Teamwork: Von Fußballern lernen

Teamwork: Von Fußballern lernen

So funktioniert ein Team und zwar in jedem Job!

Die Fußball-WM befindet sich schon auf der Zielgeraden. Eine WM, die reichlich Überraschungen bietet. Mannschaften mit erstklassigen Spielern sind schon raus, während leidenschaftlich kämpfende Teams mit Kollektivcharakter noch dabei sind. Warum das so ist, davon können auch Unternehmen lernen.

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Teamgeist als Erfolgsfaktor Nummer eins

Fußball respektive Mannschaftssport und Geschäftswelt weisen mehr Ähnlichkeiten auf als du denkst. Zusammenhalt, Teamspirit, Führung sowie eine echte Teamkultur bzw. -struktur machen die jeweiligen Erfolge aus.

Die Weltmeisterschaft in Russland bestätigt dies: hier ist echter Teamgeist gefragt. Die begehrte WM-Trophäe wird daher nicht unbedingt an die Mannschaft mit den besten Einzelkönnern vergeben, sondern an jene, die als Team am effektivsten funktionieren.

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Ressourcen im Team perfekt nutzen

Dass es auf das Team ankommt, wissen nicht nur Fußballexperten, sondern auch die Führungskräfte in den Unternehmen und deren Berater. In einer harmonisch funktionierenden Mannschaft sind Positionen bzw. Rollen klar verteilt. Jedes Teammitglied identifiziert sich dabei mit seiner Rolle und seinem Aufgabenfeld.

Wer hier seine eigene Expertise kennt, der weiß ganz genau, in welchen Situationen er eher abgeben oder übernehmen muss. Das bedeutet aber auch, dass jeder einzelne im Team die Rolle des anderen akzeptieren muss. Zusammengenommen gewährleisten diese Faktoren dann, dass die Ressourcen im Team perfekt genutzt werden können.

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Individuelle Leistungen versus gezielter Angriff des ganzen Teams

Genau dies zeigt die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft. Leidenschaftlich kämpfende Teams, deren Zusammenhalt und Esprit regelrecht greifbar ist, übertrumpfen Mannschaften mit den deutlich besseren Individualisten in ihren Reihen.

Beispiel Deutschland

Bei der letzten WM firmierten die deutschen Nationalspieler mit dem Führungsspieler Bastian Schweinsteiger, quasi dem indirekten Kapitän auf dem Platz, noch unter dem Claim „Die Mannschaft“. Und genauso spielte das Team auch. Einer für alle – alle für einen: Diese Einstellung war auf dem Platz jederzeit zu spüren.

Und bei dieser WM? Es passte nichts, von Teamgefüge oder gar Teamspirit war nichts zu sehen. Selbst aus dem glücklichen Siegtor von Toni Kroos gegen Schweden konnte mental kein Kapital geschlagen werden. In der Regel schweißt ein solches Last Minute Erfolgserlebnis ein Kollektiv noch einmal richtig zu einem Team zusammen.

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Beispiel Spanien

Mehr geniale Fußballer als Spanien kannst du kaum in den eigenen Reihen haben. Die Ballbehandlung der einzelnen Spieler ist daher auch zum mit der Zunge schnalzen. Das Zusammenspiel war demgegenüber trostlos, emotionslos und ohne wirklichen Esprit. Hier hielten sich auffällig viele Spieler für den einzig wahren Star; jeder war erpicht, der WM seinen Stempel aufzudrücken. Der Teamgedanke wurde zwar öffentlich beschworen, intern aber links liegen gelassen.

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Beispiel Argentinien

Messi hier, Messi da; vielleicht dann noch Higuain oder Agüero. Diese Weltklasse-Kicker stehen im Fokus bei Medien und Fans. Das argentinische Team selbst findet kaum Erwähnung. Und genauso spielten die Gauchos auch. Alles war auf individuelle Leistungen aufgebaut, als Team funktionierte der Finalteilnehmer von 2014 zu keiner Zeit.

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Rollen und Verantwortlichkeiten müssen in einem Team klar akzeptiert sein

Das größte Manko bei diesen Teams: Es fehlte an klaren Verantwortlichkeiten und Rollen. Der Trainer hat diese – davon ist jedenfalls auszugehen – zwar vorgegeben, aber das funktioniert nur, wenn jeder Spieler auch seine Rolle im Team annimmt.

Mit fünf Spielern im Team, die sich alle selbst als Spielmacher sehen, erzeugst du keinen Zusammenhalt.

Hier ist es vorprogrammiert, dass bei einzelnen Spielern die Teamfähigkeit nicht besonders ausgeprägt ist. Ähneln sich Charaktere in einer Mannschaft bzw. in einem Team zu sehr, mindert dies oftmals die Leistungsfähigkeit.

Die geballte Kraft eines Teams sollte sich immer auf den Wettbewerb gegen andere Teams fokussieren und nicht gegen die eigenen Mitspieler oder Kollegen.

Gerade in Unternehmen liegen oftmals genau hier die Gründe, warum ein Team nicht funktioniert. Es wird schlichtweg zu viel Energie und Kraft darauf verwendet, die eigene Stellung bzw. Position zu stärken.

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Kein funktionierendes Team ohne klare Struktur

Ob im Sport oder im Berufsleben: Um als Team Erfolg zu haben, wird eine klare Struktur benötigt. Da gibt es den Kämpfer respektive den Macher, den Kreativen, den Spezialisten oder auch jemanden, der wertvoll für die Integration und die soziale Kultur ist. Es reicht schon, wenn du nur einen Stinkstiefel im Team hast, der nicht am gleichen Strang zieht. Das stellt den Gesamterfolg sofort in Frage.

Bei der Zusammenstellung von Teams kommt es daher immer mehr auf die Soft Skills an.

Gerade die Teamfähigkeit steht hier im Vordergrund. In Unternehmen werden extra hierfür Teambuildingmaßnahmen angeboten. Auch an Universitäten gibt es mittlerweile viele Kurse, die darauf abzielen, die Soft Skills zu stärken. Aber das klappt nur, wenn das eigene Ego und der Charakter nicht querschießen. Dies wissen nicht nur Fußball-Trainer sondern auch Recruiter.

Immer öfter erhalten daher charakterlich starke und teamfähige Bewerber den Vorzug vor leistungsstärkeren Einzelkämpfern.

Die Teams bei der WM haben es vorgemacht:

Teamfähigkeit kann höheres Leistungsvermögen nicht nur kompensieren, sondern schlagen.

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Ein gutes Team benötigt eine starke Führung

Auch eine gute Führung ist für das Funktionieren eines Teams ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ein Kapitän bzw. ein Teamleiter muss vorangehen. Er muss ein Gespür dafür haben, was die Teammitglieder bewegt und ob das gemeinsame Ziel stets Priorität besitzt.

Führungspersönlichkeiten müssen keineswegs der beste Spieler respektive zum Beispiel der beste Marketer sein.

Es kommt vielmehr darauf an, dass sie die Fähigsten in ihrer Rolle sind, die aus psychologischer Perspektive auch das Herz und den Verstand der Teammitglieder erreicht. Gerade bei Projektteams, die sich nicht täglich sehen, fungiert eine solche Rolle als zusammenhaltendes Element.

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Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist einer der Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software PERSY, unseren POSTER-Shop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur PERGENTA haben. Ganz neu in unserem Portfolio ist PARTS für eine programmatische, zielgruppenspezifische und kostenoptimierte Ausspielung von Stellenanzeigen.

 

Die GermanPersonnel-Team-Beiträge sind immer das Werk mehrerer Autoren. Es handelt sich entweder um extern in Auftrag gegebene Texte, die intern angepasst, bzw. umgeschrieben wurden oder um Texte von einer/einem oder mehreren Kolleginnen/Kollegen, die ebenfalls von Friederike aus dem Content Marketing überarbeitet wurden.

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