Das Internet wird 30 Jahre – und wir sind immer noch drin!

Das Internet wird 30 Jahre – und wir sind immer noch drin!

Erinnerungen von früher an Modem, AOL & Co.

Es ist kaum zu glauben, aber es ist erst 30 Jahre her, seit dieses Phänomen einer weltweiten Vernetzung mit dem Namen Internet oder World Wide Web geboren wurde. Natürlich, die Anfänge des Netzes gehen schon in die 1950er Jahre zurück, aber 1990 wurde es plötzlich ernst mit dem WWW. Ich (Jahrgang 1966) war auf den ersten Gipfeln meiner persönlichen beruflichen Karriere angekommen, als die ersten Email Adressen möglich wurden.

Das hieß für uns damals, es gab e i n e Email Adresse für unsere gesamte Firma. Google? Gab es noch nicht. Blogs? Waren noch unbekannt. Eine eigene Firmenwebseite? Auch noch in der Entwicklung und noch nicht einmal vorhersehbar, sofern man nicht IT-Experte war. Die anfängliche Nutzung des Internets war spannend, aber auch sehr rudimentär – im Vergleich zu heute.

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Raus aus der Leitung, Peter!

Zu den sehr einprägsamen Erinnerungen meines 1991 sechsjährigen Sohnes Peter gehört es, dass Telefonieren und Surfen sich ausgeschlossen haben. Schließlich kam man nur über ein Modem ins Netz, das die Telefonleitung für sich beanspruchte.

Meine 1990 14jährige Tochter Verena verknüpft das charakteristische Einwählgeräusch, ein altmodisch-ratschendes Wählgeräusch bis heute mit den ersten vernetzten Jahren und mit dem Internet.

Nicht nur Boris Becker stellte sich für AOL noch lange Zeit später die Frage, ob er schon drin sei.

Das lag vor allem an der teilweise unglaublich lang andauernden Zeitspanne bis die Verbindung hergestellt war. Nun gehört Deutschland heute noch nicht zu den Ländern mit der superschnellen Internetinfrastruktur, aber damals, da konnte man schon manchmal fast noch einen halben Pullover stricken bis die Verbindung stand.

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America Online – AOL brachte uns alle hinein

Wenn ich AOL höre, werde ich fast sentimental. Zwar war die US-amerikanische Firma kein technischer Internet Pionier wie das Unternehmen Netscape, das 1993 erstmals eine Software zum Abruf von HTML-basierten Inhalten bereitstellen konnte.

Jedoch kaufte America Online 1998 Netscape, nachdem es 1997 schon das Internet Urgestein Compuserve übernommen hatte. Wer war noch eben Compuserve? Compuserve hat uns vor allem privaten Bereich des Internets die Kommunikationsformen entwickelt, die damals für uns so neu und heute so selbstverständlich sind. Den Online-Chat zum Beispiel. Die Email im größeren Stil. Außerdem bereits die Anfänge der Cloud Speicherung, die heute ihre Blütezeit erlebt.

In den 2000er Jahren war AOL der größte Internetanbieter weltweit, über 30 Millionen Kunden fragten sich, ob sie schon drin waren. Wer kennt heute noch AOL? Auch Google hatte sich 2005 noch bei AOL eingekauft. Es gibt AOL noch, aber es spielt keine Schlüsselrolle mehr im Internet. Dabei war ich damals so stolz auf mein AOL Postfach. Es verhieß für uns, Anfang der 2000er Jahren, dass wir dazu gehörten zum WWW. AOL hat seine Aufgabe gemeistert, die USA und viele anderen Länder online zu bringen. Das sollten wir nicht vergessen.

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Fanseiten, Spielen und das Web 2.0

Nicht alle fanden das Internet wichtig und spannend. Ich erinnere mich an ältere Kollegen in der Firma, die dem Ganzen sehr skeptisch gegenüberstanden und große Berührungsängste hatten. Sie fühlten sich überfordert und wollten nichts damit zu tun haben. Dagegen fühlten einige andere wie auch ich mich von den neuen Möglichkeiten stark angezogen.

Noch vor dem Aufkommen der Social Media Anfang der 2000er Jahre entdeckten wir interaktive Computerspiele für uns. Ich spielte beispielsweise ab 1997 mit Begeisterung Ultima Online. Dabei half ich meinem Sohn auch dabei, eine Fan-Webseite zu gestalten und ins Netz zu bringen. Das war anspruchsvoll und immer auch TRIAL and ERROR im besten Sinne.

Unsere Freude an der immer noch und immer wieder neuen Technik kannte kaum Grenzen. Peter gründete mit einigen Schulfreunden eine Spielegruppe, die sich regelmäßig traf, um zu spielen. Alle kamen sich vor wie echte Trendsetter und Technik-Pioniere. Peter hat diese Begeisterung später mit in sein IT-Studium genommen. Dieses Gefühl, etwas Neues und bisher nicht Dagewesenes zu machen, lässt sich heute kaum noch in Worte fassen. Das ist Internet der ersten Zeit.

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Das Internet – noch längst nicht erwachsen

Vom menschlichen Standpunkt her erfindet sich das Internet ständig neu. Wenn uns heute nach 30 Jahren auch alles selbstverständlich erscheint, geht die Entwicklung weiter. Zwischenzeitig war das Verständnis von Begriffe wie HTML und HTTP nur IT-Insidern vorbehalten. Heute gehören diese Bezeichnungen schon fast zum Allgemeingut.

Dafür sind von der Allgemeinheit fast unbemerkt Content Managenment Systeme wie WordPress aufgekommen, die es so einfach machen, uns im Internet mit Blogs und Beiträgen zu präsentieren. Die Technik dahinter mag auch nicht jeder verstehen, aber wir nutzen das alles mit kinderleichter Selbstverständlichkeit. Kein Vergleich mehr zu unserer ersten Fanseite, die wir mit vielen Mühen in das Netz bekommen haben.

Ebenso chatten wir heute mit Chatbots und wir gehen mobil ins Internet. Wer hätte sich vor 30 Jahren träumen lassen – wir gingen mit einem aufgebundenen Telefonhörer am klobigen stationären Desktop PC ins Netz – dass 3 Dekaden später ein kleines Gadget, das wir Smartphone nennen, uns mobil mit der ganzen Welt verbindet. Wir bloggen, shoppen und twittern, was das Zeug hält. Ich jedenfalls bin gespannt, was noch kommen wird.

Happy Birthday Internet! Bleib jung und überrasche uns weiter. Wir lieben Dich.

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Dieser Arbeitslebenartikel ist Teil von „Marcos Recruiting Blog“. Marco Kainhuber ist Geschäftsführer des Software-Unternehmens GermanPersonnel. Wir bieten intelligente, datenbasierte Recruiting-Lösungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie Fragen zu unserer E-Recruiting-Software PERSY oder Interesse an der Erstellung von Recruiting-Kampagnen haben. Ganz neu in unserem Portfolio ist PARTS für eine programmatische, zielgruppenspezifische und kostenoptimierte Ausspielung von Stellenanzeigen.

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