Freunde zu Kollegen machen?! – Hält die Freundschaft das aus?

Freunde zu Kollegen machen?!

Hält die Freundschaft das aus?

Einen Freund zum Kollegen machen – kann das gut gehen? Differenzen und Konkurrenzdruck im Job können zur Belastungsprobe für die Freundschaft werden. Geht die Sache schief, fällt das eventuell auf dich zurück. Läuft alles gut, könnte unter vorgehaltener Hand von Vetternwirtschaft gemunkelt werden. Andere Kollegen fühlen sich vielleicht zurückgesetzt. Wie geht ihr also am besten mit Freundschaft und Job um?

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Über ein Kollegen zum neuen Job?

Die Idee scheint genial: Mitarbeiter empfehlen Freunde als künftige Unterstützung. Auf das Unternehmen wirft es ein gutes Licht, wenn sich die eigenen Mitarbeiter nach der Arbeitszeit noch mit ihrem Beruf identifizieren und Empfehlungen aussprechen. Da muss das Klima schließlich stimmen.

Inwiefern kann jedoch davon ausgegangen werden, dass eine Empfehlung tatsächlich auch geeignete Mitarbeiter ins Unternehmen bringt? Sind solche unter Freunden eher Freundschaftsdienste oder liegt der Fokus auf Qualifikation und persönlicher Eignung?

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Bedeutung für Unternehmen

Kollegen, die miteinander harmonieren, arbeiten besser zusammen. Die Produktivität steigt. Davon profitiert das Unternehmen neben der Kostenersparnis für die Personalsuche. Auch der Einstellungsprozess wird bei einer persönlichen Empfehlung deutlich verkürzt.

Da Mitarbeiter ihre Freunde kennen, können sie deren Eignung abschätzen. Stimmen zudem die fachlichen Voraussetzungen, ist mit einer langfristigen Zusammenarbeit zu rechnen.

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Bedeutung für Mitarbeiter

Sicher arbeitest du lieber mit Menschen zusammen, bei denen die persönliche Chemie stimmt. Es bietet sich geradezu an, Freunde ins Boot zu holen. Ziehen alle Kollegen an einem Strang, fällt das Tagewerk schließlich leichter.

Immer mehr Unternehmen setzen dabei sogar professionelle Mitarbeiterempfehlungsprogramme ein. Diese zeichnen sich auch durch Prämien, Zuwendungen oder Gratifikationen aus. Aber leidet die Freundschaft nicht darunter, wenn aus einem nahe stehenden Menschen auf einmal ein Kollege wird?

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Gestaltung des Empfehlungsprogramms

Für Mitarbeiter sollte ein Empfehlungsprogramm unkompliziert, für Unternehmen effektiv gestaltet sein. Bewährt haben sich digitale Varianten, beispielsweise als App. Ein konstruktiver Aufbau unterstützt dich als Mitarbeiter, unter deinen Freunden jene zu empfehlen, die die Voraussetzungen erfüllen.

Diesen wiederum sollte der anschließende Bewerbungsprozess einfach gemacht werden. Transparenz und eine faire Prämiengestaltung runden ein effizientes Empfehlungsprogramm ab.

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Von Freunden zu Kollegen

Hat deine Empfehlung zu einer erfolgreichen Einstellung geführt, muss sich der neue Mitarbeiter im Unternehmen bewähren. Habt ihr bisher unbeschwerte Freizeitstunden zusammen verbracht, seid ihr nun Kollegen.

Der Arbeitsalltag bestimmt die Richtung und das Tempo des Geschehens. Das kann zu einem tollen Miteinander führen, aber auch die Freundschaft belasten.

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Vor- und Nachteile einer Freundschaft unter Kollegen

Ist jemand in deinem Freundeskreis auf Arbeitssuche und bei dir im Unternehmen ist eine Stelle frei, ist eine erfolgreiche Empfehlung für alle vorteilhaft: Du kannst helfen, die Jobsuche hat ein Ende und das Unternehmen Verstärkung.

Du kennst deine Freunde am besten und kannst einschätzen, ob jemand persönlich ins Team passt, ob die Einstellung und Arbeitsweise kompatibel zu den Anforderungen im Unternehmen sind.

Das scheinen die besten Voraussetzungen zu sein. Wie aber sehen das die anderen Kollegen, wenn da nun zwei im Team eng befreundet sind? Wie geht ihr selbst damit um, falls es zu Auseinandersetzungen kommt?

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So kann es funktionieren

Freundschaft und ein kollegiales Miteinander schließen sich nicht aus. Damit es funktioniert, solltest du keinesfalls eine Empfehlung nur aus Gefälligkeit oder lediglich aufgrund einer Prämie aussprechen.

Eignet sich die Person aus deinem Bekanntenkreis nicht für den Job, ist die Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Das fällt auf dich zurück und kann zudem einen Riss in der Freundschaft hinterlassen. Sprich daher nur eine Empfehlung aus, die du auch vertreten kannst. Die folgenden Tipps helfen ebenfalls:

  • Geht offen mit eurer Freundschaft um, aber achtet darauf, dass sich die Kollegen nicht ausgeschlossen fühlen, indem ihr sie in eure Gespräche einbezieht.
  • Konzentriert euch im Job auf eure Tätigkeit und lasst private Angelegenheiten im privaten Bereich.
  • Gibt es Probleme, sprecht sie sachlich an und bleibt dem Motto treu: Konflikte in dem einen Bereich bleiben in diesem und werden nicht auf den anderen Bereich übertragen. Dazu gehören selbstverständlich zwei Seiten und dies gemeinsam zu bewältigen macht eine Freundschaft aus.
  • Ist einer von euch der Vorgesetzte des anderen, achtet darauf, dass es keinen Sonderstatus gibt. Wiederum sind Offenheit und Transparenz im Sinne aller Kollegen und des Unternehmens von Vorteil.
  • Bleibt in angespannten Situationen und bei Konflikten professionell: Bei der Arbeit handelt ihr im Sinne des Unternehmens und werdet dafür entlohnt. Außerhalb der Arbeitszeit ist Raum für einen lockeren Umgang.
  • Einigt euch konkret, dass die Freundschaft nicht mit Privilegien einhergeht.

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Fazit: Gewissen und berufliche Verpflichtungen vereinbaren

Bleibe bei einer Mitarbeiterempfehlung authentisch: Handele nur, wenn du sie mit deinem Gewissen und den Interessen des Unternehmens vereinbaren kannst. Es ist vorteilhaft, vorab gewisse Regelungen untereinander zu treffen, wie ihr mit der neuen Situation umgeht. Lasst Privates im Beruf außen vor und umgekehrt. Das gilt vor allem, wenn du dich in einer Chefrolle befindest oder mit deinem Partner zusammenarbeitest.

Achtet insbesondere darauf, dass bei anderen Mitarbeitern kein Eindruck von Vetternwirtschaft und damit verbundener Bevorzugung entsteht. Behaltet im Hinterkopf, dass alle Beteiligten von dem neuen Arbeitsverhältnis profitieren sollen. Ein harmonisches, konstruktives Miteinander im Fokus, ist ein Freund als Kollege eine Bereicherung für das gesamte Team.

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist einer der Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software PERSY, unseren POSTER-Shop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur PERGENTA haben.

 

GermanPersonnel-Team

Die GermanPersonnel-Team-Beiträge sind immer das Werk mehrerer Autoren. Es handelt sich entweder um extern in Auftrag gegebene Texte, die intern angepasst, bzw. umgeschrieben wurden oder um Texte von einer/einem oder mehreren Kolleginnen/Kollegen, die ebenfalls von Friederike aus dem Content Marketing überarbeitet wurden.

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