Employer Branding, das auffällt: PINK

Employer Branding, das auffällt: PINK

Wenn der Name gelebt wird

Die PINK Personalmanagement GmbH macht in ihrer Außendarstellung ihrem Namen alle Ehre. Pink ist die vorherrschende Farbe. Aber nicht nur das, mit Claus hat PINK eine Figur geschaffen, die provoziert. Damit tritt der Personaldienstleister jedoch nicht auf allen Kanälen auf. Wir haben nachgehakt und Albert Abel, den Geschäftsführer von PINK, über Claus, Reaktionen auf ihn, die Strategie dahinter und Employer Branding befragt.

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

1. Der Name ist Programm bei PINK, das war sicherlich auch von Anfang an so gedacht, oder, Herr Abel? War bei der Namenswahl schon geplant in eine auffallende Richtung zu gehen?

Mit Pink wurde eine Farbe mit Signalwirkung gewählt, die ins Auge fällt und Aufmerksamkeit erregt. Durch den bewussten Einsatz von pinken Elementen in unseren Unternehmensauftritt steigern wir den Wiedererkennungswert.

Es war auf jeden Fall beabsichtigt einen unverwechselbaren Unternehmensauftritt zu kreieren und abseits von Inhaber-, Fantasienamen oder Buchstabensalat in den Köpfen zu verankern. Gleichzeitig stellen wir mit dieser auffälligen Farbe den innovativen Charakter von PINK heraus. Der Name …

„Claus“ = Cool_Lustig_Authentisch_Unkonventionell_Sympathisch

… ist erst später dazugekommen um PINK noch mehr Leben zu geben.

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

2. Der Auftritt von PINK ist sowohl auf der Unternehmenswebseite, als auch auf XING und LinkedIn zwar pink, aber fällt sonst nicht aus dem Rahmen. Anders sieht es auf Facebook, Instagram und zum Teil auch offline auf Plakaten aus. Hier gesellt sich Claus zum pinken Farbton. Wieso unterscheiden Sie zwischen den Kanälen, wenn Sie sogar offline mit Claus werben? Wurde diese Unterscheidung von Anfang an gemacht?

Diese Trennung besteht bewusst von Anfang an und ist einer zielgruppenspezifischen Ansprache geschuldet. Während wir auf den Businessnetzwerken wie XING und LinkedIn eher kaufmännische Fach- und Führungskräfte ansprechen, sind es auf den sozialen Netzwerken die gewerblichen Mitarbeiter. Allein daraus ergibt sich ein anderer Content, der beispielsweise auf Facebook und Instagram deutlich mehr in die lockere unterhaltende Richtung geht.

Bei Facebook, Instagram und Co. liegt der Fokus stark auf der Bildsprache und wir nutzen die damit verbundenen, vielfältigen, visuellen Möglichkeiten. Hier gilt auch Auffallen – aber nicht um jeden Preis –, um in den Köpfen der Nutzer zu bleiben.

Claus von PINK Personalmanagement - das Hintergrundbild der Facebookseite von PINK

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

3. Claus ist ein bärtiger Glatzkopf, der dick, tätowiert und nur mit pinkfarbener Schlabberhose bekleidet ist. Er hat immer einen ganz besonderen Ausdruck im Gesicht, mal überrascht wie ein kleines Kind, mal etwas dümmlich. In jedem Fall fällt er auf. Man könnte auch sagen: er provoziert. Wofür steht Claus? Was ist seine Botschaft?

Claus verkörpert für uns das Motto „lieber unkonventionell als langweilig“. Er ist immer für einen Spaß zu haben und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Vielleicht muss man über Claus schmunzeln, gerade sein Gesichtsausdruck macht die Situation oft noch unterhaltsamer, aber das macht ihn auch sympathisch.

Wir positionieren uns modern und sympathisch – Claus als bärtiger, glatzköpfiger Sympathieträger passt da einfach. PINK ist einfach nicht konservativ, weder in der Werbung noch im Recruiting. Menschen jeglicher Couleur sind bei uns willkommen.

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

4. Welche Reaktionen bekommen Sie auf Claus und v. a. wer reagiert und kommentiert den Auftritt von PINK: Männer, Frauen, jüngere oder ältere Menschen? Fühlen sich potentielle Mitarbeiter von Claus emotional abgeholt?

Es war uns bei der Auswahl bewusst, dass es auch kontroverse Stimmen zu Claus geben würde. Aber überwiegend erhalten wir mehr positive Reaktionen als negative. Zu unserer Ostergrußkarte mit Claus bekamen wir die Rückmeldung: „Super, endlich mal was anderes“. Da merkt man schon, dass Claus gut ankommt, weil er nicht so Mainstream ist. Wir haben festgestellt, dass die Reaktionen gar nicht so sehr vom Geschlecht oder vom Alter abhängen.

Da sind die Geschmäcker einfach verschieden – die einen finden Claus cool, weil er anders ist, die anderen finden Ihn völlig unpassend. Generell denke ich schon, dass sich Bewerber mit einem Augenzwinkern und einer Werbefigur, die nicht den klassischen Werbemodels entspricht, ganz anders angesprochen fühlen und abgeholt werden.

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

5. Man liest viel über Employer Branding. Der massive Bewerberrückgang macht es nötig sich als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren und sich um seine Außenwirkung zu kümmern. Das betrifft auch die Zeitarbeit. War das der Grund für den auffallenden Auftritt?

Wir haben Claus bewusst gewählt, weil er eben nicht der Norm von dem entspricht, was man sonst in der Werbung für einen Personaldienstleister erwartet. Dadurch heben wir uns von unseren Mitbewerbern ab und unsere Werbung ist unverwechselbarer.

Wenn man zum Beispiel durch seinen Facebook-Feed scrollt, bleiben die Augen an Claus hängen, vor allem in der Kombination mit Pink. Wir wollen die Aufmerksamkeit der potentiellen Bewerber erregen und ihr Interesse wecken. Denn ob unserer Auftritt mit Claus gefällt oder nicht – er bleibt auf jeden Fall besser im Gedächtnis.

Logo von PINK Personalmanagement als Icon

6. Inwiefern hat Ihre Bewerber-Zielgruppe Auswirkungen auf die Wahl von Claus gehabt? Claus entspricht ja nicht gerade dem Mainstream-Männerbild.

Strenggenommen ist uns die Figur mit seinen unzähligen Möglichkeiten sehr sympathisch gewesen. Sein Name und seine Verwendungsmöglichkeiten sind erst in Laufe der Zeit entstanden. Mainstream kann jeder und langweilt zusehends. Aus diesem Grund steht Claus für die Emotion und transportiert die Information.

Vielen Dank, Herr Abel, dass Sie sich die Zeit zum Beantworten meiner Fragen genommen haben!

Philipp Geyer von USG gewährte uns vor einigen Wochen einen spannenden Einblick in die Thematik: Mitarbeiter als Markenbotschafter in der Zeitarbeit.

GermanPersonnel ist Experte für E-Recruiting. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Wenn Ihre Stellenanzeigen nicht den gewünschten Bewerberrücklauf haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne, auch zum Thema Social Recruiting und wenn Sie sich für unsere E-Recruiting-Software PERSY oder die Dienstleistungen unserer Recruiting-Agentur PERGENTA interessieren! Ganz neu in unserem Portfolio ist PARTS für eine programmatische, zielgruppenspezifische und kostenoptimierte Ausspielung von Stellenanzeigen.

 

 

 

Friederike von Hülsen

Friederike von Hülsen betreut Marcos Recruiting Blog von GermanPersonnel und unterstützt als Community Manager das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

Abonnieren Sie Ihren RSS-Feed:

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.