Jobportale im SEO-Check

Jobportale im SEO-Check

Womit die Kleinen punkten – Gastartikel von SEMrush

Inzwischen gibt es eine große Zahl an Jobportalen, auf denen Unternehmen Stellenanzeigen veröffentlichen und auf Mitarbeiterjagd gehen können. Neben den Platzhirschen wie Indeed und Stepstone tummeln sich im Netz auch Nischenportale für spezielle Branchen oder regionale Jobbörsen. Für das Recruiting stellt sich daher die große Frage: Welches Jobportal ist am vielversprechendsten?

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SEO-Metriken als Kriterium für die Website-Bewertung

Neben der Zielgruppe und den Kosten für die Inserierung können SEO-Metriken (SEO = Suchmaschinenoptimierung) zur Wahl des Jobportals herangezogen werden. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Werte, welche die Sichtbarkeit der Website in den Suchmaschinen – insbesondere Google – wiedergeben.

Ob eine Website bei Google und Co. gut rankt, ist nicht nur relevant, weil sie dementsprechend häufiger gefunden und aufgerufen wird: Gute SEO-Metriken weisen auch auf hochwertigen Content und eine gute Nutzerfreundlichkeit hin.

Eine aktuelle Studie des SEO-Toolkit-Anbieters SEMrush hat über 100 Jobportale einem SEO-Check unterzogen.

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LinkedIn, Xing und Indeed mit höchster Authority

Die sogenannte Authority einer Website stellt einen Richtwert für deren Gesamtqualität dar. SEMrush drückt sie in der Metrik „Authority Score“ aus, welche aus Daten zu Backlinks, Traffic und organischen Suchen berechnet wird. Es gilt: Je höher der Authority Score, desto stärker und populärer die Domain.

Beim Vergleich der Werte lassen sich schnell die stärksten Domains unter den Jobportalen bestimmen: LinkedIn (88) und Xing (70) befinden sich an der Spitze, Indeed (54) belegt mit etwas Abstand Platz drei.

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6 von 10 Usern verlassen Jobportale, ohne weitere Seiten anzusehen

Nicht nur Metriken wie die Authority einer Domain geben Aufschluss über deren Qualität, sondern auch das User-Verhalten wie aufgerufene Seiten pro Besuch oder die Absprungrate (auch Bounce Rate genannt). Die Absprungrate gibt beispielsweise an, wie viele User die Domain verlassen, ohne eine weitere Unterseite aufzurufen.

Der Durchschnitt liegt bei allen untersuchten Portalen bei 59 Prozent. Das heißt: Zwei von drei Usern betreten die Website und verlassen sie, ohne eine weitere Unterseite aufzurufen. Die durchschnittliche Anzahl der besuchten Seiten liegt bei 3.

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Hohe Absprungrate: Die Gründe können vielfältig sein

Die Gründe für eine hohe Absprungrate können vielfältig sein: Denkbar ist, dass die User auf einer konkreten, relevanten Stellenanzeige landen und ihre Suche danach beenden oder dass die Inhalte auf der Landing Page im Gegenteil so irrelevant sind, dass der User sofort wieder abspringt, um auf einer anderen Website sein Glück zu versuchen.

Übrigens: Die Ergebnisse zeigen, dass Nischenportale eine um durchschnittlich 9 Prozent niedrigere Absprungrate aufweisen als allgemeine Portale. Eine besonders niedrige Absprungrate hat das regionale Jobportal Localjob.de (27 Prozent) bei einer gleichzeitig sehr hohen Verweildauer von mehr als zehn Minuten.

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Besuchsdauer: Nischenportale schlagen allgemeine Jobportale

Die Besuchsdauer bildet ab, wie lange sich User durchschnittlich auf der Website aufhalten, und lässt damit Rückschlüsse auf die Qualität der Inhalte zu. In der Regel gilt: Je informativer der Content und je besser das Angebot und die Nutzerfreundlichkeit, desto mehr Zeit verbringen die User auf der Seite. Natürlich gibt es Ausnahmen – etwa dann, wenn ein bestimmtes Ziel sehr schnell erreicht wird und der User die Website infolgedessen zufrieden verlässt.

Bei der Analyse fällt auf, dass die Besucher von Nischenportalen länger auf der Seite verweilen als jene auf allgemeinen Portalen. Es liegt nahe, dass das Angebot auf Nischenportalen relevanter für den Nutzer ist, sodass sich dieser länger umsieht, Jobanzeigen liest und möglicherweise ein Profil anlegt. Doch auch in diesem Fall gibt es mehrere mögliche Gründe.

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Jobportale punkten bei der Website-Geschwindigkeit

Langsame Ladezeiten sind für ein Jobportal tödlich, da mit jeder Millisekunde ungeduldige Nutzer abspringen und sich weiter zur Konkurrenz klicken. Länger als zwei bis drei Sekunden sollte eine Website auf keinen Fall zum Laden der Inhalte benötigen.

Die untersuchten Jobportale können in dieser Kategorie überzeugen: Die durchschnittliche Ladezeit beträgt nur 0,544 Sekunden. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass Nischenportale etwas weniger Zeit zum Laden benötigen als die allgemeinen Portale, nämlich nur 0,49 Sekunden im Vergleich zu 0,605 Sekunden.

Die gesamte Studie gibt es bei SEMrush

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Die meisten Nutzer greifen über Mobile Devices zu

Es ist ein allgemeiner, unaufhaltsamer Trend: Immer mehr Internetnutzer greifen über mobile Geräte wie Smartphone und Tablet statt über den Desktop-PC auf Website-Inhalte zu. Der Anteil von Mobile Traffic beträgt bei den untersuchten Portalen ganze 71 Prozent. Bei den allgemeinen Stellenportalen sind es sogar 76 Prozent.

Umso wichtiger ist es, dass eine Website für den mobilen Zugriff optimiert ist: Sie sollte ein responsives, also sich flexibel an unterschiedliche Geräte anpassendes Design besitzen und auch auf kleinen Bildschirmen eine optimale Usability bieten.

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Fazit

Für die Bewertung eines Jobportals kann es hilfreich sein, sich SEO-Metriken wie Authority, Absprungrate und Besuchsdauer anzusehen, die nicht nur Rückschlüsse auf die Sichtbarkeit der Website, sondern auch auf deren Qualität von Inhalten und Strukturen zulassen.

Dieses Wissen kann in die Entscheidung für oder gegen ein Portal einfließen, sollte aber nicht das einzige Kriterium darstellen. Ausschlaggebend für den Erfolg einer Jobanzeige ist vor allem auch die kluge Auswahl eines oder mehrerer Jobportale auf Grundlage der Zielgruppe.

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Über die Studie

Die Studie untersucht die Präferenzen deutscher Arbeitnehmer bei der Jobsuche auf Basis einschlägiger SEO-Daten. Diese beziehen sich auf Google, die in Deutschland meistgenutzte Suchmaschine. Insgesamt wurden mit dem Online-Marketing-Analysetool SEMrush über 800.000 Datensätze von September 2014 bis August 2018 analysiert und im Anschluss ausgewertet. Anzahl der Keywords: 526. Untersuchte Datensätze zu den Keywords: 865.899. Datensätze gesamt: 892.526.

Danke Elena Geiger für diesen Gastartikel für SEMrush zum Thema Jobportale im SEO-Check.

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