Schluss mit dem Saustall in der Büroküche!

Schluss mit dem Saustall in der Büroküche!

Mit diesen Tipps wird und bleibt die Büroküche dauerhaft sauber

Niemand mag verdreckte, übel riechende Küchen. Wenn deine Büroküche eher die Bezeichnung Feuchtbiotop oder Mülldeponie verdient, ist es höchste Zeit für eine Veränderung. Ändern muss sich allerdings nicht die Küche, sondern die Belegschaft, die die Küche nutzt. Wir haben konkrete Tipps und Lösungsvorschläge, wie du gemeinsam mit deinen Kollegen das Problem in den Griff bekommst!

kleines Törtchen

Der Ist-Zustand: Diese Küche ist ein Saustall!

Am Anfang steht eine gründliche Bestandsaufnahme. Die Ansprüche an Hygiene und Ordnung sind sehr verschieden. Das gleiche gilt für den Aufwand, den jeder bereit ist, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Zu Hause kann man das nach eigenem Belieben ausleben – aber wenn die Büroküche mehreren Personen zur Verfügung steht, muss eine einheitliche Linie gefunden werden. Die Küche muss nicht steril sein, doch bestimmte Grundregeln sind unverzichtbar.

Seht euch gemeinsam eure Küche genau an und notiert, was euch stört.

Meist sind das diese Punkte:

  • benutztes Geschirr steht herum
  • Essensreste liegen an Stellen, wo sie nicht hingehören
  • der Mülleimer quillt über
  • der Kühlschrank ist ein Fall für die Schädlings- und Schimmelbekämpfung

kleines Törtchen

Diese Probleme können mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Du siehst die Problematik nicht nur, du riechst sie auch. Dazu kommen weitere Faktoren, die vom Platz in der Küche und von der Einrichtung abhängen:

  • Wie viele Personen nutzen die Küche?
  • Ist es eine winzige Teeküche, die nur Platz für das Allernötigste bietet, oder handelt es sich um eine vollständig eingerichtete Küche, in der auch wirklich gekocht wird?
  •  Wird dort auch gegessen und dient sie als Aufenthaltsraum während der Pausenzeiten?

Das Ziel der Bestandsaufnahme ist die Einsicht, dass der aktuelle Zustand nicht tragbar ist und die feste Absicht, jetzt dauerhaft an der Verbesserung zu arbeiten. Dafür sind alle Küchen-Nutzer verantwortlich.

kleines Törtchen

Muss der Vorgesetzte handeln, wenn die Büroküche in einem desolaten Zustand ist?

Abhängig von der Schwere des Falles kann es sinnvoll sein, wenn der Chef mit einbezogen wird. Die Bestandsaufnahme ist eine gute Gesprächsgrundlage. Was stört euch besonders, was könnt ihr selbst ändern, oder ist eine offizielle Regelung notwendig?

Man sollte sich auch über die Folgen im Klaren sein, wenn sich der Zustand nicht bessert. Unter Umständen wird die Büroküche aufgelöst. Platz ist schließlich immer gefragt – daraus lässt sich bestimmt schnell ein Raum für Akten machen!

Redet miteinander! Eine verdreckte Küche ist unappetitlich, verursacht Ärger und ist unhygienisch. Eine saubere Küche macht Spaß.

Wenn die Küche ordentlich und sauber ist, tauchen auch andere Ideen auf: Ihr könnt gemeinsam kochen und/oder die Büroküche für eine kleine Geburtstagsfeier nach Büroschluss nutzen. Das Betriebsklima profitiert auf jeden Fall, wenn nicht nur über das Chaos in der Küche gemeckert wird, sondern konkrete Lösungen angestrebt werden. Der Zustand einer Büroküche kann nämlich auch schnell zum Dauerstreitthema werden und zu so viel Ärger führen, dass letztendlich auch das (Zusammen-)Arbeiten gestört wird.

Keine persönlichen Angriffe, bitte. Oftmals ist es einfach Vergesslichkeit oder Unaufmerksamkeit. Wie bei jeder Auseinandersetzung gilt auch hier: Offene Worte ja, Beleidigungen und Unterstellungen nein.

kleines Törtchen

Tipps für eine saubere und aufgeräumte Büroküche

Mit einfachen Regeln gelingt es oft, die Büroküche so zu nutzen, dass alle zufrieden sind. Diese Regeln sollten allen bekannt sein und am besten gut sichtbar in der Küche aufgehängt werden:

  • Jeder spült sein eigenes Geschirr sofort und räumt es auf.
  • Wenn Herd oder Mikrowelle im Einsatz sind: Nach der Nutzung sauber machen!
  • Lebensmittel im Kühlschrank und in anderen Schränken werden mit Namen beschriftet oder es gibt gekennzeichnete Fächer.
  • Niemand bedient sich an fremdem Essen.
  • Reste gehören in den Mülleimer. Wenn er voll ist, muss er geleert werden.

Regeln helfen aber nur, wenn sie auch befolgt werden. Also nicht einfach Regeln festlegen, sondern diese gemeinsam besprechen. Ergänzend kann ein konkreter Küchendienst-Plan erarbeitet werden.

Legt gemeinsam Küchendienste fest.

So sind die Aufgaben klar verteilt und gibt es einen Kaffeemaschinen-Beauftragten, einen Geschirrspüler-Ausräumer, einen Müll-Verantwortlichen und so weiter. Sinnvoll ist auch ein „Räumdienst“: Was am Freitag noch im Kühlschrank oder an anderen Stellen herumliegt, wird weggeworfen.

Unabhängig von Küchendiensten ist natürlich trotzdem jeder für sein Essen und das von ihm benutzte Geschirr und Besteck verantwortlich.

kleines Törtchen

Eine Putzfrau für die Büroküche

Wenn sich die Putzfrau (oder der Putzmann) um die Küche kümmert, sind die Mitarbeiter erst mal aus dem Schneider. Das kann aber dazu führen, dass die Eigenverantwortung noch geringer wird. Eine Putzfrau, die extra für die Küche eingestellt wird, verursacht darüber hinaus zusätzliche Kosten.

kleines Törtchen

Mitarbeiter mit der Küchenpflege beauftragen

Eine Alternative dazu sind die zuvor bereits empfohlenen Küchendienste. Ein Kollege oder eine Kollegin ist jeweils eine Woche lang für die Büroküche zuständig. Dafür gibt es einen bestimmten Zeitrahmen, zum Beispiel eine halbe Stunde, während der regulären Arbeitszeit. Dazu sollte niemand „verpflichtet“ werden, aber auch nicht immer der gleiche Mitarbeiter Küchendienst haben.

Eine offene Kommunikation ist auch für das Thema Büroküche unerlässlich. Dies ist umso wichtiger, je stärker die Ansprüche an Hygiene und Sauberkeit der Büroküche im Kollegenkreis voneinander abweichen. Die Bandbreite reicht vom notorischen Nörgler, der meckert, evtl. aber selber keinen Finger krumm macht, über den Schluffi, dem Dreck weder auffällt noch stört, bis zum Perfektionisten, der zwar gern aufräumt und putzt, aber wahrscheinlich nicht den Dreck des gesamten Teams.

Finde gemeinsam mit deinen Kollegen, evtl. auch mit deinem Chef, eine gute Lösung – damit die Büroküche wieder das wird, was ihr eigentlicher Zweck ist: Eine Küche und kein Zankapfel! Und falls ihr noch Anregungen für eure Pausen braucht: Mittagspause – Vier Tipps zum Auftanken.

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software PERSY, unseren POSTER-Shop für Personalbeschaffung oder zu unserer Recruiting-Agentur PERGENTA haben. Ganz neu in unserem Portfolio ist PARTS für eine programmatische, zielgruppenspezifische und kostenoptimierte Ausspielung von Stellenanzeigen.

 

GermanPersonnel-Team

Die GermanPersonnel-Team-Beiträge sind immer das Werk mehrerer Autoren. Es handelt sich entweder um extern in Auftrag gegebene Texte, die intern angepasst, bzw. umgeschrieben wurden oder um Texte von einer/einem oder mehreren Kolleginnen/Kollegen, die ebenfalls von Friederike aus dem Content Marketing überarbeitet wurden.

Abonnieren Sie Ihren RSS-Feed:

2 Kommentare

  1. Hier wird ein ganz typisches Problem beschrieben. Vielen Dank dafür! Genau nach den dargestellten Aufgaben ist es in unserem Betrieb geregelt. Da es sich um eine Firma handelt, in der öfters gekocht wird (auch werden muss – Gewürzeherstellung), hat man außerdem eine Küchenrückwand aus Glas eingebaut, um die Kochablagerungen leichter beseitigen zu können.

    Antworten
  2. Mia

    Danke für die guten Informationen zur Küche. Vermutlich wäre es wirklich das Beste, wenn es im Büro gar keine Spülmaschine gäbe und jeder sein Geschirr selbst abwaschen, abtocknen und wegstellen müsste. Daher hat sich die Firma einer Bekannten dazu entschlossen jedem Mitarbeiter Tasse, Teller und Besteck zu personalisieren. Wenn etwas herumsteht weiß jeder wer das Ferkel war.

    Antworten

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.