Komm´in den Flow – auch bei der Arbeit!

Komm´ in den Flow – auch bei der Arbeit!

Warum Erwartungen den Flow verhindern und spazieren gehen hilft

Überall lauert Ablenkung: das Handy, Pop-ups am Bildschirm, Gespräche von Kollegen, ein klingelndes Telefon u. v. m. Während die einen das Multitasking loben und sowieso immer mehr Menschen vieles gleichzeitig machen – Second Screen und so … – betonen die anderen die Notwendigkeit sich ganz einer Aufgabe zu widmen. Wer mit seiner Tätigkeit quasi verschmilzt, der ist im Flow. Ein zu hoher Anspruch für den Job? Das kann man so oder so sehen…

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Flow – Eins-werden im Jetzt

Wenn du im Flow bist, vergisst du alles um dich herum. Du gehst ganz auf in deinem Tun, nimmst nichts mehr um dich herum wahr. Für Kinder ist dieser Zustand normal. Beobachte mal ein Kind beim Spielen! Es ist hochkonzentriert, kein Wunder, dass es nicht reagiert, wenn es zum Essen gerufen wird. Erwachsene sind nur noch selten im Flow. Statt sich dem Moment hinzugeben, arbeiten wir oft nur noch To-do-Listen ab.

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Das verhindert den Flow

  • Ablenkung – reißt uns immer wieder raus
  • Erwartungen – wenn wir alles, was wir erleben, vergleichen, sind wir nicht im Gefühl, sondern im Kopf und das verhindert, dass wir uns dem Moment hingeben
  • Nicht im Hier und Jetzt sein – wer den Moment von der Vergangenheit und der Zukunft bestimmen lässt, erlebt nicht den jetzigen Augenblick
  • Angst vor Veränderung – Flow bedeutet, sich dem gegenwärtigen Moment voller Vertrauen hinzugeben, kein Festhalten an Bestehendem, sondern offen sein für Veränderung
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Flow privat – aber Arbeit hart?

NEIIIN! Auch die Arbeit darf einfach laufen. Es ist schön, wenn du bei deiner Urlaubsplanung, beim Aufräumen des Kellers oder beim Kartenspielen im Flow bist, aber wie schön ist es erst, wenn du zusätzlich auch bei deiner Arbeit in den Flow kommst! Dann läuft es nämlich von selbst, leicht, mühelos und macht Spaß. Von den guten Ergebnissen ganz zu schweigen!

Gerade der letzte oben genannte Punkt ist entscheidend bei vielen Aufgaben im Job – insbesondere im Kontext von New Work. Statt Festhalten an Bestehendem, sei offen für Veränderung. Lass dich vom Moment führen, so wie beim Brainstorming. Dann sprudeln die Gedanken, dann fließt „es“ und deine Arbeit geht dir mühelos von der Hand.

Beim Flow denkst du vielleicht eher an kreative, künstlerische Arbeiten, wenn ohne Unterlass in einem Stück ein Bild gemalt oder ein Text geschrieben wird, aber man kann auch bei der Buchhaltung, beim Programmieren oder in einem Beratungsgespräch im Flow sein. Flow ist ein Schaffensrausch.

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5 Tipps, damit du schneller und öfter in den Flow kommst

Flow ist nicht beständig. Man ist nicht immer im Flow, so wie man auch nicht immer von Glücksgefühlen durchströmt wird. Aber wenn du folgende Tipps umsetzt, hast du perfekte Voraussetzungen geschaffen, dass du immer öfter in den Flow kommst.

1. Gewöhne dir an auf dein Bauchgefühl zu hören.

Übung: öfter mal spazieren gehen ohne Ziel und treiben lassen, wohin es dich zieht. Warum? Vertraust du deiner Intuition und folgst ihr, kommen wir automatisch in unseren eigenen Flow, weil wir dann das tun, was für uns in dem Moment das richtige ist.

2. Nimm dir Zeit, alleine zu sein.

Übung: Durch die vielen Ablenkungen in unserer Welt gelingt dir das am besten, wenn du alleine in der Natur bist. Nimm bewusst die Natur wahr, ohne Erwartung und Bewertung. Wenn du so abschalten und zur Ruhe kommen kannst, legst du den Grundstein für den Flow, denn er entsteht in der Ruhe und im Vertrauen, dass alles gut ist.

3. Trainiere deine Aufmerksamkeit.

Flow bedeutet, seine Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten. Das fällt vielen schwer, weil wir uns permanent ablenken lassen.
Übung: Trainiere auf dem Weg zur Arbeit einfach mal deine Aufmerksamkeit. Beobachte, rieche, höre, fühle – was nehme ich gerade wahr? Täglich 3 Minuten steigern bereits deine Aufmerksamkeit, wenn man die Übung ganz bewusst macht.

4. Halt mal an!

Nur im Innehalten, im Nichtstun hören wir, was wir eigentlich wollen. Dieser Stillstand ist so wichtig, weil dann der Raum für neue Gedanken/Ideen gegeben ist.
Übung: Nimm dir regelmäßig ganz bewusst Zeit, setzt dich hin und nimm einfach nur den Augenblick wahr. Schau was passiert.

5. Hab eine starke Verbindung zu anderen

Wir brauchen andere Menschen. Ohne das gegenüber, das uns spiegelt, wüssten wir nicht, wer wir sind. Eine enge Bindung, egal ob zu einer oder mehreren Personen ist unersetzbar. Wenn wir Menschen um uns haben, die uns achten, inspirieren und Kraft geben, dann trauen wir uns selber mehr zu, bekommen viele Impulse und sind eher bereit Veränderungen zuzulassen. Mit anderen im Flow zu sein bedeutet, dass das Erleben größer und intensiver wird. Dann entsteht ein tiefer Energieausgleich.

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Negative Gefühle und Flow schließen sich aus

Gut, dass du noch liest, denn die Grundvoraussetzung für Flow habe ich überhaupt noch nicht genannt: positive Gefühle. Negative Gefühle verhindern, dass du in den Flow kommst. Also: Befreie dich von negativen Gefühlen. Wer das nicht über seine Gedanken schafft – es funktioniert auch über den Körper. Sport setzt z. B. Endorphine frei und hilft dir somit in eine positive Stimmung zu kommen.

Auch wenn man den Flow nicht erzwingen kann, so helfen bestimmte Bedingungen. Zu den oben genannten Gewohnheiten und Fähigkeiten kann bei der Arbeit auch ganz konkret Folgendes helfen in den Flow zu kommen: Setz dir einen Termin für eine herausfordernde Aufgabe, die aber zu schaffen ist.

Das klare Ziel benötigt dann automatisch deine volle Konzentration, Aufmerksamkeit und den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Fähigkeiten. Mit einer positiven Grundeinstellung zu der Aufgabe und dem Ausschließen von Ablenkungen sollte es dir gelingen in den so erfüllenden Schaffensrausch zu kommen.

Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software PERSY oder Interesse an der Erstellung von Recruiting-Kampagnen haben. Ganz neu in unserem Portfolio ist PARTS für eine programmatische, zielgruppenspezifische und kostenoptimierte Ausspielung von Stellenanzeigen.

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