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Liebe bei der Arbeit

Do not f… in the same Company

 
Gegen Sex mit Kollegen und Vorgesetzen spricht erstens: Geheimnisse bleiben selten geheim. Und dann weiß es jeder im Job. Zweitens: Es endet höchstwahrscheinlich nicht gut. Drittens: Hinterher – nach dem Techtelmechtel – ist selten alles so wie vorher.
 

Wenn es auffliegt

 
Egal ob es sich um vermeintlich heimlich ausgetauschte Zärtlichkeiten, oder „nur“ um Blicke wegen eines bevorstehenden Rendezvous handelt, die Gefahr ist einfach extrem groß, dass es irgendjemand mitbekommt. Und dann: Die Info wird sich wie ein Lauffeuer herumsprechen.
 
Dabei ist es völlig egal, ob „etwas“ gesehen oder nur gespürt wird, denn sowas liegt einfach in der Luft. Viele haben sehr feine Antennen dafür. Ein einmal in die Welt gesetztes Gerücht ist nicht zu stoppen.
 
Also überlege Dir vorher: Willst Du, dass alle bei der Arbeit (glauben zu) wissen, was da läuft? Dies ist insbesondere dann brisant, wenn zwei Hierarchiestufen beteiligt sind und/oder die Beteiligten offiziell anderweitig liiert sind.
 
Tipp : Sprecht vorher darüber, was zwischen Euch ist und einigt Euch auf eine Variante für den Fall, dass es auffliegt.
 
Und, ja, man hat vielleicht ein schönes Erlebnis oder eine gute gemeinsame Zeit und im Idealfall endet es von beiden Seiten einvernehmlich ohne, dass „es“ – was auch immer „es“ war – rauskommt. Puh, Glück gehabt, würde ich sagen.
 

Einer bleibt meist auf der Strecke

 
Aber auch in diesem Fall ist es nicht so leicht, nahtlos in den davor-Zustand zurückzukehren. Ganz ohne Gefühle läuft es ja oft doch nicht ab. Von einem – wenn auch nur kurzem – „vertrauten Wir“ auf den normalen Kontakt runterzufahren, bringt meistens Gefühle der Abwertung mit sich.
 
Je länger die Verbindung dauerte und je stärker auch Gefühle beteiligt waren, desto mehr. Der/die, bzw. man selber hat keine Sonderstellung mehr, vielleicht geht man sich sogar bewusst oder unbewusst aus dem Weg. Auch dies kann im Kollegenkreis durchaus wahrgenommen und thematisiert werden. Kann man dann noch gut miteinander arbeiten?
 

Ist der Job dadurch gefährdet?

 
Gefahr für den eigenen Job droht vor allem dann, wenn man sich selber aufgrund der Geschehnisse nicht mehr wohl fühlt bei der Arbeit. Viele haben schon freiwillig den Arbeitgeber gewechselt, nachdem eine Liaison ungut endete – egal ob sie aufgeflogen ist, oder nicht.
 
Nicht jeder kann damit umgehen, wenn intime Details über sich die Runde machen oder wenn man merkt, dass kritisch bis vernichtend über einen geredet wird. Auch mangelnder Respekt der Kollegen nach Bekanntwerden eines Techtelmechtels kann den Selbstwert stark beeinträchtigen. Und selbst wenn nichts auffliegt, ist die möglicherweise tägliche Begegnung mit der betreffenden Person unangenehm und schlägt aufs Gemüt.
 
Das zwischenmenschliche Gefüge bei der Arbeit kann durch Bekanntwerden geheimer Verbindungen durcheinander gebracht werden. Dies trifft besonders dann zu, wenn man sich mit Über- oder Untergeordneten einlässt. Schnell kommt hier das Thema Bevorzugung im Kollegenkreis auf und verschlechtert das Betriebsklima.
 
Heikel ist auch das Thema Fremdgehen, wenn einer der Beteiligten bereits gebunden ist. Was, wenn ein zufälliger Mitwisser die Info an den nichtsahnenden Partner weiterträgt? Dies kann aus völlig unterschiedlichen Motiven geschehen, aber Fakt ist: Der Ärger ist vorprogrammiert. Letztendlich macht man sich so auch ein Stück weit erpressbar.
 

Beim Sex erwischt

 
Jeder kennt lustige Filmszenen, in denen auf dem Kopierer mal spontan zwischendurch Mann und Frau eng umschlungen … und sie dann von einem ahnungslosen Kollegen plötzlich erwischt werden. Das Thema ist nicht ohne.
 
Dadurch wird nämlich die betriebliche Ordnung gestört. Sofern der Sex im Einvernehmen unter Kollegen stattfindet, bleibt es in der Regel zunächst bei einer Abmahnung. Anders sieht es aus, wenn Sex mit Azubis oder Minderjährigen stattfindet. Hier liegt eine grobe Verletzung der Fürsorgepflicht vor, die zur sofortigen Kündigung führen kann. Erfolgt der sexuelle Kontakt nicht im gegenseitigen Einvernehmen geht es sogar in den strafrechtlichen Bereich und hat weitreichende Konsequenzen.
 

Single auf der Suche

 
Wenn man bedenkt, dass man locker mal 9 oder 10 Stunden bei der Arbeit verbringt, ist es eine berechtigte Frage, wo man denn als Single sonst einen Partner finden soll? Nicht ohne Grund lernen sich viele Paare bei der Arbeit kennen.
 
Tipp : Wenn es beiden Seiten ernst ist, dann sollte man die Beziehung offenlegen. Dies beugt Gerüchten vor und nimmt die Angst vor einem Auffliegen. Gegen eine wirkliche Beziehung kann keiner was sagen, sofern sie die betriebliche Ordnung nicht stört.
 
Man kann groß posaunen: „Ich würde das nie tun!“ Wie man sich verhält, wenn man auf einmal einen Kollegen/in anziehend findet und man definitiv „mehr“ will, weiß man erst, wenn einem genau das passiert. Mit schnellen Verurteilungen deshalb bitte zurückhalten!
 

Last but noch least

 
Zum Valentinstag für alle Liebenden: Ich korrigiere den oben genannten Idealfall: Im Idealfall verlieben sich natürlich beide unsterblich ineinander, bekennen ihre Liebe dann auch öffentlich und bleiben bis zu ihrem Lebensende glücklich und zufrieden zusammen. Ja, Träume sind was Wunderbares.
 
In diesem Sinne: Happy Valentine’s Day!
 

Friederike v. Hundelshausen

Friederike von Hundelshausen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel seit Februar 2016 und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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