Müde im Büro?!

Müde im Büro?!

Was spricht eigentlich gegen Kaffee und was hilft sonst?

Es ist ziemlich hart, wenn einem die Augen bei der Arbeit zufallen und man kämpft, um irgendwie wach zu bleiben. In dem Moment ist es auch völlig egal, ob man zu spät ins Bett gegangen ist, ob man nicht ein- oder nicht durchschlafen konnte. Hier hilft nicht der Vorsatz ab morgen alles besser zu machen, sondern man braucht JETZT sofort eine Lösung.

Kaffee-Tisch

Kaffee – (k)eine Lösung?

Kaffee regt die Adrenalinproduktion im Körper an. Dies setzt Energiereserven frei und gibt kurzfristig Energie. Gleichzeitig versetzt Adrenalin den Körper aber auch in Stress. Ebbt der Adrenalin-Kick wieder ab, machen sich Müdigkeit, Erschöpfung bis hin zu Kopfschmerzen und Reizbarkeit breit.

Manche trinken permanent Kaffee. Das bedeutet, sie versetzen ihren Körper in Dauerstress. Dieser ständige Alarmzustand hat sogar einen eigenen Namen: Koffeinismus. Zu den oben genannten Auswirkungen kommen noch Angstzustände und Despressionen. Von Übersäuerung im Körper und Heißhungerattacken auf Süßes ganz zu schweigen, die meist auch in Kombination mit Kaffee auftreten. Also, noch Fragen, warum Kaffee eine Ausnahme und keine Dauerlösung gegen Müdigkeit ist?

Die positive, aufputschende Wirkung von Kaffee hält nur kurz an, danach laugt er aus und zieht negative Auswirkungen nach sich.

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Ist Schwarzer Tee besser?

Schwarzer Tee enthält ebenfalls Koffein und wirkt somit auch anregend und konzentrationsfördernd. Das Koffein wird aber langsamer vom Körper aufgenommen, da sich die Gerbstoffe erst im Darm lösen, an die das Koffein gebunden ist. Gleichzeitig können die Gerbstoffe Magen und Darm sogar beruhigen. Bei schwarzem, kurz gezogenem Tee setzt die wachmachende Wirkung langsamer ein, hält dafür aber länger.

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Energy Drinks für den schnellen Kick?

Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke sind beliebt, nicht nur bei Jugendlichen. Kurzfristig helfen sie wach und konzentriert zu bleiben, genau wie Kaffee. Sie enthalten auch ähnlich viel Koffein wie Kaffee und gelten in Maßen als gesundheitlich unbedenklich. Bei erhöhtem Konsum – mehr als 2 Dosen hintereinander – wird dagegen vor diversen Auswirkungen gewarnt. Zu diesen gehören u. a. Nervosität, Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen, Herz-Rhytmusstörungen, etc.

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Tipps ohne Nebenwirkungen

  • Licht: Knips eine Tischlampe an. Licht signalisiert deinen Körper: es ist Tag, sei wach.
  • Wasser: Kaltes Wasser ins Gesicht spritzen aktiviert auch sofort.
  • Kalte Luft: Sie hilft wach zu bleiben, weil der Körper dann anfängt zu arbeiten, um dich warm zu halten. Also lüften oder in der kalten Jahreszeit mal kurz vor die Tür zu gehen.
  • Bewegung: Die Blutzirkulation wird durch Bewegung angeregt. Das hält wach. Einfache Turn- und Dehnungsübungen oder 5 min. um den Block gehen, geben einen Energiekick.
  • Kurze Pausen: Sie steigern ebenfalls die Produktivität. Ein paar Meter zum Drucker gehen, einen Kollegen persönlich aufsuchen, statt ihn anzurufen, Blumen gießen als Pause fürs Gehirn, ein Kreuzworträtsel lösen, ein kurzer Plausch oder Besuch in der Teeküche.
  • Schockmethode: Einen wachmachenden Adrenalinkick, kann man sich übrigens auch durch das Ansehen eines kurzen Horrorvideo-Trailers verschaffen. Wirkungsvoll kann auch sein, an eine wirklich ärgerliche oder stressige Situation zu denken.
  • Duftstoffe wie Zitrone, Pfefferminze oder Rosmarin aktivieren unser Gehirn und steigern die Aufmerksamkeit. Sie sind z. B. in der Apotheke als ätherische Öle verfügbar und lassen sich in jeder Schreibtischschublade für den Notfall deponieren.

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Und einfach mal ausruhen?!

Wenn man müde ist, will man ja eigentlich nur schlafen. Bei der Arbeit zu schlafen hört sich widersprüchlich an, aber unter Umständen kann man es hinkriegen. Wer bei der Arbeit die räumlichen Möglichkeiten des ungestörten Rückzugs hat, der kann z. B. ein ausgeprägtes Mittagstief für ein kurzes Nickerchen nutzen.

Powernap nennt sich das neudeutsch. So sammelt man Kraft und Energie für die zweite Tageshälfte. Die Dauer sollte jedoch wirklich kurz sein, sprich maximal 20 bis 30 Minuten, weil man danach in Tiefschlafphasen kommt. Das würde die Leistungsfähigkeit nur kurzfristig steigern, bevor sie dann wieder abfällt.

Schlafforscher haben herausgefunden, dass ein kurzer Tagesschlaf die Konzentrations-, Leistungs- und Reaktionsfähigkeit erhöht. In Asien hat sich das im Arbeitsalltag schon durchgesetzt. Auch autogenes Training setzen manche ein, um wieder wach und energiegeladen zu werden. Also, einfach mal was anderes ausprobieren, als die koffeinhaltigen Spitzenreiter Kaffee und Cola!

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist einer der Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software persy, unseren p1-Onlineshop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur pergenta haben.

Friederike von Hülsen

Friederike von Hülsen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel und unterstützt als Community Managerin das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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Ein Kommentar

  1. Klara

    Vielen Dank für die Aufstellung, ich hab sehr oft vor allem mit dem „Suppenkomma“ zu kämpfen und auch jetzt gerade in der Heuschnupfenzeit versuch ich möglichst viele Tipps zu bekommen, um den Tag einigermaßen wach durchzustehen. Ergänzend wäre noch wichtig, auch darauf zu achten, was man Mittags zu sich nimmt – leicht und fettarm und kleine Portionen sind da immer besser. Und auch zu wenig trinken kann einen wahnsinnig müde machen, also sollte man nicht nur Wasser ins Gesicht spritzen, sondern auch rund 2 Liter am Tag trinken, wie ergänzen zu den obigen Punkten noch hier zu finden ist (https://www.ifb.de/der-betriebsrat/2016-05-aus-der-praxis/was-sie-gegen-ihr-mittagstief-machen-koennen.html)

    Das mit dem Powernap ist wirklich eine gute Idee, aber man kommt sich ja doch immer blöd vor, vor allem, wenn es keinen Ruheraum gibt wie bei uns. Aber die Südländer und Japan machen es uns ja schon vor, wie viel das helfen kann, vielleicht versuche ich es doch einmal.

    Vg Klara

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