird, letztendlich ist jeder selbst verantwortlich dafür, was er isst.

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Wie geht man mit der süßen Versuchung um?

Wer als Mitarbeiter selbst ständigen Verführungen in Form von Süßigkeiten ausgesetzt ist, sollte das Verlangen nach Zucker ebenfalls durch mitgebrachtes Obst und eine ausgewogene Ernährung begrenzen. Teilweise ist der Griff nach Süßem auch einfach eine Gewohnheit, die man bei bewusster Wahrnehmung der Gesundheit zuliebe verändern kann.

Achtsamkeit und Bewusstsein sind hier die richtigen Stichworte. Denn am gefährlichsten für die eigene Figur und das langfristige Wohlbefinden ist der ständige unbewusste, schon fast automatisierte Griff nach der Schale mit den Süßigkeiten. Hier verliert man leicht völlig den Überblick, wie viel Zucker man überhaupt täglich zu sich nimmt.

Sollte ein ganzes Team die vom Arbeitgeber gut gemeinten und zur freien Verfügung stehenden Süßigkeiten eigentlich ablehnen – zum Beispiel weil es die Diätpläne unterläuft – dann kann dies durchaus auch offen angesprochen werden und Süßes nur noch dort hingestellt werden, wo man sich darüber freut.

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Süßigkeiten sollten Ausnahme bleiben

Der Verzehr von Schokolade und anderem Süßen stellt einen angenehmen Genuss dar, der unser Leben bereichert. Als solcher sollte er auch angesehen werden und deshalb eher selten, dafür aber umso achtsamer gewährt werden. Mit einem inflationären Umgang hinsichtlich süßer Überraschungen vor allem während der Arbeitszeit zerstört man diesen Genuss langfristig und schadet der Gesundheit. Weniger ist mehr. Gesündere Alternativen gibt es genug. Wie wäre es damit, die Mitarbeiter nach ihren Wünschen zu befragen? Vielleicht freuen sie sich auch oder noch viel mehr über eine große Obstschale? Apropos Essen: Wir haben auch super Tipps für eure Mittagspause bei der Arbeit. 

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist einer der Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software persy, unseren p1-Onlineshop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur pergenta haben.

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